Der neue BMW 1er 3-Türer - Fahrbericht

Ein Jahr nach dem 5-Türer kommt im September 2012 nun auch die 3-türige Version der BMW 1er-Reihe auf den Markt. Wir konnten das neue Topmodell, den M 135i, schon fahren.

Als zweite Karosserievariante bringt BMW die 1er-Reihe nun als 3-Türer auf den Markt. Ab 22. September 2012 wird das neue Modell beim Händler stehen und die ganze Modellreihe mit einem neuen Einstiegs- und Topmodell erweitern.

Der BMW 114i wird als neue Einstiegsmotorisierung mit 102 PS (75 kW) fungieren, neues Topmodell ist der M 135i, der mit seinen 320 PS (235 kW) für ordentlich Fahrfreude sorgt.

Durch den Wegfall der hinteren Türen wirkt der BMW 1er 3-Türer noch dynamischer als sein praktischerer Bruder. Die fließenden Linien der Seitenansicht verliehen dem 1er 3-Türer eine besonders gestreckte Anmutung, die vor allem bei den sportlichen Versionen noch besser zur Geltung kommt.

Der Zugang zum Fond wird durch breite Türen zwar erleichtert, wird aber trotzdem nur gelenkigen Personen Freude bereiten. Die Kunden haben dafür bei der Rückbankgestaltung die Wahl, ob der 1er 3-Türer als 4- oder 5-Sitzer ausgelegt werden soll.

Wie schon beim 5-Türer gibt es auch beim 3-Türer zwei verschiedene Design-Linien, die Sport-Line und die Urban-Line. Zudem steht auch das M Sportpaket zur Verfügung, welches den kleinen BMW auch in den schwächeren Motorisierungen optisch an den M 135i heran führt.

Zum Start im September wird es den 1er 3-Türer mit Benzinmotor als 114i mit 102 PS (75 kW), als 116i mit 136 PS (100 kW), als 125i mit 218 PS (160 kW) und als M 135i mit 320 PS (235 kW) geben.

Wer sich für einen Diesel entscheidet, kann zwischen dem 116d mit 116 PS (85 kW), dem 118d mit 143 PS (103 kW) und dem 125d mit 218 PS (160 kW) wählen.

Ab November wird die Palette noch um den 118i mit 170 PS (125 kW) und den 120d mit 184 PS (135 kW) erweitert. Zudem wird es ab diesem Zeitpunkt auch den xDrive Allradantrieb für den 120d und den M 135i geben.

Im Rahmen einer Testfahrt hatten wir schon die Möglichkeit, das neue Topmodell der 1er Reihe, den M 135i, zu erfahren. Der im typischen BMW-M-Blau gehaltene Kompaktwagen zeigt schon auf den ersten Blick, dass es sich um eine besondere Version der 1er-Reihe handelt.

Die geänderte Front- und Heckschürze verleiht dem Auto noch mehr Dynamik, und auch der Innenraum ist ganz auf Sport getrimmt und wird von blauen Designstreifen und Stoffmustern geprägt.

Man nimmt dabei auf den vorzüglichen M-Sportsitzen Platz, die sehr bequem sind, aber auch perfekten Seitenhalt bieten. Das Highlight des M 135i ist aber zweifelsfrei sein 3,0 Liter Reihensechszylinder-Motor, der mit einer Leistung von 320 PS (235 kW) aufwarten kann.

Drückt man den Startknopf, verwöhnt ein herrlich sonorer Motorsound die Ohren der Passagiere, der sich beim Druck aufs Gaspedal in seiner Faszination noch ordentlich steigern lässt.

Beim M 135i hat man die Wahl zwischen dem manuellen 6-Gang-Getriebe oder der 8-Gang-Automatik mit sportlicher Auslegung. In unserem Testfahrzeug war zum Glück die Automatik verbaut, die für einen noch flotteren Sprint, aber einen geringeren Verbrauch sorgt.

Mit der Automatik-Version wird man in nur 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h befördert, der Handschalter braucht mit 5,1 Sekunden um 0,2 Sekunden länger.

Zudem ist die Automatik-Version mit 7,5 Liter auch um 0,5 Liter sparsamer unterwegs, die Schaltvorgänge erfolgen zudem so schnell und sanft, dass man dies manuell keinesfalls besser hinbekommen würde, womit die Automatik die erste Wahl sein sollte.

Sein maximales Drehmoment von 450 Nm erreicht der Motor zwischen 1300 und 4500 U/Min. Diese enorme Kraft spürt man bei jedem Tritt aufs Gaspedal aufs Neue. Egal, ob aus dem Stand, aus Tempo 50 oder Tempo 150 heraus, der M 135i hat immer genug Kraft zur Verfügung.

Auf deutschen Autobahnen konnten wir die ganze Kraft ausschöpfen und haben problemlos die vom Werk angegebene Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht. Der M 135i liegt dabei noch immer äußerst satt auf der Straße, und die Hochleistungsbremsanlage sorgt für eine der Leistung entsprechend gute Verzögerung.

Selbst in äußerst flott gefahrenen Kurven klebt der M 135i förmlich auf der Straße, zumindest so lange diese trocken ist. So viel Fahrspaß hat aber natürlich auch seinen Preis, im Falle des M 135i sind es 47.950 Euro, die nötig sind, um ein Exemplar in seiner Garage stehen zu haben.

Wesentlich erschwinglicher ist der neue Start in die Welt der BMW 1er-Reihe - der 114i wird ab September bereits um 23.100 Euro erhältlich sein.

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