Richtiger Abreise-Zeitpunkt vermindert Stau-Risiko

Nach Möglichkeit nicht dann fahren, wenn alle fahren

Schon bei der Planung für die Fahrt in den Urlaub sollte einiges bedacht werden, damit diese nicht zum Horrortrip wird. Denn genau dieser lässt sich laut ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa durch die Beherzigung einfacher Tipps vermeiden. "Wichtig ist den Start in den Urlaub nach Möglichkeit so legen, dass nicht dann gefahren wird, wenn alle fahren ", empfiehlt die ÖAMTC-Expertin. "Gute Planung der Abfahrtszeit und der Fahrtroute sind wesentlich. Wer an den starken Reisewochenenden unterwegs ist, muss bei Tagesetappen und Zielen großzügige Zeitpolster einkalkulieren."

Die ÖAMTC-Expertin hat folgende Tipps zusammengestellt

  • Mit Verzögerungen rechnen: Bereits vor der Fahrt über das zu erwartende Verkehrsaufkommen informieren und mit möglichen Staus rechnen . Damit die Verzögerungen nicht zur Qual werden: Getränke (Wasser, verdünnter Saft, Tee, kein Alkohol) und Snacks (Riegel, Kekse, Obst) griffbereit verstauen.
  • Ausweichrouten überlegen : Unmittelbar vor und während der Fahrt den Verkehrsfunk abhören und empfohlene oder selbst vorbereitete Ausweichrouten nützen. Das kann Zeit sparen . Infos über Staus und Ausweichrouten gibt es auch unter www.oeamtc.at/verkehr .
  • Für gute Stimmung sorgen : Musik hören, sich unterhalten oder mit den Kindern beschäftigen. Um bei den Kleinsten Langeweile vorzubeugen, gibt es Spiele. Eine Spielesammlung für unterwegs ist auch im "ÖAMTC Kinder(sicherheits)buch" enthalten, das an den Stützpunkten des ÖAMTC für Mitglieder kostenlos erhältlich ist.
  • Abstand halten : "Windschattenduelle" bringen im Motorsport vielleicht Zehntelsekunden, auf der Straße bergen sie nur ein Sicherheitsrisiko . "Mit mehr Abstand hat man keinen Stress, Fehler oder spontane Manöver seines Vordermannes rechtzeitig ausgleichen zu können", erklärt die ÖAMTC-Expertin.
  • Im Kolonnenverkehr Spur treu bleiben : Häufiges Wechseln des Fahrstreifens verlangt mehr Konzentration von einem selbst und allen anderen Verkehrsteilnehmern und stresst damit längerfristig. Selten kommt man dadurch tatsächlich schneller voran. An einer Unfallstelle beispielsweise kommt keine Spur "unbehelligt" vorbei.
  • Nicht versuchen, Zeit aufzuholen : Immer wieder passieren nach Auflösung eines Staus weitere Unfälle, weil Lenker glauben, die verlorene Zeit durch erhöhtes Tempo aufholen zu können. Die ÖAMTC-Expertin empfiehlt, einen neuen Zeitplan zu erstellen: Lieber entspannt etwas später den Urlaubsort erreichen als gehetzt und gestresst. Der Unterschied macht im Endeffekt in den meisten Fällen nur wenige Minuten aus.

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