Richtige Bedienung des Navi sollte geübt werden

Vor dem Urlaub die Gebrauchsanleitung studieren und den Umgang auf bekannten Strecken trainieren.

Immer mehr Urlauber verlassen sich bei der Routenplanung auf ein Navigationsgerät . "Im Prinzip ist ein Navi ein zuverlässiger Wegbegleiter. Allerdings sollte man sich vor der Fahrt in den Urlaub sowohl mit der Bedienung des Gerätes als auch mit der geplanten Route auseinandersetzen", rät ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Zur groben Orientierung ist die gute alte Straßenkarte noch immer unschlagbar. Sie ist auch Absicherung , falls die Technik einmal versagt und sollte deshalb auch bei keiner Urlaubsfahrt fehlen. Für Details, wie zum Beispiel die Orientierung in einer fremden Stadt, bietet ein Navigationsgerät aber die genaueren Angaben.

Wer ein Handy mit integriertem Navigationsgerät besitzt, braucht kein eigenes Gerät. Handy-Navis können sowohl bei der Qualität des Displays als auch bei der Akustik mit herkömmlichen Navigationsgeräten mithalten. Allerdings gibt es ein paar Unterschiede, die man bedenken sollte, wenn man das Handy als Wegweiser einsetzt. "Bei herkömmlichen Navis ist das Ladekabel für den Zigarettenanzünder automatisch dabei. Wer das Handy als Navigationsgerät einsetzt, sollte daran denken, dass nach etwa zwei Stunden der Saft aus ist", warnt Kerbl. Der ÖAMTC-Techniker rät daher, sich vor einer Urlaubsfahrt ein passendes Handy-Ladekabel fürs Auto zu kaufen. Außerdem sollte man sich rechtzeitig um eine entsprechende Halterung kümmern - denn auch die ist bei Handys nicht integriert.

Doch auch die beste Ausrüstung ist nutzlos, wenn man die Technik nicht beherrscht . Denn oft scheitert die einwandfreie Wegfindung an der Handhabung des Navigationsgerätes. "Am besten übt man die Navi-Bedienung vor dem Urlaub auf gewohnten Strecken", rät Kerbl. Dadurch kann man sich an die akustischen Ansagen gewöhnen und Kommunikationsprobleme verringern. Das Training muss aber nicht nur auf den Lenker beschränkt sein. "Besonders auf langen Urlaubsfahrten kann es sehr hilfreich sein, wenn der Beifahrer die Bedienung des Navigationsgerätes übernimmt", empfiehlt der ÖAMTC-Techniker.

Was es sonst noch an Problemen geben kann und wie man diese vermeidet, fasst der ÖAMTC-Techniker zusammen: Probleme mit dem Satellitenempfang gibt es in einigen Situationen, wie z.B. auf Strecken mit vielen Tunnels und Unterführungen oder bei sehr hohen Gebäuden. "Navigationsgeräte finden den Kontakt zum Satelliten schneller, wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Daher ist es am besten, einfach weiterzufahren, bis das Gerät wieder Empfang hat", sagt Kerbl. Bei der Berechnung der Fahrzeit muss man bedenken, dass das Navigationsgerät die Strecke nach der erlaubten Höchstgeschwindigkeit berechnet . "Ist man verkehrsbedingt langsamer unterwegs, ändert sich auch die Fahrzeit", so der ÖAMTC-Techniker.

Auf Irrwege kann man auch kommen, wenn die Art des Fortbewegungsmittels falsch eingestellt ist. Die meisten Navigationsgeräte lassen sich zur Nutzung als Fußgänger adjustieren - das kann in einer Stadt recht hilfreich sein. Wer sich aber abseits von öffentlichen Verkehrswegen aufs Navi verlässt, sollte sicherstellen, dass er das richtige Kartenmaterial besitzt. "Rad-, Wander- oder Feldwege sind nämlich in herkömmlichen Navis nicht eingespeichert", stellt der ÖAMTC-Techniker abschließend klar.

Quelle: ÖAMTC

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