Verkehrsbestimmungen: Tipps für Autofahrten nach Italien

Tempolimits, Maut, Fahrverbote und Verkehrsstrafen

Italien ist bei den Österreichern neben Kroatien die beliebteste Reisedestination im europäischen Ausland. Damit der Urlaub rundum angenehm wird, sollten sich Autoreisende vorab über die Bestimmungen des Straßenverkehrs informieren. Nachfolgend die fünf wichtigsten Tipps von Touristik-Expertin Maria Renner:

Abweichende Verkehrsbestimmungen:
Neben Autoapotheke und Warndreieck benötigt jeder Insasse des Fahrzeugs eine eigene Warnweste. Außerdem gilt in Italien außerhalb der Ortsgebiete die Licht am Tag-Pflicht.

Tempolimits:
Auf Landstraßen gilt 90 km/h als Höchstgeschwindigkeit, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen darf man maximal 130 km/h fahren. "Besonders genau sollten Führerscheinneulinge auf die Tempolimits achten: Innerhalb der ersten drei Jahre nach Führerscheinerwerb gelten für sie auf Autobahnen 100 km/h und auf Schnellstraßen 90 km/h", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Maut:
Italienische Autobahnen sind mautpflichtig. Die Kosten sind abhängig von den jeweils zurückgelegten Kilometern. An den Mautstellen muss je nach Zahlungsart eine eigene Spur gewählt werden: weiß für Barzahler, blau für Kredit- und Bankomatkarten. "Steht man in der falschen Spur, darf man auf keinen Fall zurückschieben oder unerlaubt die Spur wechseln, sonst drohen hohe Strafen und Fahrverbote", warnt Renner.

Verkehrsstrafen:
Bei mehr als 1,5 Promille droht Alkoholsündern die Beschlagnahmung, Enteignung und Zwangsversteigerung des Fahrzeugs. Auch Raser müssen mit hohen Strafen rechnen: Mindestens 170 Euro werden bereits bei einer geringen Geschwindigkeitsübertretung fällig. "Zwischen 22 und 7 Uhr fallen die Strafen für Temposünder sogar um ein Drittel höher aus als tagsüber", sagt die ÖAMTC-Touristikerin.

Fahrverbote:
In die ZTL ("zona traffico limitato") darf man nur mit Sondergenehmigung einfahren. Derartige verkehrsberuhigte Zonen gibt es inzwischen in vielen italienischen Innenstädten - u.a. in Florenz, Mailand und Triest. Unbefugtes Einfahren kostet mindestens 74 Euro Strafe. "Wohnt man während des Urlaubs in einem Hotel, das sich innerhalb einer zona traffico limitato befindet, sollte man dem Hotel vor der Anreise bekannt geben, dass man eine Einfahrtsgenehmigung benötigt. Das Hotelpersonal muss dann die Aufenthaltszeit und das Kennzeichen rechtzeitig bei der Behörde registrieren lassen", so Renner.

Weitere Infos u.a. zu Verkehrsregeln oder Kfz-Dokumenten findet man auch in der ÖAMTC Länder-Info unter www.oeamtc.at/laenderinfo . Ein guter Begleiter für den nächsten Städtetrip nach Italien ist der ÖAMTC City Guide - erhältlich für Rom, Florenz, Venedig und Mailand. Der City Guide steht unter www.oeamtc.at/cityguide oder als App für iPhone, iPad und Android Smartphones zur Verfügung.

Quelle: ÖAMTC

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