Carbon macht's leicht: Porsche 911 Tuning von dp Motorsport

Zweifellos, bei diesem Exemplar ist sogar das Selbstbewusstsein exklusiv: beim Porsche Cayenne alias LUMMA CLR 558 GT.

Die Firma dp Motorsport in Overath-Immekeppel hat einen Porsche 911 aus dem Jahr 1973 durch den konsequenten Verbau des Edelwerkstoffes Carbon in ein Leichtgewicht verwandelt.

Der heckangetriebene 911er in Weiß mit 3,6-Liter-Boxermotor besticht mit einem dp11 RS 2011 genannten und aus Carbon gefertigten Bodykit, bestehend aus Frontstoßstange und -haube, Kotflügeln, Leichtbau-Türen, den hinteren Verbreiterungen, der Heckstoßstange sowie dem Heckspoiler. Neben der beheizbaren, grünen Frontscheibe wurden des Gewichtes wegen ein Satz ebenfalls in Grün gehaltener Plexiverglasung sowie leichte Streuscheiben montiert. Gewichtsreduzierte Rücklichtlampenfassungen sowie Klimafach-Deckel und Unterfahrschutz aus Carbon schlagen bis ins Endgewicht durch. Die Carbon-Dachhaut wurde im Sandwich-Vakuum-Verfahren hergestellt und beide Hauben warten mit Schnellverschlüssen auf.

228 kW bzw. 310 PS Leistung, 50 mm PMO-Vergaser mit offenen Luftfiltern und Doppelzünder mit frei programmierbarer Zündkurve in Kombination mit einem G-50 Getriebe samt Sperrdifferenzial sind die alles entscheidenden Motor/Getriebe-Parameter. Fuchsfelgen in 9x15 und 13x15 Zoll mit einer Bereifung in 225/50-15 und 345/35-15 sind das adäquate Bindeglied zwischen Fahrzeug und Asphalt. Über das dp-Gewindefahrwerk hinaus bedürfen die verstellbaren Stabilisatoren der Erwähnung sowie Kopflager, Federschwerter und Hinterachslenker die mit Unibal-Lagerbuchsen versehen sind. Eine vom 964er auf das 911-G-Modell angepasste Bremsanlage sorgt für artgerechte Verzögerungswerte.

Beim Blick ins Interieur springen die dp-935-Schalensitze, das leichte Carbon-Armaturenbrett, ein spezielles Knieleisten-Set sowie der erhöhte Mitteltunnel ins Auge. Als Gegenpol zur äußeren Wagenfarbe überwiegt innen Alcantara in Schwarz. Ein eingeschweißter Sicherheitskäfig, ein lackiertes Sportlenkrad mit Porsche Hup-Knopf, ein Deckel anstelle der Uhr und Bodenplatten aus Carbon sind für jedermann sichtbar. Schließlich sind da noch Specials wie der dp-Clubsporttank mit einem Fassungsvermögen von 70 Litern, eine 25 Ampere Gel-Starterbatterie, ein kleinerer Tank für die Scheibenreinigung, eine leichte, elektrische Lüftung für den Innenraum, ein Mittelölkühler mit Entlüftung durch die Fronthaube sowie das - wie könnte es anders sein - aus Carbon bestehende Bremskühlgehäuse.

Unterm Strich ergibt sich aus all diesen Modifikationen ein fahrfertiges Gewicht von 870 kg (allerdings ohne Sprit) für diesen 911er, der serienmäßig je nach Typ und Ausstattung zwischen 1.080 und 1.335 kg auf die Waage bringt.

Jordi Miranda

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