Vorsicht vor Zusatzgebühren bei Billigfluglinien(Bildquelle: Pixabay.com / ArtsyBee)

Vorsicht vor Zusatzgebühren bei Billigfluglinien

Genaues Lesen bei der Buchung lohnt sich.

Bei Billigfluglinien sind Services wie der Check-in am Flughafen, die Sitzplatzreservierung, die Mitnahme von Kleinkindern oder das Handgepäck immer häufiger mit zusätzlichen Kosten verbunden. So ist z. B. ein Online-Check-in bei allen Fluglinien kostenlos, wer aber erst am Flughafen eincheckt, muss bei Lauda und Ryanair 55 Euro draufzahlen. Die Höhe der Gebühr wird bei der Buchung nicht automatisch angezeigt, lediglich bei der Ticketauswahl ließe sich vermuten, dass bei den Tarifen "Standard" und "Plus" zusätzliche Kosten entstehen könnten. Das Oberlandesgericht Wien hat diese Gebühr erst kürzlich für unzulässig erklärt, doch Lauda geht in Berufung und die Kosten fallen also erstmal weiterhin an.

Bei WizzAir wird man während des Buchungsprozesses darauf hingewiesen, dass im billigsten Tarif der kostenlose Flughafen-Check-in nicht inkludiert ist. Beansprucht man diesen, werden 30 Euro pro Flug und Passagier fällig. Bei der spanischen Billigfluglinie Vueling hingegen ist der Check-in am Flughafen kostenlos. Genaues Lesen lohnt sich also.

Dass Kinder unter zwei Jahren immer kostenlos bzw. sehr günstig fliegen, ist mittlerweile nicht mehr richtig - insbesondere bei Billigfliegern. Lauda veranschlagt eine sogenannte "Kleinkindgebühr" pro Kind und Flug in Höhe von 25 Euro, das macht hin und retour 50 Euro aus. Ein stolzer Preis für junge Passagiere, die nicht einmal einen eigenen Sitzplatz haben. Bei Wizz Air fallen pro Flug und Kleinkind zwischen acht und 27 Euro an, bei Eurowings sind es 19 Euro und bei easyJet 31 Euro.

Damit Kinder im Flieger nicht getrennt von ihren Eltern sitzen müssen, muss bei Lauda zumindest ein Erwachsener einen Platz für sechs Euro reservieren. Andernfalls werden die Sitzplätze nach dem Zufallsprinzip vergeben. Bei großer Nachfrage, wie jetzt in den Sommermonaten, können die Gebühren auf bis zu 15 Euro steigen. Auch easyJet gibt keine Garantie, dass alle Personen der gleichen Buchung zusammen sitzen können. Eine Sitzplatzreservierung kostet zwischen drei und zwölf Euro pro Person.

Bucht man den günstigsten Tarif, ist bei vielen Billigfliegern nicht einmal ein kleiner Reisetrolley als Handgepäck inkludiert. Ist das Handgepäck zu groß oder zu schwer bzw. hat man zu viel dabei, kann es rasch teuer werden. Bei WizzAir, Lauda und Ryanair darf beim günstigsten Tarif das Handgepäck die Maße 40x30x20 cm nicht überschreiten und muss unter den Sitz passen - sonst fallen 25 Euro Zusatzgebühr an. easyJet veranschlagt 60 Euro und Level und Vueling jeweils 50 Euro für das nachträgliche Einchecken von Gepäck, das nicht den Bestimmungen entspricht. Diese Gebühren können häufig nur mit Kreditkarte beglichen werden.

Quelle: ÖAMTC Touristik