Groupe PSA im ersten Halbjahr 2019 mit mehr Gewinn

Trotz Umsatzminus von 0,7 Prozent konnte die Groupe PSA ihre Profitabilität im ersten Halbjahr steigern.

Der Konzernumsatz belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 38,34 Milliarden Euro, ein Rückgang um 0,7 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im Automobilgeschäft betrug dabei 30,378 Milliarden Euro. Das sind 1,1 % weniger als in den ersten sechs Monaten 2018. Wesentliche Faktoren waren Produktmix (+2,9 %) und Preis (+1,3 %), die teilweise den Rückgang bei Verkäufen an Partner (-2,2 %), negative Auswirkungen durch Wechselkurse (-0,8 %), Volumen und Ländermix (-1,4 %) sowie sonstige Effekte (-0,9 %) kompensieren konnten.

Das wiederkehrende operative Ergebnis des Konzerns belief sich auf 3,338 Milliarden Euro (+10,6 %). Dabei stieg der wiederkehrende operative Gewinn im Automobilgeschäft um 12,6 % auf 2,657 Milliarden Euro. Trotz Belastungen durch Wechselkurseffekte wurde dank Verbesserungen beim Produktmix sowie Kostenreduzierungen eine starke Marge von 8,7 % erreicht. Die wiederkehrende operative Marge auf Konzern-Ebene von 8,7 % ist eine Verbesserung um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Das nicht-wiederkehrende operative Konzern-Ergebnis und Ausgaben hatten einen negativen Effekt von -847 Millionen Euro verglichen mit -750 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2018. Die Nettofinanzausgaben des Konzerns sanken auf -166 Millionen Euro im Vergleich zu -218 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte 2018. Das konsolidierte Nettoergebnis lag bei 2,048 Milliarden Euro, ein Anstieg von 335 Millionen Euro im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Der Nettogewinn (Konzernanteil), erreichte 1,832 Milliarden Euro, ein Anstieg um 351 Millionen Euro.

Die Banque PSA Finance erzielte ein wiederkehrendes operatives Ergebnis von 513 Millionen Euro, ein Plus von 0,6 %. Das wiederkehrende operative Ergebnis von Faurecia lag bei 634 Millionen Euro, ein Rückgang um 1,2 %. Der Free Cashflow der Produktions- und Vertriebsgesellschaften lag bei 1,599 Milliarden Euro, 2,287 Milliarden Euro entfielen auf das Automobilgeschäft. Die Bestände, inklusive denen von unabhängigen Händlern und Importeuren, lagen am 30. Juni 2019 insgesamt bei 659.000 Fahrzeugen und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Nettofinanzposition der Produktions- und Vertriebsgesellschaften erreichte zum 30. Juni 7,906 Milliarden Euro (nach IFRS 16 Effekt und der Übernahme von Clarion durch Faurecia).

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet der PSA-Konzern einen Rückgang auf den Automobilmärkten in Europa (-1 %), Lateinamerika (-4 %) und China (-7 %) sowie ein Wachstum in Russland (+3 %). Die Groupe PSA hat sich das Ziel gesetzt, im Zeitraum 2019-2021 durchschnittlich mehr als 4,5 % wiederkehrende operative Marge im Automobilgeschäft6 zu erwirtschaften.