BMW Innovationen der Zukunft - Teil 3

Im letzten Teil dreht sich alles ums Thema Spritsparen und wie Grüne Assistenten, Eco-Modi, sowie der Segelmodus bei diesem Unterfangen helfen.

Der Grüne Assistent

Für alle, denen die normalen Routenoptionen "schnell" oder "kurz" nicht genug waren, gibt es mit dem "Green Driving Assistant" nunmehr eine weitere Möglichkeit, die Führungsparameter des Navigationssystems zu beeinflussen. In diesem Ökomodus wird die Streckenführung nach ökonomischen Gesichtspunkten gewählt. Hierbei wird unter Umständen ein Zeitverlust in Kauf genommen, dem gegenüber aber das Einsparpotenzial in Litern Treibstoff gestellt. Man kann sich also bereits vor Fahrtantritt entscheiden, ob man lieber 20 Minuten früher am Ziel ist oder doch zwei Liter Treibstoff spart. Um das Sparen für den Fahrer ein wenig schmackhafter zu gestalten, kann auf der Navigationskarte der jeweilige Aktionsradius des Tanks eingeblendet werden. Im Green-Mode ist dieser sichtbar weiter ausgeprägt und von daher alleine aus finanzieller Sicht bereits hochinteressant.

Schwere Zeiten für den Bleifuß

Bmw innovation days 11(Bildquelle: BMW)

Ein weiteres Feature ist der Eco-Mode, der zusätzlich zu den bisher aus 5er und 7er bekannten Comfort, Normal, Sport und Sport+ Modi aufrufbar ist. Wer sich dazu durchringt und seinen dynamischen BMW in diesen Selbstkasteiungsmodus zwingt, wird vor allem mit einer deutlich lethargischen Gaspedalkennlinie und frühen Schaltpunkten überrascht. Als hätte man dem getesteten 535i drei seiner sechs Zylinder und dazu noch den Turbo geraubt, bewegt sich das Auto nur noch mühsam von der Stelle. Um den Fahrer dennoch bei Laune zu halten, werden für sanftes und vorausschauendes und damit ökonomisches Fahren virtuelle Sterne in unterschiedlichen Disziplinen vergeben. Darüber hinaus klärt eine Reichweitenanzeige auf, wie viele Kilometer durch das Öko-Fahren zusätzlich pro Tank gewonnen wurden. Beim Mini kann bereits jetzt schon das iPhone mit der "Minimalism"-App gefüttert werden. Dieses nimmt per USB-Anschluss Kontakt mit dem Bordcomputer auf und stellt auf spielerische Art und Weise das Spritsparpotenzial mit Hilfe von Goldfischen und kleinen Zwergen dar. Nach erfolgreicher Spar-Fahrt kann das Ergebnis über Social-Networks mit Bekannten geteilt und diskutiert werden. Während früher also die Hausstrecke möglichst flott durchfahren werden musste, wird es bald zum Sport werden, möglichst viele Spar-Sterne zu erhaschen. Immerhin ist durch die spielerische Erziehung des Fahrers bis zu 20 % Einsparungspotenzial zu erreichen.

Ahoi Kapitän! Segeln für alle

Eine eindrucksvolle Technik verbirgt sich hinter den Begriffen "Segeln" und "Vorrausschauassistent": Beim Segeln wird bei Geschwindigkeiten über 50 km/h im Schubbetrieb der Antriebsstrang vom Motor getrennt. Somit kann das Auto über weite Strecken möglichst verlustfrei rollen. Tritt der Fahrer auf die Bremse, wird sofort wieder eingekuppelt und die Motorbremsfunktion kann wie gewohnt genutzt werden. Erst im Gespann mit dem Vorausschauassistent ergibt sich besonderes Einsparpotenzial. Durch die Vernetzung von Navigations- und Verkehrsdaten wird rechtzeitig, zum Beispiel ein paar hundert Meter vor Ortsbeginn, bereits der Hinweis eingeblendet, dass der Fahrer doch bitte vom Gas gehen und zum nächsten Ort hinsegeln soll. Dies ist wesentlich ökonomischer, als mit 100 km/h heranzurauschen und die Energie dann beim Ortsschild durch scharfes Bremsen in Wärme verpuffen zu lassen. Auf der 40 Kilometer langen Teststrecke über Landstraßen und durch kleinere Orte konnte so über 14 Kilometer weit "gesegelt" und damit ein nicht unerhebliches Sparpotenzial gehoben werden.

Ganz ohne das Gefühl, geschulmeistert oder bevormundet zu werden. So sieht die Zukunft aus, wie wir sie uns wünschen! Den ersten und zweiten Teil des Artikels zu den BMW Innovation Days finden Sie hier.