Fahrbericht: Abarth 595 und 124 Spider

Abarth startet dieses Jahr gleich mit zwei neuen Modellreihen. Wir konnten den Abarth 595 und den 124 Spider jetzt schon fahren.

Mit dem 124 Spider bringt Abarth die sportlichere Version des Fiat 124 Spider auf den Markt und mit dem 595 eine ganz auf Fahrspaß getrimmte Version des Fiat 500. Wir konnten die beiden Spaßmacher am Wachauring ausführlich testen und waren sehr überrascht.

Der Abarth 124 Spider ist dabei das Modell, das es ausschließlich in einer Leistungsstufe gibt, während der 595 in verschiedenen Versionen erhältlich ist. Doch schon der 124 Spider zaubert Autofans ein breites Grinsen ins Gesicht. Er ist die Wiedergeburt des klassischen Spider und auch in Lackierungen erhältlich, die an den Urahnen erinnern. Das Retro-Design steht dem Abarth 124 Spider überaus gut, im Innenraum zeigt er sich zudem sehr modern, aber immer noch überaus sportlich und auf das Wesentliche konzentriert.

Man fühlt sich auf Anhieb sehr wohl, und der 1,4 Liter-MultiAir Turbo begrüßt einen gleich nach dem Start mit einem umwerfenden Sound. Die Leistung liegt bei 170 PS (125 kW), und Abarth hat dem 124 Spider auch eine Leichtbau-Kur verpasst, damit der Fahrspaß nochmals gesteigert wird. In Kombination mit Heckantrieb, 50:50 Gewichtsverteilung, Sportfederung und Brembo-Bremsen verspricht der offene Sportler auf jeden Fall viel Spaß. Man hat zudem die Wahl zwischen manueller oder automatischer 6-Gang-Schaltung, bei Letzterer können die Gänge auch via Schaltpaddels am Lenkrad sortiert werden. Wir konnten schon die Version mit Automatik testen, die in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprintet.

Am Wachauring bot der Abarth 124 Spider wirklich viel Fahrspaß, wenngleich auf dem kurvigen Kurs die Elektronik alle Hände voll zu tun hatte, um den Hecktriebler auf Kurs zu halten. Mit den 170 PS ist der Abarth 124 Spider auf keinen Fall übermotorisiert, macht aber viel Spaß. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 229 km/h. Erhältlich ist er ab Oktober 2016, das günstigste Modell kommt auf 42.000 Euro, zum Start gibt es zudem die Automatik auf Wunsch ohne Mehrpreis dazu, danach kostet die Automatik-Version 44.000 Euro.

Wer glaubt, dass der Abarth 124 Spider schon optimalen Fahrspaß bietet, sollte doch lieber keine Runde mit dem Abarth 595 drehen. Der kleine Kraftzwerg ist in drei Versionen, als Abarth 595 mit 145 PS (107 kW), als Abarth 595 Turismo mit 165 PS (121 kW) und als Abarth Competizione mit 180 PS (132 kW) erhältlich. Wir konnten die beiden stärkeren Versionen über den Wachauring treiben und waren begeistert. Schon die "schwächere" Version mit 165 PS sprintet in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, mit 180 PS ist man nochmals etwas flotter und erledigt die gleiche Aufgabe in 6,7 Sekunden.

Beeindruckend ist dabei, dass der Kleinwagen jederzeit gut am Gas hängt und man aus jedem Geschwindigkeitsbereich heraus Top-Beschleunigungswerte erzielen kann. Hinzu kommt die absolute Wendigkeit, die der Abarth 595 mit seinen überaus kompakten Abmessungen bietet. Schikanen durchwedelt man so souverän, als würde der 595 vom Asphalt angesaugt. Trotz Frontantrieb wird die Leistung perfekt auf die Straße gebracht, und man hat beim vollen Herausbeschleunigen aus Kurven kein sehr starkes Ziehen im Lenkrad, wie man es sonst von starken Fronttrieblern gewohnt ist.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 225 km/h kann man auch auf deutschen Autobahnen noch gut mithalten, den absoluten Fahrspaß bietet der Abarth 595 aber sicher auf kurvigen Straßen, wo er sein volles Talent zeigen kann. Sehr sportlich zeigt sich dabei auch der Innenraum, der sich nochmals vom Fiat 500 abhebt. Ein sehr nettes Gimmick ist die Anzeige der G-Kräfte im mittleren Feld des Tachos.

So viel Sportlichkeit und Fahrspaß auf engstem Raum hat natürlich auch seinen Preis. Der Abarth 595 startet bei 20.500 Euro, der Abarth 595 Turismo bei 24.400 Euro, und für den Abarth 595 Competizione sind schon 26.700 Euro fällig. Dennoch wird man schwer ein anderes Fahrzeug finden, das um diesen Preis so viel Fahrspaß bietet.

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