Scuderia Alfa Driving Experience - Fahrbericht

Am 1. Juli wird das Alfa Romeo Sauber F1 Team erstmals beim "Großen Preis von Österreich" in Spielberg an den Start gehen. Grund genug, um die Modellpalette der Italiener auf dem Red Bull Ring genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Rahmen der Alfa Romeo Driving Experience bot sich die Gelegenheit, die Modelle Stelvio und Giulia auf Herz und Nieren prüfen. Doch zuerst ein paar Fakten, die beide Modelle von der wohl geschätzten Konkurrenz maßgeblich unterscheiden:

Zum Ersten sei die für den Stelvio und der Giulia eigens entwickelte Radaufhängung erwähnt. Sie besteht vorne aus beachtlichen 80 Prozent Aluminium, auf der Hinterachse sind es etwa 60%. Dies trägt selbstverständlich zu einer besonderen Dynamik bei, da Aluminium als eines der leichtesten Metalle gilt.

Besonders ist auch, dass die Antriebs- und Federungseinflüsse komplett von der Lenkung entkoppelt sind. Das führt zu einem sehr ruhigen Fahrverhalten, da etwaige Schläge nicht direkt auf die Lenkung übertragen werden und somit das gewohnte Ruckeln am Lenkrad nahezu entfällt. Überhaupt garantiert die elektrische Servolenkung ein sehr direktes Ansprechverhalten.

Alfas DNA-Schalter, welcher ebenfalls bei beiden Modellen mit an Bord ist, verändert nicht nur die Gasannahme, sondern auch die Präzision der oben erwähnten Lenkung. D steht dabei für „Dynamic“. In diesem Modus werden die Fahrleistungen und das Ansprechverhalten der Lenkung und die Gaspedalkennung sportlicher. Die Bremsen verzögern kräftigerund die elektronischen Regelsysteme lassen mehr Spielraum für eine sportlichere Fahrweise zu. 

N für „Natural“ ist genau das Richtige für Fahrten in der Stadt oder auf der Autobahn. In diesem Modus ist der Alfa komplett in fahrdynamischen Belangen auf Komfort ausgelegt. A steht für „Advanced Effciency“. Dieser neue Modus maximiert die Energieersparnis und reduziert Emissionen auf ein Minimum. Kurz der ECO-Modus der Italiener.

Besonders interessant ist das neuartige Bremssystem bei Alfa. Brake by Wire könnte man es auf Englisch nennen. Im Prinzip wird dabei nicht mehr mechanisch durch einen Druck auf eine Flüssigkeit gebremst, sondern das Betätigen des Bremspedales leitet einen elektrischen Impuls an das Bremssystem.

Dies hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen fällt das typische ABS-Rattern bei einer Vollbremsung gänzlich weg, da ja der Impuls elektronisch übertragen wird. Zum anderen kann das Bremssystem besser in das gesamte Sicherheitssystem  integriert werden und besser mit den anderen Assistenzsystemen kommunizieren, da ja alle Systeme bei Alfa Romeo „elektronisch“ sprechen.

Normalerweise werden bei Alfa die Hinterräder angetrieben. Entscheidet man sich jedoch für die Giulia Veloce, den Stelvio oder Stelvio super, sind diese auch als Allradmodelle erhältlich. Erkennbar an der „Q4“-Bezeichnung.

Nun genug der grauen Theorie. Die Italiener luden wie eingangs erwähnt wieder auf den Red Bull Ring, um die beiden Modelle Stelvio und Giulia am Ring auf Herz und Nieren zu prüfen.

Also eines gleich mal vorweg genommen: Egal welches der beiden Fahrzeuge, beide lassen sich sehr gut bewegen, und man merkt den Spirit der Marke Alfa Romeo und die damit einhergehende sehr gute Fahrwerksabstimmung bei jedem Kilometer Fahrt.

Im Rahmen der Testfahrten konnten wir das 280 PS-Benzinermodell des Stelvio über den Ring bewegen. Dabei faszinierte uns, wie leichtfüßig sich der SUV bewegen lässt. Auf der Geraden kann ja bald ein PS-stärkerer SUV beschleunigen, aber wirklich interessant verhält er sich in Kurven. Er zirkelt so leichtfüßig um jeden erdenklichen Radius, dass es wirklich immer mehr Spaß macht.

Ein Schieben über die Vorderachse ist eigentlich nur minimal festzustellen, wobei das sicher auf das grundlegende Antriebskonzept zurückzuführen ist, denn selbst der Allradler wurde unter normalen Umständen auf Hinterradantrieb getrimmt. Deshalb fühlt er sich in den Kurven so gut und dynamisch an.

Motor und Getriebe bilden eine sehr gute Symbiose für das zügige Fahren auf der Rennstrecke. Man kann die Automatikschaltung entweder in den Sportmodus stellen oder manuell mittels feststehender Paddels betätigen. Nach vier Runden ist der erste Turn vorbei, und wir fahren gemütlich an die Box.

Unmittelbar danach stehen die Giulia´s am Start. Unsere Testgiulia hat genauso wie der Stelvio den 280 Pferde starken Benzinmotor verbaut. Ein Leergewicht von 1.605kg steht dem Gewicht des Stelvio mit 1.660kg gegenüber. Das zeigt auch deutlich, wie leicht der SUV eigentlich tatsächlich ist. Der entscheidende Vorteil der Giulia ist eindeutig der um einiges niedrigerer gelegene Schwerpunkt. Das spürt man selbstverständlich auf dem Red Bull Ring mehr als deutlich. Und so macht die Limousine etwas mehr Spaß, da sie sich naturgemäß noch etwas besser durch die Kurven fahren lässt.

Zusammenfassend gesagt zeichnen sich die beiden Italiener durch ihr gutes Handling auf nahezu jedem Terrain aus. Egal ob auf der Landstraße, in der Stadt oder eben auf ein paar Runden am Race Track - überall dort fühlen sich die Alfas pudelwohl, und mit innovativen Ideen wissen sie potenzielle Käufer zu überzeugen. Für die Alfa Driving Experience erfragen Sie bitte die Termine und Kosten bei Ihrem Alfa Romeo Händler in Ihrer Nähe.