Führerschein : Umstellung auf Scheckkarten-Format

Erneuerung alle 10 Jahre aber ohne Gesundheitskontrolle

Das EU-Parlament hat beschlossen, dass alle Führerscheine auf ein gemeinsames Scheckkartenformat umgestellt werden. Ein Chip und regelmäßiger Austausch im Zehnjahres-Rhythmus sollen für Fälschungssicherheit sorgen. Mehr Sicherheit bringt für die Autofahrer auch mehr Kosten: Deswegen verlangt der ÖAMTC, dass der Führerschein zu einem vollwertigen Personaldokument aufgewertet wird. "Die neuen Führerscheine sollen als Identitätsnachweis zumindest einem Personalausweis, wenn nicht sogar einem Reisepass gleichwertig sein", sagt ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.

Der neue EU-Führerschein wird zehn Jahre lang gültig sein. Dann muss er "administrativ", also ohne Gesundheitskontrollen, erneuert werden. Diese Bestimmung trifft nicht nur alle künftigen Führerschein-Neulinge, sondern bedeutet einen Zwangsumtausch für alle, die jetzt schon einen Führerschein haben. Nationale Plastikführerscheine bleiben nach der Umsetzungsfrist von insgesamt vier Jahren noch 20 Jahre gültig, Führerscheine aus Papier noch zehn Jahre. " In frühestens vier Jahren haben also die ersten Österreicher den neuen Chipkarten-Führerschein. Bis alle umgetauscht haben, wird es noch weitere zehn Jahre dauern", so Zelenka.

Quelle: ÖAMTC

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