100 Jahre Chevrolet - Teil 3

Im dritten und lezten Teil unserer Serie "100 Jahre Chevrolet" erfahren Sie alles über die Zeit von 1980 bis zu den aktuellen Plänen für die Zukunft.

Nach der Ölkrise machte sich Chevrolet Anfang der 1980er Jahre daran, die Modellpalette zu erneuern. Alles war von da an eine Nummer kleiner, aber dafür zeitgemäßer. So folgte dem großen Chevrolet Blazer der kleine Blazer S10, und auch die Chevette bekam mit dem Chavalier einen beliebteren Nachfolger. Der Chavalier war viele Jahre eines der beliebtesten Chevrolet-Modelle, es hat ihn auch als Limousine, Coupe und Cabrio gegeben. Sein Nachfolger, der Cobalt, hat noch immer die Gene des Chavalier unter dem Blechkleid.

Mit der Einführung der neuen, kleineren Modelle kehrte wieder etwas Ruhe im Hause Chevrolet ein. Doch der Erfolg der neuen Reihe und der beginnende SUV-Boom, der von Chevrolet mit einer Vielzahl an Modellen begleitet wurde, ließen die Manager zu sehr in Feierlaune geraten, und so verschliefen diese wieder die Entwicklung der Konkurrenz, ohne passende Modelle parat zu haben.

Die nächste Krise war somit vor der Türe. Während die Japaner mit immer moderneren Modellen punkten konnten, brachte Chevrolet nur facegeliftete Modelle mit alter Technik auf den Markt. Als Lexus und Co. schon auf moderne 6-Zylinder und Hybrid-Technik setzten, hielt man bei Chevrolet noch an den benzinfressenden, alten V8-Weiterentwicklungen aus den 50er-Jahren fest.

Erst als es fast zu spät war, erkannte man die Notwendigkeit neuer Modelle und Technologien und setzte alles daran, die Marke Chevrolet wieder auf jene Höhe zu bekommen, wo sie einmal war. Man setzte wieder auf Design, neue Technik und auch auf Hybrid-Modelle, wie den Tahoe Hybrid oder Malibu Hybrid.

Im Jahr 2005 kam Chevrolet auch wieder als Marke nach Europa, nachdem Daewoo in Chevrolet umbenannt wurde. Zwar waren die ersten Modelle in Europa noch Daewoo-Modelle mit Chevrolet-Label, jedoch mit dem Cruze kam erstmals auch ein neu entwickeltes Modell der Marke auf den Markt, das sowohl in Europa als auch in den USA erhältlich ist. Der Captiva war zwar schon früher am Markt, teilt sich aber nur die Plattform mit dem US-Modell Equinox. Im Jahr 2011 folgen mit dem Orlando, Camaro und Volt gleich drei weitere Modelle, die zuerst in den USA und danach auch in Europa erhältlich sind.

Das Jahr 2010 hat Chevrolet in Europa einen Rekordmarktanteil von 2,5 Prozent beschert, und auch in den USA läuft das Geschäft wieder prächtig. Die neuen Modelle können mit der japanischen Konkurrenz durchaus mithalten, und die globale Strategie lässt zumindest derzeit hoffen, dass es Chevrolet auch noch in 100 Jahren geben wird. Bis dahin aber mal ein aktuelles "Happy Birthday" und "Danke Chevrolet", - unsere Straßen hätten viele automobile Highlights nicht gesehen, hätte Louis Chevrolet vor 100 Jahren nicht die Marke gegründet.

100 Jahre Chevrolet - Teil 1
100 Jahre Chevrolet - Teil 2

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