Start für die automatische Vignettenkontrolle

Erster Einsatzort ist die A23 Südost Tangente

Das erste Gerät der ASFINAG zur automatischen Vignettenkontrolle , kurz AVK genannt, ist offiziell in Betrieb. In weiterer Folge ist der Ankauf von zehn Geräten geplant. Mit der AVK realisiert die ASFINAG eine mobile, automatisierte Kontrolle der zeitabhängigen Pkw-Maut (Vignette) im Fließverkehr. Mautpflichtige Fahrzeuge unter 3,5 t hzG. ohne gültige Vignette (ausgenommen einspurige Kfz) werden erkannt, aufgezeichnet und die Bild- und Kennzeichendaten im Verdachtsfall einer manuellen Nachbearbeitung zugeführt. ASFINAG Vorstandsdirektor Dr. Klaus Schierhackl: "Durch den Einsatz der AVK wollen wir erreichen, dass die Vignettenmoral bei den Verkehrsteilnehmern angehoben wird, um eine möglichst faire Verrechnung der zeitabhängigen Pkw-Maut zu erreichen. Dies im Sinne jener Straßenbenützer, die die zeitabhängige Pkw-Maut ordnungsgemäß entrichten." Die Vignettenmoral ist prinzipiell eine sehr hohe, im Schnitt sind es in etwa 98 % aller Pkw-Lenker, die eine gültige Vignette geklebt haben. Durch die effiziente Kontrolle werden die Mautaufsichtsorgane entlastet. Insbesondere an Stellen, wo die Kontrolle bisher nur mit begleitenden Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden konnte, bringt die AVK zusätzliche Sicherheit bei den Kontrollen."

Die derzeitige Ausführung der Anlage ist so ausgelegt, dass das Aufzeichnen von Bildern auf einer Fahrspur bei guten Sichtverhältnissen (Tageslicht) möglich ist. Die Auflösung der Bilddaten erlaubt die Aufnahme eines Übersichtsbildes des Fahrzeuges und die notwendige Detaildarstellung der Windschutzscheibe sowie ein Bild des Kennzeichens. Das hierfür erforderliche Bildaufzeichnungssystem wird für mindestens 24 Stunden auf einem bestehenden Mautportal auf Autobahnen- und Schnellstraßenabschnitten angebracht, wo eine Anhaltung der Fahrzeuge nicht oder nur sehr schwer möglich ist.

Die Anlage wird gemäß einem Stichprobenplan immer wieder versetzt . Derzeit hängt die AVK an der A 23 Südost Tangete. Jährlich wird die Anlage für rund 80 Einsätze in Betrieb gehen, eine flächendeckende Überwachung ist nicht geplant . Die Kosten pro Anlage belaufen sich auf rund 230.000 Euro netto.

Quelle: ASFINAG

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