Schadenersatz: Spyker verklagt GM

Nach dem fast endlosen Hin und Her um den schwedischen Autobauer Saab könnte der ehemaligen Mutter General Motors noch ein gerichtliches Nachspiel drohen.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, fordert der niederländische Sportwagenhersteller Spyker von GM in einer Klage drei Milliarden Dollar. General Motors habe Saab bewusst gegen die Wand fahren lassen, so der Vorwurf.

Spyker Cars hatte Saab im Februar 2010 von GM übernommen. Im Dezember 2011 mussten die Schweden nach mehreren Monaten ohne Produktion und Einnahmen aber Insolvenz beantragen, nachdem sich mögliche chinesische Investoren verabschiedet hatten. Der Grund für den Rückzug soll laut Spyker-Chef Victor Muller die Verweigerung von Produktionslizenzen durch GM gewesen sein. In der Klage behauptet Spyker dem Bericht zufolge, die einstige Mutter habe Saab als potenziellen Wettbewerber im chinesischen Markt ausschalten wollen.

Nach den vielen Horrornachrichten für die Saab-Belegschaft gab es im Juni schließlich doch einen Lichtblick. Ein chinesisch-japanisches Konsortium mit dem Namen National Electric Vehicle Sweden (NEVS) hatte die Traditionsmarke übernommen und will sich künftig auf den Bau von Elektroautos konzentrieren. (Auto-Reporter.NET/br)

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