Audi A1 - Weltpremiere in Genf

Zweiter Anlauf im Segment der Kleinen: Audi startet mit dem A1 dieses Mal eine Attacke auf Mini & Co. - der technische Unterbau kommt vom Polo.

Premiere in Genf: Audi kehrt im Sommer quasi auf sportlichem Weg in die Kleinwagen-Liga zurück. Anders als das vor rund zehn Jahren gescheiterte Spar-Mobil Audi A2 setzt der neue Audi A1 ganz klar auf die Lifestyle-Karte. Der Dreitürer will mit dynamischem Design und flotten Motoren Fahrzeuge wie den Mini unter Druck setzen. Trotzdem soll er dank moderner Technik im Stadverkehr angemessen sparsam unterwegs sein.

Vor über drei Jahrzehnten holte sich VW einen Kleinwagen namens Audi 50 und machte ihn zum VW Polo. Heute liefert der aktuelle Polo den technischen Unterbau für den neuen A1. Der tritt optisch aber komplett eigenständig auf und zeigt Muskeln. Der markentypische Kühlergrill, große Radhäuser, das coupéhafte Profil und (auf Wunsch) ein farblich abgesetzter Dachbogen setzen eigene Akzente. Auch bei den Proportionen unterscheidet sich der Audi vom VW: Mit 3,95 Metern Länge ist er zwar in etwa gleich lang, mit 1,74 Metern Breite ist er aber stämmiger und mit 1,42 Metern Höhe etwas flacher.

Auch der Innenraum ist neu: Optisch beherrschendes Element sind zwei große runde Lüftungsdüsen zentral am Armaturenträger. Auf Wunsch wird das Cockpit komplett von LEDs beleuchtet. Außerdem wird der Kundschaft ein großes Individualisierungsprogramm geboten, mit dem sich Äußeres und Inneres des Wagens an den eigenen Geschmack anpassen lassen.

Beim Antrieb kommen Motoren des VW Polo zum Einsatz. Allesamt setzen auf kleine Hubräume und Turboaufladung, außerdem sollen eine serienmäßige Start-Stop-Automatik und ein Bremskraft-Rückgewinnungssystem den Verbrauch drücken. Der Einstiegs-Benziner ist ein 1,2-Liter-Turbomotor mit 63 kW / 86 PS, der sich in Verbindung mit einem manuellen Fünfganggetriebe mit 5,1 Litern Treibstoff je 100 Kilometer begnügen soll.

Darüber rangiert ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 90 kW / 122 PS und einem Normverbrauch von 5,1 Litern. Neben der serienmäßigen Sechsgang-Handschaltung gibt es gegen Aufpreis ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Beim Diesel-Programm kommt ein 1,6-Liter-Motor in zwei Leistungsstufen mit 66 kW / 90 PS und 77 kW / 105 PS zum Einsatz. Der Verbrauch soll bei 3,8 Litern beziehungsweise 3,9 Litern auf 100 Kilometer liegen. Beide Selbstzünder werden über ein manuelles Fünfganggetriebe geschaltet. Das Fahrwerk stammt, wenig überraschend, in den Grundzügen ebenfalls vom VW-Schwestermodell, soll aber etwas sportlicher ausgelegt worden sein. So wurde laut Werk etwa die Lenkung direkter übersetzt. Serienmäßig an Bord ist zudem ein ESP mit elektronischer Quersperre an der Vorderachse.

mid/hh, jg

Kommentare