Statt dubioser Spritspargeräte die Fahrweise anpassen

Mit der richtigen Fahrweise spart man bis zu 15 Prozent Kraftstoff

Das Lebensministerium fördert in einer einmaligen Aktion 1.000 Spritspar-Trainings des ÖAMTC. Die Kurse werden in Kombination mit einem Fahrtechnik-Training in jedem der neun ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren angeboten und dauern einen Tag. Die kombinierten ÖAMTC-Spritspar-/Fahrtechnik-Trainings können in jedem ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum gebucht werden. Mit der Förderung des Lebensministeriums kostet ein ganzer Trainingstag 95 Euro werktags, am Wochenende 115 Euro. Die Förderung gilt für die ersten 1.000 Anmeldungen. Informationen und Anmeldungen zum Spritspar-Trainingsind seit April unter www.oeamtc.at/spritspartraining sowie unter www.spritspar.at möglich.

Hilft "Öko-Tuning" als Wunderwaffe gegen Spritfresser? Der ÖAMTC hat bereits mehrmals solche Spritspargeräte geprüft. "Alles Humbug", sagt Club-Techniker Steffan Kerbl. "Immer wieder werben Firmen mit Spritspargeräten, die ein Einsparungspotenzial bis zu 20 Prozent versprechen. Eigentlich bringen sie aber nichts, außer teure Zusatzkosten, die man sich sparen hätte können." Neben Spritspargeräten werden außerdem Substanzen, die man dem Kraftstoff beimengt, angeboten. "Diese Mittel bringen zwar dem Anbieter das schnelle Geld - der Autofahrer hat aber davon nur Kosten ", sagt der Clubtechniker.

Tatsächlich sparen kann man mit dem richtigen Fahrstil . "Mit einer sparsamen Fahrweise hat man bis zu 15 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch. Das bedeutet, man fährt dann mit einer Tankfüllung statt z.B. nur 600 Kilometer fast 700 Kilometer", sagt Kerbl. Fahrzeugbezogen können es um zehn Prozent mehr sein, wenn beispielsweise der Reifendruck stimmt und keine unnötig mitgeführten Lasten, wie z.B. Dachträger, an Bord sind. Alles in allem sind durch diese fahrer- und fahrzeugbezogenen Maßnahmen bis zu 25 Prozent Spritersparnis möglich. Der Clubexperte weist auf mehrere Spritsparmöglichkeiten hin:

  • Im höchstmöglichen Gang fahren : Immer früh hoch und spät herunter schalten. Das Fahren mit hoher Motordrehzahl hebt den Spritverbrauch, deshalb sollte die Motordrehzahl bei Konstantfahrten möglichst niedrig sein.
  • Vorausschauend und flüssig fahren : Wer genügend Abstand zum Vordermann hält ist sicherer unterwegs und kann Geschwindigkeitsunterschiede eleganter ausgleichen (Mindestabstand drei Sekunden). Häufiges Bremsen und Gas geben kostet Sprit.
  • Die Motorbremswirkung nutzen : Die Motorbremse hat den Vorteil, dass man bergab und in Rollphasen gleichzeitig bremsschonend und spritsparend fährt. Man sollte die Motorbremse also bei jeder Gelegenheit nutzen, so z.B. beim Annähern an eine rote Ampel (Gas weg ist gleich null Verbrauch).
  • Reifendruck kontrollieren : Der Luftdruck in den Reifen sollte öfters kontrolliert werden (bei jedem zweiten Tankstopp). Zu niedriger Druck lässt den Reifen schneller verschleißen und treibt den Spritverbrauch in die Höhe. Vor der großen Urlaubsfahrt und bei schwerer Beladung muss der Reifendruck bei den meisten Autos leicht angehoben werden.
  • Keine unnötigen Lasten spazieren führen : Sprit spart, wer ab und zu das Auto entrümpelt. 100 kg können bis zu 0,6 Liter/100 Kilometer Mehrverbrauch ausmachen.
  • Spritverbraucher reduzieren : Klimaanlagen und andere Spritfresser nur wenn nötig einschalten.
  • Regelmäßig das Auto auf technisch einwandfreien Zustand überprüfen : Ein verschmutzter Luftfilter, alte Zündkerzen oder eine fehlerhafte Elektrik reduzieren die Motorleistung und treiben den Verbrauch gewaltig in die Höhe. Bei Dieselmotoren führen verstellte Einspritzpumpen oder verschlissene Einspritzdüsen zu mehr Spritverbrauch. Die ÖAMTC-Experten raten mindestens einmal jährlich ein Service durchführen oder die optimale Motoreinstellung überprüfen zu lassen.

Quelle: ÖAMTC

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