Mit Hund und Katze in den Urlaub

Wer Bestimmungen missachtet, muss mit Quarantäne des Tieres rechnen

Im Urlaub wollen viele Familien auf ihre vierbeinigen Lieblinge nur ungern verzichten. "Wer Hund oder Katze mitnimmt, kann nicht einfach losfahren. Auch bei Tieren müssen unbedingt die geltenden Bestimmungen des Urlaubslandes beachtet werden", sagt ÖAMTC-Touristikerin Erika Kabourek. Sämtliche Bestimmungen finden Reisende unter www.oeamtc.at/laenderinfo . "Wer sich ein paar Minuten Zeit nimmt und sich informiert und rechtzeitig den Besuch beim Tierarzt einplant, kann sich einen verpatzten Urlaub ersparen", so Kabourek.

Grundsätzlich benötigen Haustiere auf Reisen den EU-Heimtierausweis , auch "Pet Pass" genannt. Dieser belegt, dass das Tier gegen Tollwut geimpft und mit einem Chip gekennzeichnet worden ist. Der Chip selbst soll dabei helfen, ein weg gelaufenes Tier wiederzufinden. Dafür muss der Vierbeiner jedoch in der Tierkennzeichnungsdatenbank www.animaldata.com registriert werden (Registrierungsgebühr: 13,20 Euro).

Aufpassen heißt es, wenn man mit seinen vierbeinigen Lieblingen nach Irland, Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien und Malta reisen will. Diese Länder können noch zusätzliche Auflagen wie Bluttests, aber auch Zecken- und Bandwurmbehandlungen fordern. Wer diese Regelungen nicht beachtet, muss mit einer mehrtägigen Quarantäne seines Tieres rechnen. In Großbritannien kann das bis zu sechs Monate betragen.

Tollwutgefahr - Reiseroute bedenken

Wer bei seiner Reise ein tollwutgefährdetes Drittland besucht, muss bei der Wiedereinreise in die EU zusätzlich eine Bluttest-Bestätigung vorweisen. Dieser Tollwutantikörpertest bestätigt die Immunisierung gegen Tollwut. "Das ist derzeit besonders bei Einreisen aus der Türkei, Ägypten, Marokko, Tunesien oder Indien der Fall. Bei Autoreisen, z.B. nach Griechenland, muss man diesen Punkt bei der Durchreise durch Serbien berücksichtigen", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin.

Die Untersuchung muss bereits vor Reiseantritt vom Tierarzt im EU-Heimtierausweis bestätigt werden. Deshalb sollte ausreichend Vorbereitungszeit eingeplant werden. Der Bluttest muss aber nur einmal im Leben eines Tieres durchgeführt werden, sofern eine Immunisierung gegen Tollwut nachgewiesen wurde und der Vierbeiner regelmäßig Auffrischungsimpfungen erhält.
   
Ein abschließender Rat der Touristikerin: "Reisende dürfen nicht vergessen, dass diese Vorschriften auch für die Mitnahme von streunenden Tieren , die sie am Urlaubsort ins Herz geschlossen haben, nach Österreich gelten."

Mehr Informationen erhält man beim Tierarzt bzw. unter www.tierschutzinwien.at .

Quelle: ÖAMTC

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