Alfa Romeo Giulietta - Weltpremiere am Genfer Autosalon

Die Giulietta kehrt zurück

Unter dem traditionsreichen Namen Giulietta feiert der neue Kompaktklässler von Alfa Romeo auf dem Genfer Autosalon Weltpremiere (2. bis 14. März 2010). Einige Wochen danach kommt der Nachfolger des Alfa 147 zu Preisen ab knapp 22.000 Euro auf den Markt.

Bislang ist der Wettbewerber zu Audi A3 und BMW 1er unter dem Namen "Milano" gehandelt worden. Der Wechsel der Bezeichnung überrascht. Grund könnte die mögliche Schließung von Fiat-Werken in Süditalien sein. Ein nach der norditalienischen Stadt Mailand benanntes Modell würde vor diesem Hintergrund die alte Rivalität zwischen den Landesteilen wohl zu sehr entfachen.

Nicht so überraschend ist das Design der fünftürigen Steilhecklimousine. Mit ihren Rundscheinwerfern und dem schildförmigen Kühlergrill nimmt sie die Retro-Stilelemente des Supersportwagens Alfa 8C Competizione auf. Diese finden sich auch bereits auf dem Ende 2008 erschienenen Kleinwagen Mito, wirken bei dem mit 4,35 Meter langen Kompakten aber deutlich harmonischer. Wie beim Vorgänger sind die Türgriffe der Fondtüren in den C-Säulen versteckt; so wirkt der Fünftürer dynamisch wie ein Dreitürer. Mit der Optik der in den 50er- und 60er-Jahren gebauten Giulietta-Baureihe gibt es jedoch keine augenfälligen Gemeinsamkeiten.

Die Plattform für den Neuling wurde komplett neu entwickelt und dürfte in Zukunft auch bei anderen Modellen des Fiat-Konzerns Verwendung finden. Für den Antrieb sorgen zum Marktstart zwei 1,4-Liter-Turbobenziner. Der Basismotor leistet 88 kW / 120 PS, die stärkere Version mit der elektrohydraulischen Ventilsteuerung Multi Air kommt auf 170 PS. Die beiden alternativ angebotenen Selbstzünder leisten aus 1,6 Litern Hubraum 105 PS beziehungsweise 170 PS aus 2,0 Litern. Alle Motoren sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System gekoppelt, das den Spritverbrauch niedrig halten soll. Mitte 2010 ergänzt ein 235 PS starker 1,8-Liter-Turbo-Benziner das Angebot. An Technik wartet der kompakte Fünfsitzer unter anderem mit einem serienmäßigen elektronischen Sperrdifferential auf. Außerdem wird es ohne Aufpreis die vom Kleinwagen Mito bekannte Fahrdynamikregelung DNA geben, die Lenkungs- und Gaspedalcharakteristik auf Knopfdruck von komfortabel zu sportlich ändert.

mid/hh

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