Die neue BMW 5er Reihe - Modell 2010

Schick, sportlich, bayrisch - zahlreiche Komfort- und Sicherheitsfeatures stammen aus dem 7er

Die Karten beim Wettbewerb in der oberen Mittelklasse werden neu gemischt. Ab März 2010 tritt die BMW 5er-Reihe an, die Vormachtstellung der kürzlich erneuerten Mercedes-Benz E-Klasse zu brechen. Helfen sollen dabei ein gegenüber dem Vorgänger deutlich gefälligeres Design sowie sparsamere Motoren.

Stilistisches Vorbild der neuen Businesslimousine ist der große Bruder aus der Oberklasse, der im Herbst 2008 vorgestellte BMW 7er. Die von ihm übernommenen klassischen Proportionen und harmonischen Linien dürften deutlich weniger polarisieren als beim noch von Ex-Designchef Chris Bangle gestalteten Vorgänger mit seiner wuchtigen Heckansicht und den geflügelten Scheinwerfern. Beim Antrieb setzt der Münchner auf Downsizing. An Stelle des 4,0-Liter-V8-Benziners etwa kommt künftig der aus der 3er-Reihe bekannte aufgeladene 3,0-Liter-V6-Motor zum Einsatz, der bei identischer Leistung von 225 kW / 306 PS deutlich weniger Kraftstoff verbrauchen soll. Der 4,8-Liter-V8-Motor wird durch den 4,4-Liter-Biturbo-V8-Motor aus dem BMW 7er ersetzt, der dort 300 kW / 407 PS leistet. Auf Dieselseite ersetzt der Vierzylinder-Biturbo-Diesel mit 204 PS aus dem BMW 1er den bisherigen V6-Diesel.

Darüber hinaus werden die bekannten Vierzylinder-Triebwerke überarbeitet und mit einer Start-Stopp-Automatik zur Verbrauchssenkung kombiniert. Später sollen zudem aufgeladene Vierzylinder-Benziner die V6-Saugmotoren ersetzen. Eine Hybridversion ist in Arbeit. Auch bei der Sicherheitstechnik bedient sich der neue BMW 5er beim Flaggschiff der Münchner. Unter anderem wird der Verkehrszeichendetektor übernommen und der Tempomat mit Auffahrwarner wandert eine Klasse tiefer. Preise stehen noch nicht fest, dürften aber etwas über dem Niveau des Vorgängers liegen und bei knapp über 40.000 Euro starten. So gerüstet soll der Bayer die Absatzlücke zu seinem schwäbischen Konkurrenten auf dem deutschen Markt schließen. Doch beiden Modellen droht bald neue Konkurrenz: Im Herbst 2010 will dann auch Audi seinen oberen Mittelklässler A6 überarbeiten.

mid/hh

Kommentare