Führerschein-Antrag bei jeder Fahrschule möglich

Beschränkung auf Wohnsitzbehörde fällt

Der Weg zum Führerschein wird einfacher - zumindest was die Formalitäten betrifft. Seit 1. Oktober 2006 können Fahrschulen nach dem "One-Stop-Shop"-Prinzip auch Führerschein-Anträge entgegennehmen. "Für den Führerscheinneuling bedeutet das weniger 'Rennereien' und eine einfachere Abwicklung der Antragstellung", erklärt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka. "Und, da ich mir die Fahrschule aussuchen kann, kann man den Antrag ab sofort automatisch in ganz Österreich stellen. Bisher war das nur bei der Wohnsitzbehörde möglich", so die ÖAMTC-Expertin weiter.

Und das ist ab 1. Oktober auch noch neu: Quelle: ÖAMTC

  • Verlängerung der Fristen : Das ärztliche Gutachten, das Voraussetzung für die Zulassung zur Führerscheinausbildung ist, war bisher nur zwölf Monate lang gültig. Haarig wurde es dadurch oft für Führerscheinneulinge bei der L17 Ausbildung. "Kam es bei der Ausbildung zu Verzögerungen, musste ein neues Gutachten gebracht werden. Mit 1. Oktober werden nun sämtliche Fristen einheitlich auf 18 Monate ausgeweitet", so Zelenka.
  • Beschränkung auf Wohnsitzbehörde fällt : Sogenannte Positivverfahren (darunter fallen sämtliche Anträge, oder die Ausstellung von Führerschein-Duplikaten etwa bei Diebstahl, Unleserlichkeit oder Verlust) können bei jeder Behörde österreichweit durchgeführt werden und nicht mehr nur bei der Wohnsitzbehörde. "Noch bürgerfreundlicher wird es dann, wenn auch die Automobilclubs diese Anträge entgegen nehmen dürfen. Auch bei der Ausstellung von Mopedausweisen und internationalen Führerscheinen haben sich die Automobilclubs bewährt und den Behörden dadurch Arbeit abgenommen", sagt die ÖAMTC-Expertin abschließend. Negativverfahren wie Entziehung der Lenkberechtigung, Lenkverbot, Anordnung von Nachschulungen etc. bleiben nach wie vor Angelegenheiten der Wohnsitzbehörde.