Der neue Audi A8 - Fahrbericht

Für das neue Modelljahr hat Audi sein Flaggschiff überarbeitet und noch feiner gemacht. Auf einer ersten Ausfahrt konnten wir die Qualitäten des A8 schon erfahren.

Das Audi-Topmodell ist seit 2010 auf dem Markt und jetzt für das neue Modelljahr aufgefrischt worden. Dabei zeigt sich der A8 im Detail verfeinert und bietet noch mehr Luxus und Sicherheit.

Zu erkennen ist der neue Modelljahrgang vor allem an den neuen Front- und Heckscheinwerfern in LED-Technik sowie der neuen Heckschürze. Im Innenraum stehen neue Materialien und Farben zur Verfügung, erstmals gibt es auch ein spezielles Leder, welches ganz ohne chemische Zusätze gebleicht wird.

Natürlich sind die Anforderungen im Luxussegment besonders hoch, Audi hat den A8 dabei als ebenso sportliche wie luxuriöse Limousine positioniert.

Technisch spielt der große Audi alle Trümpfe aus und bietet auf Wunsch bis zu 15 Assistenzsysteme. Neu sind dabei der adaptive Tempomat mit Stop&Go-Funktion, ein Nachtsichtassistent mit Fußgänger- und Tiererkennung und ein aktiver Spurhalteassistent.

Ebenfalls neu und sehr markant sind die Matrix LED-Scheinwerfer, die dem A8 nicht nur einen sehr grimmigen Blick verleihen, sondern auch mit einer vorzüglichen Ausleuchtung der Straße überzeugen.

Pro Scheinwerfer sorgen 25 LED-Einheiten nicht nur für eine perfekte Ausleuchtung der Straße, sondern sind auch so flexibel und schnell geschaltet, dass der Gegenverkehr oder andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Die individuelle Lichtsteuerung ermöglicht knapp eine Milliarde(!) unterschiedliche Einstellungen, damit die Ausleuchtung perfekt ist, andere Verkehrsteilneher aber nicht geblendet werden.

So individuell wie die Lichtsteuerung, lässt sich der A8 auch im Innenraum gestalten. Wie bisher gibt es die 513,5 cm lange Normalversion und die 526,5 cm große Langversion.

Schon im "kurzen" A8 findet man im Fond viel Platz, die Langversion sorgt dann für First-Class-Verhältnisse und vielfache Einstellungsmöglichkeiten. Auf Wunsch können auch die Fond-Sitze klimatisiert, verstellt und mit einer Massagefunktion ausgerüstet werden. Mit dem Facelift ist auch das Kofferraumvolumen gewachsen und bietet nun 520 Liter Stauraum.

Bei der Motorisierung können die Kunden ebenfalls aus einem großen Spektrum an Möglichkeiten wählen. Den Start macht der A8 3,0 TDI clean Diesel mit 258 PS (190 kW), der ab 85.900 Euro angeboten wird.

Als Alternative bei den Diesel-Triebwerken gibt es dann noch den einzig verbliebenen 8-Zylinder-Diesel in der Luxusklasse, den A8 4,2 TDI, dessen Leistung jetzt auf 385 PS (283 kW) gestiegen ist und der ab 108.900 Euro zu haben ist.

Mehr Auswahlmöglichkeiten bieten sich beim Benziner. Als schwächste Version des A8 und auch einziges Modell ohne quattro Allradantrieb kommt der A8 hybrid mit 245 PS (180 kW) auf 91.400 Euro.

Alternativ stehen der 3.0 TFSI mit 310 PS (228 kW) ab 92.400 Euro, der A8 4.0 TFSI mit 425 PS (320 kW) ab 114.000 Euro, der S8 4.0 TFSI mit 520 PS (380 kW) ab 140.700 Euro oder als Spitzenmodell der A8 L W12 6,3 mit 500 PS (368 kW) ab 177.500 Euro zur Wahl.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir uns schon am 3.0 TFSI, dem 4,2 TDI und dem W12 6,3 erfreuen. Allen drei Modellen gemeinsam ist der überaus üppig und luxuriös ausgestattete Innenraum mit bester Verarbeitung und hochwertiger Materialanmutung. Die Fülle an Funktionen bedarf trotz übersichtlicher Gestaltung zwar einer kurzen Eingewöhnungszeit, dennoch findet man sich sehr schnell zurecht.

Sehr bequem sind die klimatisierten Ledersitze mit Massagefunktion, welche im Falle des A8 wirklich sehr angenehm arbeitet und vielfache Einstellungen bietet. Die Steuerung erfolgt dabei über das MMI-Drehrad in der Mittelkonsole.

Schon der 310 PS (228 kW) starke 3,0 TFSI sorgt für ordentliche Fahrleistungen. In nur 5,7 Sekunden sprintet er von 0 auf 100 km/h, und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h elektronisch begrenzt.

Auch wenn die Geräuschdämmung bei allen Modellen sehr gut ist, so dringt beim 6-Zylinder-Benziner bei voller Beschleunigung ein leicht kerniger Sound durch. Sei maximales Drehmoment von 440 Nm stellt der Benziner zwischen 2.900 und 4.750 U/Min bereit und hat somit jederzeit auch viel Kraft parat.

Der 500 PS starke Benziner stellt seine Kraft dann natürlich noch ruhiger und schneller zur Verfügung. In 4,7 Sekunden erreicht man die 100 km/h-Markierung am Tacho, und der A8 W12 sprintet noch munter weiter, bis die Elektronik bei 250 km/h abriegelt.

Laufruhe und Komfort sind dabei auf allerhöchstem Niveau. Selbst bei Höchstgeschwindigkeit ist es im Innenraum noch leiser als bei manch anderem Neuwagen der Mittelklasse bei 100 km/h.

Dank dem quattro Allradantrieb wird die Kraft bei allen Modellen perfekt auf die Straße gebracht, und der A8 fährt sich trotz höchstem Komfort sehr sportlich. Die über 5 Meter Länge würde man dem A8 beim Fahren kaum zutrauen, da auch die sehr direkte Lenkung ein sehr sportliches Fahrgefühl vermittelt.

Als vernünftige und goldene Mitte zwischen den von uns gefahrenen Modellen zeigt sich der 8-Zylinder-Diesel. Selbst die stärksten Diesel-Gegner würden großen Gefallen an dem A8 4,2 TDI finden.

Beim Sprint ist der starke Diesel sogar dem W12 ebenbürtig und sprintet ebenfalls in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Mit seinem maximalen Drehmoment von 850 Nm, die zwischen 2.000 und 2.750 U/Min bereit stehen, bietet der Diesel jederzeit so viel Kraft, dass einem in keinem einzigen Moment der W12 abgehen würde.

Selbst der Motorlauf des V8 Diesel ist dem W12 Benziner ganz knapp auf den Fersen, auch im Diesel hört man jenseits der 200 km/h keinen Mucks von dem 385 PS starken Diesel. Dabei ist der Diesel mit 5,9 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer auch noch sehr sparsam unterwegs.

Mit dem Facelift hat Audi den A8 wirklich in jedem Detail verbessert und eine sportliche Luxuslimousine der Extraklasse im Programm. Modernste Technik und luxuriöseste Ausstattung gepaart mit den sportlichen Fahrleistungen machen den A8 zu einem wahren Highlight.

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