Die neuen Tricks der Mietwagen-Diebe

Wie leichtgläubige Kunden ein Vermögen verlieren können

Die Mietwagen-Diebe werden immer dreister. Mit einem gefälschten Mitarbeiter-Ausweis der Autovermietung lauern sie Kunden auf, die ihren Mietwagen zurückgeben wollen. "Der Mitarbeiter-Trick funktioniert erschreckend gut", sagt Peter Stützer, Moderator des VOX-Automagazines "auto motor und sport tv". "Wir haben das für die nächste Ausgabe unseres Magazins mit der versteckten Kamera vor einer Kölner Autovermietung ausprobiert. Unsere Trefferquote lag bei 100 Prozent. Innerhalb einer guten halben Stunde haben uns alle acht Kunden, die wir angesprochen haben, ihr Auto überlassen - keiner hat sich etwa über die fehlende Kontrolle gewundert." Die Kunden haben das Nachsehen. Sie haben "grob fahrlässig" gehandelt und müssten den gestohlenen Wagen ersetzen.

Der "Nachteinwurf-Trick" der Mietwagen-Diebe ist noch dreister: Sie kleben außerhalb der Geschäftszeiten einen Briefkasten gut sichtbar in den Eingangsbereich der Autovermietung. Das Logo der Verleihstation reicht aus, um zu später Stunde leichtgläubige Opfer dazu zu bewegen, den Schlüssel ihres Mietwagens dort einzuwerfen. Im Morgengrauen ist dann nicht nur der Briefkasten sondern auch das Auto spurlos verschwunden. Vor allem die großen Autovermieter sind Opfer der Diebe – doch die wollen darüber nicht reden. Allein in Köln sind es pro Jahr rund 100 Autos, die den Verleihern gestohlen werden.

Bericht bei VOX in der Sendung "auto motor und sport tv" am Sonntag, 5. Juni 2005, um 17 Uhr.

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