Wechselkennzeichen und Vignette

ÖAMTC startet Initiative gegen den Nepp mit der Vignette

Bei der seit dem Jahr 1997 bestehenden Vignettenpflicht ist ein Missstand noch immer nicht beseitigt worden: Besitzer von Wechselkennzeichen müssen für jedes Fahrzeug eine Vignette kaufen , mit dem sie eine Autobahn oder Schnellstraße befahren wollen. "Zahlreiche Club-Mitglieder beschweren sich darüber, für etwas zahlen zu müssen, was sie gar nicht in Anspruch nehmen können. Schließlich ist es ohnehin nur mit einem Fahrzeug möglich, eine vignettenpflichtige Straße zu benützen", sagt dazu ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.

Der ÖAMTC verlangt die Beseitigung dieses Nepps und schlägt folgende Lösung vor: "Der Zulassungsbesitzer eines Wechselkennzeichens, darunter fallen häufig auch Besitzer von Wohnmobilen und Oldtimern, sollte für jedes Fahrzeug eine eigene Vignette erhalten, aber nicht für alle den vollen Preis zahlen müssen", fordert Hoffer. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, startet der ÖAMTC jetzt eine Initiative. Ziel ist es, in einer Umfrageaktion abzuschätzen, wie viele Wechselkennzeichen-Besitzer Interesse an einer "Mehrfachvignette" hätten und um welchen Preis diese "marktfähig" wäre. "Wir setzen auf die Flexibilität der Autofahrer und der ASFINAG. Es muss gelingen, dass dem Straßenbau keine Mittel entgehen. Besitzer von Wechselkennzeichen hingegen sollen frei entscheiden können, welches Fahrzeug benützt werden kann, ohne extra für eine vollwertige Vignette zahlen zu müssen", sagt ÖAMTC-Jurist Hoffer.

Die Fragebögen sind an allen Dienststellen des ÖAMTC ab sofort bis Ende November 2004 erhältlich. Im Internet kann der Fragebogen auf der Homepage des Clubs  in der Rubrik "Download" heruntergeladen werden.

Quelle: ÖAMTC