Firmenauto : Infos über Steuer und Privatanteil

Sachbezug ist auch für Garagenplatz fällig

In Zeiten der steigenden Fahrzeugkosten, sei es Sprit oder ganz allgemein die Erhaltungskosten, ist ein Firmenauto mit Privatnutzung ein tolles Extra. Doch auch ein scheinbar "kostenloses" Geschäftsfahrzeug hat seinen Preis. "Das Firmenauto ist ein Teil des Gehalts - ein sogenannter Sachbezug - der wie ein zusätzliches Einkommen versteuert werden muss", erklärt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. "Wenn ein Arbeitnehmer einen firmeneigenen Pkw für Privatfahrten benützen darf, sind als Sachbezug monatlich 1,5 Prozent der Anschaffungskosten inklusive Umsatzsteuer , aber maximal 600 Euro anzusetzen." Die Steuerbemessungsgrundlage des Gehalts wird also um diesen Betrag erhöht und von dem ausgehend werden die Steuern abgezogen.

Der Weg von zu Hause zum Arbeitsplatz gilt als Privatfahrt . Wird das Firmenauto nachweislich im Jahresdurchschnitt jedoch nur bis zu 500 km im Monat für Privatfahrten benutzt, ist der halbe Wert als Sachbezug, also 0,75 Prozent der Anschaffungskosten (maximal 300 Euro) festzulegen. "Allerdings muss man dann ein Fahrtenbuch führen. Benützt man dazu eine elektronische Liste kann es allerdings sein, dass das Finanzamt diese nicht anerkennt. Man könnte nämlich nachträgliche Änderungen vornehmen", weiß die ÖAMTC-Expertin.Stellt der Arbeitgeber während der Arbeitszeit einen Kfz-Abstell- oder Garagenplatz unentgeltlich zur Verfügung, sind als Sachbezug 14,53 Euro der Lohnsteuerbemessungsgrundlage hinzuzurechnen. "Man zahlt aber nur dann für den Parkplatz, wenn dieser sich im Bereich einer Parkraumbewirtschaftung - der sogenannten blauen Zone - befindet", erklärt die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.Die Anschaffungskosten des Kfz ergeben sich aus dem Kaufpreis des Fahrzeugs inklusive Sonderausstattung, plus Mehrwertsteuer und Normverbrauchsabgabe. Bei Gebrauchtwagen setzt man den Neupreis, also den seinerzeitigen Anschaffungswert, an. "Diese Anschaffungskosten werden nur bis zu einer Maximalgrenze - der sogenannten 'Luxusgrenze ' - von 40.000 Euro vom Finanzamt anerkannt", sagt Brugger-Brandau abschließend.

Auch für den Garagenplatz muss man extra zahlen

Was der Unternehmer bei der Anschaffung des Fahrzeugs beachten sollte

Quelle: ÖAMTC

Kommentare

Die neuesten Meldungen

Markenwelt