Der neue Audi R8

Sportwagen-Gene serienmäßig

In einem spektakulären Sportwagen lässt Audi den Namen und die Gene des fünffachen Le Mans-Siegers Audi R8 lebendig werden. Drei Jahre nach Enthüllung der Studie Audi Le Mans quattro, debütiert nun die in die Serie umgesetzte Version beim Salon d’Automobile in Paris als neuer Mittelmotor-Sportwagen Audi R8. Eine faszinierende Fahrmaschine und die neue sportliche Speerspitze der Marke Audi. Der 420 PS starke V8-FSI-Mittelmotor, der permanente Allradantrieb quattro und die Aluminiumkarosserie in Audi Space Frame Technologie schaffen die Grundlage für eine beeindruckende Fahrdynamik. Bestellbar ist der Audi R8 ab Mitte Oktober, die ersten Auslieferungen erfolgen im 1. Halbjahr 2007. Der Grundpreis beträgt 125.400 Euro.

Ein erster Blick macht sofort deutlich, welchem Fahrzeug der Betrachter hier begegnet. Breit und bullig steht der Audi R8 auf der Straße , das kraftvolle Heck scheint die Muskeln zum Sprung anzuspannen, wie ein Sprinter beim Start. Die charakteristischen Proportionen des Fahrzeugs werden bestimmt von der Lage des Motors hinter dem Cockpit. Diese Anordnung ist ein typisches Merkmal von Rennsportwagen. Vor allem die Fahrdynamik profitiert von der mittigen Position des Motors , denn so ist eine Gewichtsverteilung wie beim R8 von 44 Prozent vorne zu 56 Prozent hinten möglich.

Der Fahrzeugkörper wirkt äußerst kompakt. Front und flacher Dachbogen sind mit einem schwungvollen Strich gezeichnet. Eine Linie, die den Zweisitzer sofort als Audi identifizierbar macht. Vertraute Konturen auch im Bereich der Seitenpartie: Die Taillierung der Dynamic Line oberhalb des Schwellers und die Schulterlinie verbinden Front, Seite und Heck, gestalten Türen und den Übergang zum seitlichen Lufteinlass besonders plastisch und betonen die Audi-typisch runden Radhäuser mit den großen Rädern noch intensiver. Die Kabine des Audi R8 ist weit nach vorne gerückt: typisch für einen Mittelmotor-Sportwagen und damit eine sichtbare Analogie auch zum Rennsportwagen gleichen Namens. Dahinter, noch vor der Hinterachse, befindet sich das V8-FSI-Aggregat, eine Technik-Skulptur, die sowohl durch die große wappenschildförmige Heckscheibe als auch vom Innenraum aus sichtbar ist.

1,90 Meter Breite bei nur 4,43 m Länge und 1,25 Meter Höhe: Das sind die Proportionen eines Sportwagens. Der 2,65 m lange Radstand bietet Platz für die erstaunlich großzügige Kabine und den längs eingebauten Motor dahinter. Hinter den Türen wölbt sich zwischen Schweller und Dachpartie ein großflächiges Luftleitelement - das so genannte sideblade - das dem V8 Atem- und Kühlluft zuführt. Die Lackierung dieser sideblades ist auf die Grundfarbe abgestimmt.

Die Frontpartie wird geprägt vom Trapez des Audi Singleframe-Grills, den rechts und links zusätzliche große Lufteinlässe flankieren. Erstmals sind die vier Ringe auf der Fronthaube, oberhalb des Grills positioniert. An der Oberseite der Lufteinlässe schließen sich bündig die flachen Bänder der innovativen LED-Frontscheinwerfer mit ihrer Klarglasabdeckung an. Als erstes Serien-Automobil bietet der R8 auf Wunsch die Möglichkeit, den Hauptscheinwerfer mit allen Funktionen - Abblendlicht, Fernlicht, Tagfahrlicht und Blinker - in LED-Technologie zu ordern. LED steht für "Licht Emittierende Dioden" - eine Technik, die auf Basis einer deutlich verlängerten Lebensdauer gegenüber konventionellen Glühlampen etliche technologische Vorteile bietet. Weil sie weniger Bauraum benötigen als konventionelle Leuchtmittel, ermöglicht LED den Designern auch größere Freiheit bei der Gestaltung. Ein besonderer Blickfang ist die Gestaltung der betont dreidimensionalen Hauptscheinwerfer in LED-Technik. Die LED-Scheinwerfer werden optional ab Ende 2007 bestellbar sein.

Das Wechselspiel von konkaven und konvexen Linien konturiert das Heck beim Blick aus der seitlichen Perspektive. Unter der klar definierten Abrisskante findet sich eine flache vertikale Fläche, die seitlich von den Rückleuchten - auch in LED-Technik - eingefasst wird. Das Leuchtenband der dritten Bremsleuchte läuft nahezu über die komplette Dachbreite und bildet den Abschluss der transparenten Motorhaube . Diese ist ein weiteres optisches Highlight. Der Betrachter blickt direkt auf den V8, auf das Herz des Sportwagens. Optional ist die indirekte Motorraum­beleuchtung mittels weißer LEDs, die auch bei Dunkelheit einen Blick auf das Triebwerk ermöglicht.

