Studie zur Gewichtseinsparung bei Autos

Leichtbau bei Automobilen muss nicht zwangsweise teuer sein - das zeigt das britische Unternehmen Lotus Engineering jetzt mit einer Studie.

Die Entwickler der Firma Lotus sind nicht nur im Sportwagen-Sektor aktiv. Sie haben sich jetzt das Thema der Gewichtsreduktion im Großserienfahrzeug vorgenommen. Das Ergebnis: Das Gewicht eines SUV kann durch den Einsatz von leichteren Materialien und neuen Konstruktionsprinzipien um 38 Prozent sinken; die Fahrzeugkosten würden dabei nur um drei Prozent steigen.

Schlauer Materialmix

Lotus ist mit seinem leichten Sportwagen Elise seit Jahren in Sachen Gewichts-Verminderung ganz vorne mit dabei. Dass die Treibstoff sparende Diät nicht nur bei puristischem Sportgerät möglich ist, zeigen die Ingenieure des Unternehmens mit dem gewichtsoptimierten Umbau eines für Amerika produzierten Toyota-Crossovers namens Venza. Bereits 2017 soll es mit neuen Materialien und Werkzeugen möglich sein, das Fahrzeugewicht um 21 Prozent zu reduzieren. Drei Jahre später sollen 38 Prozent möglich sein; wobei der Antriebsstrang in diesen Berechnungen jeweils nicht berücksichtig ist. Möglich ist das laut Lotus vor allem durch den Einsatz von Leichtbau-Materialien. An Stelle von konventionellem Stahl sollen demnach zukünftig vor allem Aluminium, Magnesium und hochfeste Stähle eingesetzt werden.

Möblage "light"

Im Innenraum wird durch die Entfernung des klassischen Armaturenbretts Gewicht gespart. Auch Handbremse und Schalthebel verschwinden; ihre Funktionen werden über den zentralen Touchscreen gesteuert. Die Sitze werden zu Teilen des Karosseriegerüsts, womit auf die ca. zehn Kilo schwere Verankerung verzichtet werden kann. Und statt eines durchgehenden Teppichs kommen nur mehr vier einzelne Teppichmatten zum Einsatz, die lediglich die sichtbaren Blechteile verkleiden. Fahrwerk und Federung können in Folge des ersparten Gewichtes wieder kleiner und leichter ausgelegt werden. Noch nicht in der Studie berücksichtigt sind Gewichtseinsparungen beim Glas. Mit 13 Kilo pro Quadratmeter beinhalten Windschutzscheiben, Seiten- und Heckfenster aber ein hohes Potential. Laut Lotus könnten bis 2017 leichte und widerstandsfähige Kunststoffe als Glas-Ersatz zur Verfügung stehen.

mid/hh

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