Zakspeed-Viper für die Straße umgebaut

Wenn das kein Bubentraum ist...

Zur Vorgeschichte: 2010 erwirbt der derzeitige Eigentümer die hier präsentierte Viper, allerdings nicht im jetzigen Zustand, schließlich handelt es sich um ein ehemaliges Siegerfahrzeug von Zakspeed Racing, also absolut rennmäßig getrimmt. Nach dem Erwerb erhält der 2006 im bayerischen Zeitlofs-Rupboden gegründete Meisterbetrieb HEURICH Classics den Auftrag, diese Viper wieder auf Straßenzulassung umzurüsten und sie bei der Gelegenheit statt in Weiß auch wieder in den alten Farben erstrahlen zu lassen.

Für das Erreichen des ersteren Zieles wird also gemeinsam mit dem TÜV eine Strategie entwickelt, wie der Renner wieder auf die Straße zu bekommen ist. Nach und nach werden sämtliche vom TÜV geforderten Umbaumaßnahmen in der Werkstatt von HEURICH Classics umgesetzt. Die Liste schien zu Beginn nicht enden zu wollen: Frontspoiler gekürzt, Heckdiffusor entfernt, Seitenschweller umgebaut, Reifen und Felgen (Sonderanfertigung) neu, Bremssystem geändert und Handbremssystem mit CNC-gefrästen Bremssattelträgern eingebaut, Lenkwinkel vergrößert, Kühlsystem verändert, Zusatzlüfter verbaut, Motorperipherie geändert, Auspuffanlage angepasst, Elektrik und komplette Lichtsteuerung geändert, Sitze mitsamt Gurtsystem erneuert, Beifahrersitz eingebaut und schließlich wurde auch noch die Verglasung erneuert.

Ziel war es, die Viper in ihrem originalen Hasseröder-Design von 1999 wiedererstehen zu lassen, so nämlich hatte sie u.a. die legendären 24h am Nürburgring gewonnen. Der Firma Bruxafol in Hammelburg kam diese Herausforderung gerade recht, bestand die Aufgabenstellung doch darin, mit den hauseigenen Platinum Wrapping Folien die seinerzeitige Farbgebung genau zu treffen und gleichzeitig alle "alten" Sponsoren mitsamt deren originalgetreuen Schriftzügen wieder auf die Viper aufzubringen. Mit der handwerklichen Umsetzung dieser nicht ganz einfachen Aufgabe wurde die Firma Cam Shaft in Kempen betraut.

Die Viper GTS-R, mit der zunächst Zakspeed und später Michael Martin Racing Systems Siege en masse einfuhren, stammt übrigens aus dem Jahre 1998 und verfügt über einen 6,2-Liter-V8 mit 600 PS, ein Tremec-6-Gang-Getriebe, KW-Dämpfer sowie ein Motec-M8-System bei gerade mal 1.350 kg Gewicht. Ihr Besitzer, ein Privatier, hat jedenfalls noch viel mit ihr vor…

Miranda Media

 

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