In das Spiel mit dem Wind greift beim R8 ein automatisch ausfahrender Heckspoiler ein. Er unterstützt mit zusätzlichem Abtrieb die Ansaugwirkung, die durch die aerodynamische Gestaltung des Unterbodens und die Diffusoren erzeugt wird. Bei geringeren Geschwindigkeiten fährt der Heckspoiler wieder karosseriebündig ein.

Eine konsequent fahrerorientierte Cockpit-Architektur beherrscht den sportlichen Innenraum und integriert den Fahrer zwischen Schalttafel und hoher Mittel­konsole; das Instrumentenpaneel oberhalb der Mittelkonsole ist leicht zum Piloten hingeneigt. Typisch für den sportlichsten Audi ist das Lenkrad mit abgeflachter Unterseite, welches auch sportwagengerechtes Einsteigen ermöglicht. Form follows function : Diese Design-Devise setzt der Audi R8 konsequent um. Neben der fahrerorientierten Architektur, die sich auch in der Gestaltung der seitlichen Türbrüstung fortsetzt, bestimmt die Wahl der Materialien die funktionale Atmosphäre. Wie im Rennsportwagen R8 steht auch im Cockpit der Straßenversion bei der Gestaltung und Platzierung aller Elemente die Konzentration auf das Wesentliche im Mittelpunkt. Im Zentrum des Geschehens sitzt der Fahrer.

Die Sportsitze sind serienmäßig mit einer Leder/Alcantara-Kombination, auf Wunsch auch komplett mit Leder bezogen. Als Alternative lässt sich der R8 auch mit Schalensitzen ausstatten, die eigens von der quattro GmbH entwickelt wurden. Für die beiden Insassen gibt es ein hohes Maß an Raumkomfort - deutlich über das bei Hochleistungs-Sportwagen übliche Angebot hinaus. Hinter den Sitzen lassen sich größere Taschen oder sogar zwei Golfbags unterbringen; das vordere Gepäckabteil fasst 100 Liter. Der Individualisierung des Interieurs ist mit zahlreichen Ausstattungsvarianten und Applikationen in Klavierlackoptik oder Carbon Sigma kaum eine Grenze gesetzt.

Mit dem 420 PS starken, hochdrehenden Achtzylinder hat die Evolution der Benzindirekteinspritzung FSI einen neuen Höhepunkt erreicht. Auch diese Technologie feierte bereits im Rennwagen Audi R8 zahlreiche Erfolge. Zahlen belegen das eindrucksvolle Potenzial des Achtzylinders: Bei 7.800 1/min stellt der 4,2-Liter-Motor dem Fahrer 309 kW (420 PS) zur Verfügung. Das maximale Drehmoment beträgt 430 Newtonmeter, die von 4.500 bis 6.000 1/min anliegen. 90 Prozent des maximalen Drehmoments liegen in einem breiten Drehzahlband zwischen 3.500 und 7.600 l/min an. Der Achtzylinder stellt in nahezu allen Fahr­situationen ein Maximum an Vorschub bereit.

Auch die Fahrleistungen beeindrucken: In 4,6 Sekunden sprintet der R8 aus dem Stand auf 100 km/h. Die Höchst­geschwindigkeit liegt bei 301 km/h. Der Motor setzt auf das Hochdrehzahl-Prinzip. Die maximale Drehzahl liegt bei 8.250 l/min. Der Vorteil dieses Prinzips ist eine hohe Leistung im oberen Drehzahlbereich, die gleichmäßige Kraftentfaltung und das spontane Ansprech­verhalten über den gesamten Drehzahlbereich. Dazu kommen die hohe Agilität und Drehfreude sowie der Rennsportnahe Motorsound.

Zwei Getriebe stehen zur Wahl: eine manuelle 6-Gang-Schaltung oder optional das sequentielle Schaltgetriebe Audi R tronic . Auch bei dessen Betätigung mittels Joystick auf der Mittelkonsole und vor allem den lenkradfesten Schaltwippen kommt ein ergonomisches Konzept zum Einsatz, das aus dem Motorsport stammt und sich dort längst etabliert hat. Durch die "shift by wire"-Technologie werden sehr kurze Schaltzeiten und ein hervorragendes Leistungsgewicht bei gleichzeitig kompakter Baugröße des Getriebes möglich. Der Sportmodus garantiert mit schnellen Schaltvorgängen höchsten Fahrspaß. Zusätzlich ist ein Automatikmodus wählbar.

Selbstverständlich für einen so leistungsstarken Audi ist der permanente Allradantrieb , der die Leistung mittels Viscokupplung variabel an Vorder- und Hinterachse verteilt. Beim Audi R8 ist dabei die Auslegung des legendären quattro an die Mittelmotor-typische Achslastverteilung angepasst.

