Vier Sterne Motorradreise: Schlosshotel Seewirt auf der Turracher Höhe

Im Schlosshotel Seewirt auf der Turracher Höhe sind Zweirad-Fahrer besonders herzlich willkommen. Der Chef fährt selbst.

"Griaß eich", sagt Richard zum Willkommen. Und verschwindet. Breit grinsend. Inzwischen übernimmt Elke: "Magt’s a Zirberl zum Aufwärmen?" Draußen hat’s gefühlte zehn Grad. Drinnen brennt ein Feuer im Kamin. Richard kehrt zurück, mit der knappen, aber wärmenden Information: "Die Sauna ist schon angeheizt." Das "Zirberl", vulgo Zirbenschnaps, ist der traditionelle Willkommenstrunk im Schlosshotel Seewirt auf der Turracher Höhe. Dort kühlt’s abends auch im Sommer recht schnell ab. Die Passhöhe - Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten -, liegt auf knapp 1.795 Meter Seehöhe. Das Viersterne-Haus, einst (vor mehr als hundert Jahren) das erste Wirtshaus am Turrachsee, steht ein paar Meter tiefer, auf 1.763 Metern Höhe, auf der steirischen Seite. Aus der einstigen Gaststätte hat sich ein romantisches Schlösschen entwickelt, mit Teich vor dem Haus und allem, was zu einem Viersterne-Betrieb gehört, feinen Zimmern, feinem Wellness-Spa und feinster Küche sowie Keller. Ein Haus, das allen Reisenden offen steht, im speziellen Motorradfahrern.

Denn es darf schon längst ein bisserl mehr sein als Almhütte und Matratzenlager, wohin sich Motorrad-Reisende nächtens betten. Auch die Härtesten liegen gerne komfortabel, schätzen Komfort, Wellness und gute Küche. Das ist weder eine Frage des Alters, wie man glauben könnte, noch eine Frage des - dicken - Geldbörsels.

Richard Prodinger, Chef des Hauses, mit Chefin Elke an seiner Seite, weiß, was Motorradfahrer lieben und brauchen. Denn er ist selbst ein begeisterter und engagierter Zweirad-Reiter. Deshalb ist es beim Seewirt auch durchaus gesellschaftsfähig, wenn patschnasse und blaugefrorene (gegebenfalls etwas schlammige) Biker sich und ihre Kluft am Kamin in der gemütlichen Lobby einmal schnell auftauen, bevor sie in die Wärme von Sauna, Dampf- und Hallenbad eintauchen. Für die Eisen ist Platz unter Garagen- oder Zelt-Dach & Fach, auch die müssen nicht in der Kälte stehen bleiben.

Haben "Zirberl" und Sauna ihre Wirkung getan, tritt Junior- & Küchen-Chef Philipp Prodinger in Aktion und serviert mehrgängige Menüs vom Allerfeinsten - eine Kulinarik-Reise durch die Region rund um die Turracher Höhe.

Eine feine Vorbereitung auf ein feines Reise-Menü: Die Turrach, in den Nockbergen gelegen, ist Ausgangspunkt für Ausflüge ohne Ende. National und international. Etliche der besten Viersterne-Routen in der Steiermark, in Kärnten und in Salzburg - zum Beispiel Sölkpass, Nockalm und Großglockner-Hochalpenstraße - sind im Handumdrehen erreichbar. In einer Tagestour locker zu machen sind Abstecher nach Italien - z. B. Nassfeldpass, Sella Nevea - und nach Slowenien - z. B. Vrsic, Soca-Tal. Richard kennt die nähere und weitere Gegend wie seine Westentasche, auch abseits der Hauptrouten. Und so kann ein kleiner Abstecher nach Gurk zu einer Reise geraten, die einem bislang völlig unbekannte Einblicke eröffnet. Und er macht kein Geheimnis aus seiner profunden Ortskenntnis: Karten- und Datenmaterial liefert er jederzeit, oft setzt er sich auch selbst auf eines seiner Eisen und übernimmt das Tourguiding.

Damit ist des Motorrad-Services jedoch noch kein Ende: Zur Zweirad-gerechten Ausstattung des Hotels gehören Waschplatz, Schrauberecke, hauseigener Pannendienst sowie Trockenräume für Bekleidung und Schuhe und auch - nicht zuletzt - ein günstiges Preis-Niveau: ab 66 Euro kostet eine Übernachtung inklusive Halbpension, längere Aufenthalte sind in handliche Packages geschnürt, da gibt’s etwa drei Nächte für ab 231 Euro im Doppelzimmer und ein tägliches Tour-Lunchpaket als Draufgabe.

Und wenn einmal das Wetter ganz, ganz schlecht und Motorrad-unfreundlich ist, haben die Wirtsleute eine Menge gute Ideen, was man sonst noch anstellen kann. Zum Beispiel auf der Nockalm ein Heubad nehmen.

Weitere Infos: www.schlosshotel-seewirt.com

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