Aus für den Verbrennungsmotor schon 2030?

Kommentar. Erst vor Kurzem hat die EU ein Verbot von Verbrennungsmotoren für 2035 angekündigt, in Österreich wollen die Grünen dies schon ab 2030 erreichen.

Eigentlich sollten sich die Grünen in „AHP – Auto Hasser Partei“ umbenennen, denn mit „Grün“ hat diese Partei nichts zu tun. Es geht bei den Grünen nämlich einzig und alleine darum, den Autofahrern das Leben zu vermiesen.

Egal ob der jetzt durchgesetzte Stopp von neuen Straßenprojekten, oder das Verbot von Verbrennungsmotoren schon im Jahr 2030, die Grünen setzen alles daran, das Autofahren zu verhindern.

Während man den 8,2 km langen Lobautunnel zur Entlastung des Verkehrs im Großraum Wien verhindert, baut man die Pottendorfer Linie der ÖBB auf einer Strecke von 52 Kilometern ohne mit der Wimper zu zucken aus. Die tausenden Quadratmeter Äcker (bei 52 km und einer angenommen Breite von 15 Metern sind es rund 780.000 m2), die dabei vernichtet werden, sind ganz egal, ebenso hunderte Lkws die seit Jahren täglich den Beton und sonstige Materialien für den Bau der Pottendorfer Linie ankarren und so für eine tägliche Lärm- und Umweltbelastung rund um die gesamte Strecke sorgen.

In einem Interview hat Umweltministerin Gewessler gemeint, dass Österreich bei dem Verbot von Verbrennungsmotoren vorne dabei sein muss, um ein Zeichen zu setzen. Die Frage ist, wie naiv man sein muss, um zu glauben, dass man mit einem frühzeitigen Verbot von Verbrennungsmotoren in Österreich das Weltklima auch nur irgendwie beeinflussen könnte?

In den USA werden pro Jahr vom meistverkaufen Auto, dem Ford F-150 mit fetten V6- und V8-Motoren, genau dreimal so viele Exemplare verkauft, wie in Österreich von allen Autos pro Jahr neu zugelassen werden. Rechnet man noch die zwei weiteren Fahrzeuge der Top 3 der USA hinzu (Chevrolet Silverado und Ram 1500), werden alleine von diesen drei Fahrzeugen in den USA pro Jahr mehr Autos zugelassen als in Österreich in sechs Jahren verkauft werden.

Abgesehen von den rund 1.000 geplanten Kohlekraftwerken in China, oder anderen Wahnsinnstaten wie der Abholzung des Regenwaldes ist dies nur ein einziges Beispiel, das aber bereits deutlich zeigt, dass der Effekt eines Verbrennerverbots in Österreich für das Weltklima in etwa so beeindruckend ist wie das Leeren eines Schwimmbades mit einem Teelöffel.

Vor allem wenn am anderen Ende des Pools jemand im gleichen Zeitraum einen Kübel Wasser dazu leert, was ja der Fall ist. Immerhin geben jetzt auch die Milliardäre dieser Welt mit ihren Weltraum-Projekten so richtig Gas und verblasen für 3 Minuten Schwerelosigkeit tausende Tonnen CO2.

Aber gut, während sich die Milliardäre dieses Hobby ungeniert gönnen, sollten wir am besten alle auf das Auto verzichten, das uns coronavirenfrei zu schönen Ausflügen, in die Arbeit oder in den Supermarkt bringt – zumindest, wenn es nach dem Willen der Grünen geht.

Wirklich wichtige Themen, wie ein rascher Stopp der Bodenversiegelung, bei der Österreich führend in Europa ist, sind für die Grünen offenbar nicht brisant, sonst würde man hier schon Maßnahmen setzen, die jenen beim Thema Verkehr auch nur annähernd gleichkommen würden.

Auch zur Unterstützung eines Antrag der SPÖ zum Verbot des Kükenschredderns haben sich die ach so grünen Grünen nicht hinreißen lassen – dies ist alles egal, Hauptsache man kann den Autofahrern das Leben vermiesen.

Wobei man schon jetzt bei uns spaßige Autos so teuer gemacht hat, dass sie sich der normale Bürger sowieso nicht leisten kann. Ein Ford Mustang Mach 1 kostet dank 54% Steuern in Österreich mehr als in den USA das gleiche Fahrzeug + ein nagelneuer Ford Explorer in Basisausstattung gemeinsam!

Es ist durchaus wichtig etwas für das Weltklima zu tun, nur wäre es halt schön das Richtige zu tun, und vor allem müssten dies ALLE tun. In Österreich die Verbrennungsmotoren frühzeitig zu verbieten, gehört sicher nicht zu den Dingen, die das Weltklima auch nur im Geringsten beeinflussen.