BMW startet mit neuer Submarke "BMW i"

Mit "BMW i" bringt BMW ab 2013 eine neue Submarke auf den Markt und läutet eine neue Ära der individuellen Mobilität ein.

BMW will eine neue Ära der individuellen Mobilität einläuten. Dazu schufen die Bayern eine neue Submarke, die gestern in München vorgestellt wurde. "BMW i", so der Name des Neulings, steht für nachhaltige Mobilitätslösungen und für "eine neue Art von Premiummobilität", wie BMWs Marketing- und Vertriebsvorstand Ian Robertson betonte. Mit BMW i - born electric - will man seine Position "als innovativster und nachhaltigster Automobilhersteller" stärken. Angekündigt wird ein revolutionärer Ansatz bei Produkten und Dienstleistungen: Alle seien "maßgeschneidert für nachhaltige Mobilität mit Premiumanspruch".

Den Anfang unter neuem Namen machen der BMW i3 und der BMW i8, die ab 2013 unter neuer Markenflagge segeln. Um auch das Angebot an Mobilitätsdienstleistungen kräftig auszubauen, hat die BMW Group die Beteiligungsgesellschaft BMW i Ventures gegründet, die mit bis zu 100 Millionen US-Dollar ausgestattet wird.

Zur Markenwelt von BMW i gehören Fahrzeuge und Services, die seit 2007 im Rahmen von project i, einem Think Tank der BMW Group für nachhaltige Mobilitätslösungen, entwickelt werden. BMW reagiert damit nach eigenem Bekunden auf neue Kundenbedürfnisse, denn die Nachfrage nach alternativen Antriebsformen wie E-Antrieb oder Hybriden nehme zu. Man will Menschen ein Angebot machen, die in Megastädten nach Angeboten suchen, welche die Vorteile verschiedener Mobilitätsformen intelligent kombinieren.

Der BMW i3, bisher als Megacity Vehicle bekannt, wird das erste rein elektrisch angetriebene Serienautomobil der BMW Group für das urbane Umfeld. Der i8 basiert auf der Konzeptstudie BMW Vision EfficientDynamics. Sein Plug-In-Hybridantrieb soll die Fahrleistungen eines Hochleistungssportlers mit dem Verbrauch und dem Emissionsniveau eines Kleinwagens kombinieren. Beide Fahrzeuge basieren auf der LifeDrive Architektur. Dabei beherbergt ein Alu-Chassis den Antriebsstrang, und die aufgesetzte Fahrgastzelle besteht in beiden Autos aus hochfestem und extrem leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Mit der innovativen Architektur und dem Einsatz von CFK werde das Mehrgewicht der Batterien "praktisch vollständig" kompensiert, so Entwicklungsvorstand Klaus Draeger.

Ebenso wie der BMW i3 wird auch der i8 im BMW-Werk Leipzig produziert. Dazu steckt der Autobauer bis 2013 rund 400 Millionen Euro in neue Gebäude und Anlagen und schafft rund 800 neue Arbeitsplätze. Synergien verspricht man sich in München nicht nur in der Produktion, sondern auch durch die Verwendung desselben Komponentenbaukastens für E-Maschinen, Leistungselektroniken und Lithium-Ionen-Hochvoltspeicher.

Zu BMW i gehört künftig auch ein zusätzliches Angebot von Mobilitätsdienstleistungen, die sich unabhängig vom Fahrzeug nutzen lassen. Damit soll langfristig ein neues, profitables Geschäftsfeld entstehen, das neue Kunden an die Marken des Hauses herangeführt. Dazu Ian Robertson: "Die Mobilitätsbedürfnisse in den schnell wachsenden Megacities verändern sich. Wir werden unser bestehendes Engagement bei fahrzeuggebundenen Dienstleistungen, die wir unter BMW ConnectedDrive anbieten, mit BMW i deutlich erweitern." Als "echtes Novum" werden fahrzeugunabhängige Mobilitätsdienstleistungen angekündigt. BMW will Mobilitätslösungen "maßgeschneidert" anbieten und setzt auf die perfekte Kombination aus Premiumfahrzeugen und ebensolchen Dienstleistungen. Dazu gehören Lösungen zur besseren Nutzung vorhandenen Parkraums, intelligente Navis mit ortsabhängigem Informationsangebot, intermodale Routenplanung sowie Premium Carsharing.

Das New Yorker Unternehmen My City Way ist das erste Unternehmen, an dem sich BMW i Ventures beteiligt. Robertson: "My City Way ist eine Mobile App, die für mehr als 40 Städte in den USA Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln, verfügbaren Parkplätzen und lokalen Unterhaltungsangeboten anbietet. Weitere 40 Städte, darunter auch München, werden im Zuge einer globalen Markteinführung folgen."

auto-reporter.net/arie

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