Für das Fahrwerk kommen Doppelquerlenker vorne und hinten aus Aluminium-Schmiedekomponenten zum Einsatz: Vorne sind sie oben und unten als Dreiecks­lenker ausgeführt. Hinten sorgen oben ein Dreieckslenker und unten ein Dreiecks­lenker mit Spurstange für die optimale Radführung - eine Geometrie, die sich als optimale Voraussetzung für Agilität, hohe Lenkpräzision und exakt definiertes Eigenlenkverhalten bewährt hat. Unterstützend sorgt eine direkt ausgelegte, hydraulische Zahnstangenlenkung für optimale Rückmeldung.

Die Feder-/Dämpferkennung ist zugunsten höchster Fahrdynamik straff gewählt, bietet aber dennoch ein erstaunliches Maß an Komfort. Dies gilt besonders, wenn alternativ zu den serienmäßigen Gasdruckstoßdämpfern das adaptive Dämpfersystem Audi magnetic ride gewählt wird. Der Grund: Bei diesen Stoßdämpfern kommt eine innovative Technologie zum Einsatz. Statt des herkömmlichen Dämpferöls wird hier ein magnetorheologisches Fluid verwendet, eine Flüssigkeit, deren Viskosität über ein elektromagnetisches Feld beeinflussbar ist. Durch diesen Effekt lässt sich die Dämpferkennlinie durch das Anlegen einer Spannung an den Elektromagneten jederzeit und blitzschnell elektronisch beeinflussen. Diese Eigenschaft nutzt Audi magnetic ride, in jeder Fahrsituation die richtigen Dämpfungskräfte zur Verfügung zu stellen und so Fahrkomfort und Fahrdynamik zu optimieren. Welche Fahrsituation vorliegt, entscheidet ein Rechner mit Sensorik im Millisekundenbereich. Über einen Schalter im Cockpit kann der Fahrer zwischen zwei Fahrprogrammen wählen, je nachdem, ob er eher sehr sportlich - mit niedriger Viskosität des magnetorheologischen Fluids - oder mit stärkerer Betonung des Fahrkomforts fahren will.

Der Audi R8 rollt serienmäßig auf 18-Zoll-Rädern im 6-Arm-Design und ist optional mit 19-Zoll-Rädern bestellbar. Die Bereifung im Format 235/40 vorne und 285/35 hinten sorgt für die nötige Bodenhaftung des Boliden. Eine Dimension, die auch dafür sorgt, dass der Mittelmotor-Sportwagen die dynamischen Talente von Antrieb und Fahrwerk stets in optimalen Grip und ein Höchstmaß an Querdynamik verwandelt. Für ein hohes Maß an Stabilität sorgen dabei der lange Radstand und der extrem niedrige Schwerpunkt des Mittelmotor-Sportwagens. So ist ein Fahrverhalten möglich, das feinnervige Reaktionen auf jeden Befehl des Fahrers und Fahrsicherheit zugleich bietet.

Schon die Serienausstattung des Audi R8 wird den hohen Ansprüchen der Kunden in diesem Segment gerecht. Xenon plus-Licht, Heckleuchten und Tagfahrlicht in LED-Technologie, 18-Zoll-Aluminiumräder, Radio mit 7-Zoll-Bildschirm, Diebstahlwarnanlage und Leder-/Alcantara-Interieur sowie ein Acoustic Parking System vorne und hinten sind nur einige Positionen der langen Liste der Serienumfänge. 

Die Sonderausstattungen lassen dann in keinem Bereich mehr Wünsche offen. Ein Soundsystem von Bang & Olufsen bietet mit 465 Watt Verstärkerleistung und 12 eigens gestalteten Lautsprechern Surround Sound auf höchstem Niveau. Eine mikrofonbasierte Fahrgeräuschkompensation passt den Klang auch bei wechselnden Straßenverhältnissen und Geschwindigkeiten an.  Das Radionavigationssystem plus mit großem Farbmonitor und MMI-Tastatur verbindet Funktionsvielfalt und einfache Bedienbarkeit. Mehrere aufeinander abgestimmte und ideal kombinierbare Design- und Lederpakete verwandeln auf Wunsch jeden R8 in ein individuelles Wunschfahrzeug. Lieferbar sind auch 19-Zoll Leichtmetall-Felgen im 5-Doppelspeichen Design bereift im Format 235/35 vorne und 295/30 hinten. Insgesamt acht Außenfarben von Ibisweiß bis Phantomschwarz Perleffekt stehen zur Wahl.

Der Audi R8 entsteht als Kleinserie in einer eigenen, neu errichteten Produktions­halle im Audi-Werk Neckarsulm. Die Fertigung ist von der Rohkarosseriebau bis zur Endmontage wie in einer Manufaktur organisiert. Kleine Spezialistenteams betreuen jeden Schritt der Produktion und überwachen intensiv die Qualität jeder Komponente und jedes Bauteils. Pro Tag werden maximal 15 Fahrzeuge gefertigt.

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