Autofahren ohne Licht kann im Ausland teuer werden

In vielen europäischen Ländern herrscht bereits Lichtpflicht am Tag

Während die meisten Autofahrer im Norden und Osten Europas bereits ganzjährig auch tagsüber mit Licht fahren müssen, gibt es im Süden und Westen des Kontinents vergleichsweise wenige Regelungen. Insgesamt gilt in 20 europäischen Staaten eine Lichtpflicht . Laut ADAC müssen Lichtmuffel mit Bußgeldern bis zu 200 Euro rechnen.

Die Geldbußen in den wichtigsten Ländern:

Weil das Fahren mit Licht in Bulgarien, Frankreich, der Schweiz und in Deutschland lediglich eine Empfehlung darstellt, drohen dem Fahrer hier keine Sanktionen. Während in 17 europäischen Ländern die Lichtpflicht auf allen Straßen gilt, muss diese in Italien, Russland und Ungarn nur auf den Autobahnen und außerhalb der Ortschaften beachtet werden. Eine jahreszeitliche Lichtpflicht besteht ausschließlich in der Slowakei und zwar von Mitte Oktober bis Mitte März.

Dänemark
ca. 70 Euro
Finnland
50 Euro
Italien
ab 35 Euro
Kroatien
ca. 40 Euro
Norwegen
ca. 190 Euro
Österreich
ab 15 Euro
Polen
ca. 52 Euro
Russland
bis ca. 200 Euro
Schweden
ca. 55 Euro
Slowakei
ca. 54 Euro
Slowenien
ab 40 Euro
Tschechien
ca. 18 Euro
Ungarn
ca. 40 Euro

Lichtpflicht bedeutet in der Regel, dass auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden muss. Fahrzeuge, die mit Tagfahrleuchten ausgerüstet sind, dürfen diese in Österreich, Italien sowie in den skandinavischen Ländern benutzen. In den anderen Ländern mit Lichtpflicht werden sie überwiegend toleriert.

Wer gegen die Lichtpflicht verstößt, riskiert nicht nur eine Geldbuße , ihm drohen auch haftungsrechtliche Nachteile , wie zum Beispiel eine Minderung der Schadenersatzleistung. Dabei kommt es jedoch immer auf den Einzelfall an. Geklärt werden muss, ob das fehlende Licht ursächlich für den Unfall war.

ADAC

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