Citroen C4 Cactus - Fahrbericht

Der Citroen C4 Cactus sticht mit innovativem Design und ebensolchen Lösungen aus der breiten Masse hervor. Wir konnten schon eine erste Testrunde drehen.

Mit dem C4 Cactus bringt Citroen eine neue Modellreihe, die mit vielen Innovationen und einem mutigen Design überrascht. Die Reduktion auf das Notwendigste lässt dabei wieder Tugenden zum Vorschein kommen, die viele Kunden an der berühmten "Ente", dem Citroen 2CV, geliebt haben.

Das Design ist sehr eigenständig, und der C4 Cactus wirkt mit seinem Offroad-Look äußerst robust, was er auch dank der neuen "Airbump"-Anbauteile ist. Die nachgebende Oberfläche aus TPU (Thermo Plastic Urethan) verfügt über Luftkapseln als Aufpralldämpfer, wodurch kleine Rempler und Türkanten unvorsichtiger Parknachbarn ihren Schrecken verlieren sollen.

Auch wenn der C4 Cactus der Modellbezeichnung der C4-Familien zuzuordnen ist, stammt die Plattform vom kleineren C3. Daher rührt auch die Länge von übersichtlichen 416 cm, wobei der originelle Citroen durch sein robustes Auftreten wesentlich größer wirkt.

Im Innenraum wurde die konsequente Reduktion auf das Notwendigste fortgesetzt, und der Arbeitsplatz präsentiert sich äußerst übersichtlich. Ein Digitaltacho mit wenigen Zusatzanzeigen und ein 7" großes Touchscreen-Display in der Mittelkonsole reichen, um alle notwendigen Dinge abzulesen und zu bedienen. Über das 7"-Display werden Radio, Navigation und Klimasteuerung geregelt, und es bleiben nur sehr wenig Knöpfe übrig.

Das Design der Armaturenlandschaft und Türverkleidungen ist ebenfalls sehr eigenständig und bietet einen äußerst wohnlichen Charakter. Die Stoffe der Sitze und der breiten und bequemen Mittelarmlehne haben bei einer ersten Ausfahrt sehr gut gefallen. Die weiche Polsterung in Kombination mit der etwas kurzen Schenkelauflage ist aber sicher nicht für jeden Kunden ideal. Das Platzangebot ist recht ordentlich, und auch der Kofferraum kann sich mit 348 bis 1.446 Liter Volumen sehen lassen.

Wegrationalisiert wurden auch eine rechte Lüftungsdüse für den Beifahrer und die Möglichkeit, die hinteren Scheiben zu versenken, was aber als konsequente Umsetzung der Idee gewertet werden kann.

Bei der Motorisierung kann man zwischen zwei Benzin- und zwei Diesel-Aggregaten wählen. Die Leistung der Benziner liegt bei 82 PS (60 kW) oder 110 PS (81 kW), die Diesel sind mit 92 PS (68 kW) oder 100 PS (73 kW) erhältlich.

Für eine erste Ausfahrt haben wir den 92 PS starken e-HDI in Kombination mit dem automatisierten Getriebe ETG 6 gewählt. Der Fahrmodus wird dabei via Knopfdruck in der Mittelkonsole gewählt, was ein ganz neuer Lösungsansatz in dieser Klasse ist.

Die Leistung ist mit 92 PS völlig ausreichend. Bei 1.750 U/Min erreicht das Triebwerk sein maximales Drehmoment von 230 Nm, und man sprintet in 12,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 km/h. Der Verbrauch soll bei nur 3,6 Liter pro 100 Kilometer liegen, der CO2-Ausstoß bei 94 g/km.

Das automatisierte 6-Gang-Getriebe passt dabei sehr gut zum komfortablen Charakter des C4 Cactus, und die Schaltvorgänge sind schon wesentlich sanfter als bei den letzten Modellen. Im Stadtbetrieb ist es im Innenraum auch sehr leise, was zur ganz auf Komfort ausgerichteten Auslegung des Fahrzeugs passt. Federung und Fahrwerk sind nämlich ebenfalls ganz auf Komfort getrimmt.

Preislich startet der Citroen C4 Cactus bei 13.490 Euro in der Ausstattungslinie "Live", zur Wahl stehen zudem noch die Linien "Feel" und "Shine".

Der Citroen C4 Cactus hebt sich auf jeden Fall wohltuend von der Konkurrenz ab und bietet viel Komfort zum günstigen Preis.

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