Autofahrer tanken verstärkt am Nachmittag und Abend

Seit 1. Juli werden die Tankstellen-Preise in der Früh festgesetzt und dürfen während des Tages zwar gesenkt, aber nicht mehr erhöht werden.

Hat die neue Spritpreisverordnung Einfluss auf die Tageszeit, an der Österreichs Kraftfahrer zur Tankstellen fahren? Das und mehr rund um das Thema Tanken hat der ÖAMTC vergangene Woche im Rahmen einer Online-Umfrage erhoben. 1.085 Autofahrer haben daran teilgenommen und folgendes ans Tageslicht gebracht: " Sechs von zehn Autofahrern haben ihr Tankverhalten aufgrund der neuen Spritpreis-Verordnung bewusst verändert . Kein Wunder, schließlich ist Tanken am Abend derzeit im Schnitt bis zu sechs Cent pro Liter billiger", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau.

21 Prozent der Umfrageteilnehmer tanken jetzt bewusst nur mehr am späten Nachmittag oder Abend . 36 Prozent fahren bewusst öfter am Abend zur Tankstelle. Rund ein Drittel hat sein Tankverhalten aufgrund der Spritpreis-Verordnung nicht verändert. Diese regelt seit 1. Juli , dass die Preise beim Öffnen der Tankstelle in der Früh festgesetzt werden und dann während des Tages zwar gesenkt, aber nicht mehr erhöht werden dürfen . "Nur jeder Zehnte der Befragten hat von dieser neuen Regelung noch nichts gehört. Man sieht, dass Spritpreise ein Thema sind, das die Österreicher sehr beschäftigt", sagt die ÖAMTC-Expertin.

Besonders 30-39-Jährige, Vielfahrer und Bezieher von Pendlerpauschale bzw. Kilometergeld tendieren verstärkt zum Tanken in den späten Nachmittags- und Abendstunden. "Diese Gruppen wissen sehr genau, was der Sprit kostet und nützen jedes Sparpotenzial aus", sagt die ÖAMTC-Expertin. Die Oberösterreicher sind übrigens die größten Sparefrohs unter den "Spättankern" (Österreichschnitt: 21 Prozent, Oberösterreicher: 29 Prozent).

Auch wenn sich die Lage bei den Spritpreisen gegenüber dem Vorjahr entspannt hat, haben die Kraftfahrer weiterhin ihre Sparstrategien. "Im vergangenen Jahr haben sich viele Menschen bei ihren Fahrten eingeschränkt, um wegen der hohen Spritpreise zu sparen. In der neuen Umfrage zeigt sich, dass die Österreicher gegenüber dem Vorjahr noch viel stärker die Preise vergleichen ", sagt die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin. Rund ein Viertel aller Befragten sucht gezielt den günstigsten Preis, bevor es zur Tankstelle geht, im Vorjahr war es nur jeder zehnte.

Alles in Allem lässt sich derzeit sagen, dass die Spritpreis-Verordnung mehr Transparenz für die Kraftfahrer gebracht hat. Preisvergleiche sind einfacher anzustellen als vorher. Ärgerlich ist zwar, dass die Preise von vielen Tankstellenbetreibern in der Früh prophylaktisch zu hoch angesetzt werden. "Aber wie man sieht, wissen sich die Autofahrer zu helfen und haben ihre eigenen Strategien entwickelt", resümiert die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin.

Aktuelle Preisinformationen gibt es in der ÖAMTC-Spritpreis-Datenbank online unter www.oeamtc.at/sprit . Dort sind rund 2.200 Tankstellen aus ganz Österreich gelistet. Wer unterwegs ist, kann sich mittels ÖAMTC-Spritpreis-Feed über die aktuellen Spritpreise informieren. Der Service liefert die günstigsten Tankstellen im Bundesland nach Wahl und aktualisiert sich im Zehn-Minuten-Takt. Der ÖAMTC-Spritpreis-Feed ist auf der Homepage des Clubs unter www.oeamtc.at/feeds anforderbar.

Quelle: ÖAMTC

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