Autobahn-Vignette wird nach Verschrottung ersetzt

Verhandlungsspielraum für Autokäufer gestiegen

"Mit der Ökoprämie haben Autokäufer endlich die Chance, sich einen winzigen Teil des Geldes zurückzuholen, das ihnen der Staat abknöpft. Statt auf höhere Steuern und Verbote setzt der Staat erstmals auf positive finanzielle Anreize. Das ist aus Sicht der Autokäufer zu begrüßen", hob der Geschäftsführer des ARBÖ, Leo Musil anlässlich der Beschlussfassung des Ökoprämiengesetzes durch den österreichischen Nationalrat hervor. Mit einer Prämie von 1.500 Euro für ihr uraltes Auto können sich gerade finanzschwächere Menschen leichter ein neues Auto leisten als ohne Prämie.

66 Prozent der User stimmten bei einem mehrere Wochen laufenden Online-Voting auf der ARBÖ-Website für die Ökoprämie. "Damit ist die Akzeptanz in den letzten Jahren deutlich gestiegen ", fügt Musil hinzu. Vor vier Jahren, als ÖKONSULT im Auftrag des ARBÖ in ganz Österreich dieses Thema abfragte, hatte sich eine knappe Mehrheit von 53 Prozent für eine Ökoprämie ausgesprochen.

Der ARBÖ begrüßt auch die Bereitschaft der ASFINAG, die Jahres-Mautvignette für verschrottete Autos zu ersetzen , sofern man die nötigen Unterlagen an die ASFINAG schickt. Größeren Spielraum haben die Autokäufer nun auch dadurch gewonnen, dass sich der Prämienanteil der Autohändler verkleinert hat, weil nun auch die "Verschrotter" mitzahlen:

Statt 250 Euro zahlen die Händler nur mehr 180 Euro , da die "Verschrotter" laut einer brancheninternen Regelung 70 Euro übernehmen. "Somit kann ein einzelner Autohändler schlimmstenfalls einen Rabattwegfall von 180 Euro geltend machen und nicht mehr 250 Euro! Das in der Praxis immer wieder vorgebrachte Argument, dass der Handel die Hälfte der Prämie berappen müsse, ist sachlich keinesfalls gerechtfertigt und kann von den Autokäufern locker entgegnet werden."

Der ARBÖ bedauert, dass es nicht gelungen ist, die Aktion für das gesamte heurige Jahr sicher zu stellen. "So wie es jetzt im Gesetz steht, gilt das beinharte Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Sobald die 45 Millionen Euro für die ersten 30.000 Prämien vergeben sind, ist Schluss", kritisiert der ARBÖ und appelliert schon jetzt an die Politik, allfällige Härtefälle unbedingt zu vermeiden. "Wer sein altes Auto im April verschrottet, aber auf das neu bestellte Auto bis Oktober warten muss, weil es nicht schneller geliefert werden kann, würde um die Prämie umfallen, falls die bereit gestellten Gelder schon im September vergeben wären", so Leo Musil. Umgekehrt wäre es nur fair gewesen, die Frist über den 31. Dezember zu verlängern , wenn die Geldmittel bis dahin nicht erschöpft wären.

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