Ab 2016 auch in Europa: Der neue Chevrolet Camaro

Die sechste Generation des Chevrolet Camaro wurde auf acht Rennstrecken rund um die Welt und der deutschen Autobahn getestet und abgestimmt.

Er bietet bessere Leistung und Technologie sowie mehr Raffinesse, wenn er ab Frühjahr/Sommer 2016 als LT- und als V8-Modell auch in Europa erhältlich sein wird. Dann werden auch Preise und endgültige technischen Spezifikationen veröffentlicht. Die Karosserie des Camaro ist muskulöser ausgeformt - dadurch wirkt das Coupé niedriger und breiter als zuvor, obwohl sich die Karosserieabmessungen gegenüber dem Vorgängermodell kaum geändert haben.

In seiner sechsten Auflage soll der Camaro noch mehr Geschwindigkeit und Agilität bieten, ermöglicht durch eine komplett neue, leichtere Architektur und ein breiteres Antriebssortiment. Serienmotor im Camaro LT ist ein neu entwickeltes Turboaggregat mit 2,0 Litern Hubraum, das nach SAE-Zertifizierung 275 PS / 205 kW Leistung und ein Drehmoment von 400 Nm zwischen 3000-4500/min entfaltet - 90 Prozent des Spitzendrehmoments sollen schon bei 2100-3000/min bereit stehen.

Der neue 2,0-Liter-Turbomotor wird den Sprint von 0 auf 100 km/h voraussichtlich in sechs Sekunden bewältigen und auf der Autobahn nach Schätzungen von GM einen Kraftstoffverbrauch von unter acht Liter/100 km aufweisen. Damit macht er das Fahrzeug zum effizientesten Camaro, den es je gab.

Der LT1 V8-Motor mit 6,2 l Hubraum kommt nach SAE-Zertifizierung auf eine Leistung von 455 PS / 339 kW und ein Drehmoment von 617 Nm. Damit macht er das Fahrzeug zum stärksten Camaro V8, den es jemals offiziell in Europa gab. Sowohl 2,0-l-Turbo als auch V8 sind an eine Achtgang-Automatik gekoppelt; für den V8 ist auch ein Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich.

Das Coupé wurde je nach Ausführung um mindestens 90 kg leichter und agiler. Erstmals ist für den Camaro V8 auch die aktive Fahrwerksabstimmung Magnetic Ride Control erhältlich, die bisher Corvette- und Cadillac-Modellen vorbehalten war. Diese aktive Fahrwerksabstimmung erfasst bis zu 1000 Mal in der Sekunde Straßen- und Fahrbedingungen und stellt die Dämpfer elektrisch mittels Metallpartikeln in der Hydraulikflüssigkeit entsprechend ein.

Der neue Fahrmodusschalter ermöglicht die Anpassung von bis zu acht Fahrzeugeigenschaften in den vier Modi Snow/Ice, Tour, Sport und bei V8-Modellen Track. Die europäischen Versionen, die mit dem serienmäßigen Audiosystem von Bose ausgestattet sind, verfügen auch über einen Motorsound-Verstärker, der den Klang des 2,0-Liter-Turbomotors zur Entfaltung bringt. Dieses System ist vom Fahrer abschaltbar - etwa kurz vor dem eigenen Haus in der verkehrsberuhigten Zone.

Der komplett überarbeitete Innenraum bietet eine auf den Schalthebel zentrierte Mittelkonsole, selbsterklärende Bedienelemente, ein unten abgeflachtes Lenkrad und rundum höherwertige Materialien. Die Ringe um die Lüftungsdüsen dienen zugleich zur Regulierung von Temperatur und Gebläse, so dass herkömmliche Bedienelemente überflüssig werden.

Für Glamour sorgt eine Innenraumbeleuchtung mit 24 verschiedenen Lichteffekten auf Instrumententafel, Türverkleidungen und Mittelkonsole. Ein Kombiinstrument vermittelt die wichtigsten Leistungsdaten über Analoginstrumente. Auf Wunsch ist jedoch auch ein mittig angebrachtes, hochauflösendes 8-Zoll-Display erhältlich, das sich konfigurieren lässt und so wahlweise Zusatzinformationen zu Navigation, Leistung und Infotainment-Funktionen anzeigen kann. Ein weiteres 8-Zoll-Display ist in die Mitte der Instrumententafel eingelassen und dient als Schnittstelle für das GM-MyLink-System.

Der Camaro verfügt über eine neue Mehrlenker-Vorderradaufhängung mit MacPherson-Federbeinen; auch die neue Fünflenker-Einzelradaufhängung an der Hinterachse sorgt für präziseres Fahrgefühl. Europäisch portioniert ist auch die Bremsanlage: Der Camaro LT wird von 320 mm großen Bremsscheiben an der Vorderachse mit Vier-Kolben-Bremssätteln und 315 mm großen Bremsscheiben an der Hinterachse mit Ein-Kolben-Schwimmsätteln wirksam verzögert.

Beim Camaro V8 kommen auf Gewicht und Leistung des Fahrzeugs abgestimmte Brembo-Bremsen zum Einsatz. An der Vorderachse sind 345 mm große Bremsscheiben mit Vier-Kolben-Festsätteln und an der Hinterachse 338 mm große Bremsscheiben mit Vier-Kolben-Festsätteln verbaut. Ganz amerikansich ist dann wieder die Begründung für eine elektronische Parkbremse anstelle eines mechanischen Handbremsgriffs: "Dadurch konnten die Getränkehalter günstiger angeordnet werden".

dpp-autoreporter/wpr

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