Tipps und Tricks gegen die Sommer-Hitze

Im Süden weiß man, was zu tun ist.

Bei den Hitzewellen in diesem Sommer kommen auch die Nord- und Mitteleuropäer gehörig ins Schwitzen. In Südeuropa ist man diese Temperaturen ja schon länger gewohnt. Das Reiseportal HolidayCheck hat jetzt Tipps und Tricks aus südlichen Ländern gesammelt, wie man mit der Hitze am besten klar kommt.

So setzen Südländer bei steigenden Temperaturen vermehrt auf kalte und vor allem leichte Gerichte. Ideal sind kühle Suppen, die ganz ohne Kochen zuzubereiten sind, wie etwa die spanische Gazpacho, eine Tomatensuppe, oder die bulgarische Tarator, eine kalte Gurkensuppe mit Joghurt, Dill und gehackten Walnüssen. Auf Sizilien gibt es an besonders heißen Tagen im Sommer bereits zum Frühstück Granita al caffè, ein halbgefrorenes Kaffee-Sorbet. Und auch in Griechenland genießt man statt heißem Mokka lieber den eisgekühlten Frappé. In Ländern wie Griechenland oder Spanien vermeidet man es außerdem, früh zu Abend zu essen. Dort beginnt die Abendessenszeit erst gegen 22 oder 23 Uhr. Zudem kocht man, wer die Möglichkeit hat, bevorzugt im Freien und verhindert so, dass sich die Wohnung durch die Nutzung des Herdes noch weiter aufheizt.

In Indien nutzt man die Ayurvedische Lehre und die darin als "kühlend" beschriebenen Gewürze und Kräuter, wie zum Beispiel Dill, Fenchel, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Kurkurma, Minze, Safran oder frischen Ingwer. Aber auch Kokosnüssen, Melonen und Gurken sowie bitteren Gemüsesorten wie Artischocken oder Radicchio schreibt man kühlende Eigenschaften zu. In den wärmeren Gefilden achtet man zudem besonders auf den erhöhten Flüssigkeitsbedarf. In der Türkei wird klassisch warmer Tee gereicht aber auch Ayran, ein Joghurtgetränk mit Salz, hilft dabei, den Flüssigkeitshaushalt und die durch das Schwitzen verloren gegangenen Elektrolytspeicher aufzufüllen.

Je heißer der Tag, desto weniger Kleidung. Was im Grunde logisch klingt, ist leider oft eine Milchmädchenrechnung. Leichte, weite Kleidung ist an heißen Tagen die bessere Wahl. In Ägypten wählt man in der Hitze langärmlige Baumwollblusen und auch in Mexiko liegt man mit weiter Leinenkleidung an heißen Tagen im Trend. Komplettiert wird das Outfit mit einem Sombrero, welcher nicht unbedingt groß wie ein Wagenrad sein muss, sondern schlicht und einfach Hut bedeutet. In Ägypten und Thailand wird hingegen auch oft ein Regenschirm zum Sonnenschutz zweckentfremdet. Besonders coole Westen trägt die Polizei an heißen Tagen in Japan: Unter den Armen und am Rücken befinden sich dort extra Taschen für Kühlakkus.

Auch wenn es die Hitze nur kurzfristig lindert: In Brasilien schwört man darauf, Parfums und (Sonnen-) Cremes im Kühlschrank zu lagern - für den extra Frischekick beim Auftragen. Ebenfalls hilfreich und in Down Under beliebt: Nasse Socken oder Kopfkissen tagsüber in die Gefriertruhe stecken und abends beim zu Bett gehen die Kühle genießen. Hilft das alles nichts, sollte man einen Standortwechsel für die Nacht in Betracht ziehen. Warum nicht einfach auf dem Balkon oder dem Dach übernachten - wie es auch in Ägypten bei hohen Temperaturen üblich ist?