Senioren-Führerschein : Studie in Deutschland

Gültigkeit auf die nähere Wohnumgebung beschränkt

"Ein nur in näherer Umgebung gültiger Führerschein könnte für manche Senioren wegen sinkender Leistungsfähigkeit vernünftig sein", sagt der Psychologe und Verkehrsexperte Professor Egon Stephan. Ergebnisse einer Studie in Deutschland, die das Fahrverhalten und die Fahrtüchtigkeit im vertrauten und im unbekannten Umfeld messen soll, seien im Herbst zu erwarten. Mehrere hundert Senioren zwischen 60 und 90 Jahren werden an der Studie teilnehmen.

Der Studienleiter betont: "Es geht darum, ältere Menschen, bei denen sich die Leistungsvoraussetzungen verschlechtert haben, zumindest im vertrauten Umfeld fahren zu lassen, so lange es aus Sicht der allgemeinen Verkehrssicherheit verantwortbar ist." Stephan meint weiter, dass er keine Reihen-Untersuchungen für Senioren anstrebe und auch keine starre Altersgrenze, sondern Einzel-Prüfungen. "Um Autonomie und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten, ist gerade für ältere Menschen ihre Mobilität im vertrauten Radius besonders wichtig ." Das Thema Senioren und Fahrtüchtigkeit sei eine wichtige Zukunftsfrage in einer immer stärker alternden Gesellschaft.

Wenigsten Unfälle von Senioren

Senioren-Vertreter, nennen es ein Vorurteil, dass vor allem ältere Menschen Unfälle verursachten. "Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass proportional die wenigsten Unfälle von Seniorinnen und Senioren verursacht werden." Das Problem seien vor allem jugendliche Raser . Wichtig für die Fahrerlaubnis sei auch bei Senioren allein die geistige und körperliche Verfassung , die von Ärzten regelmäßig überprüft werden könne. Eine Sonderbehandlung werde nicht erwartet.

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