Fahrbericht: Ford Edge und Focus Active

Wir hatten schon Gelegenheit, erste Runden mit dem frisch gelifteten Ford Edge und dem neuen Ford Focus Active zu drehen und verraten, was sie alles zu bieten haben.

Die Beliebtheit von SUVs und Fahrzeugen im Crossover-Look ist ungebrochen, auch Ford erweitert und erneuert daher die Modellpalette in Richtung weiterer Crossover-Modelle. Ein Highlight ist dabei sicher der frisch geliftete Ford Edge, dessen Kanten jetzt deutlich geschliffen wurden und der mit dem Facelift einen noch dynamischeren Look erhalten hat.

Aber auch die Active-Modellpalette hat mit dem Focus Active ein neues Familienmitglied zu bieten, das nach Fiesta Active und Ka+ Active als drittes Modell im Offroad-Look neue Kunden anlocken soll. Die Kunden können den Focus im robusten Kleid sowohl als 5-Türer, als auch als Traveller wählen. Beide Modelle verfügen serienmäßig unter anderem über eine Dachreling, Kunststoffbeplankung rundum und sind auch um 3 cm höher gelegt, um den Offroad-Look zu verstärken.

So bietet der Focus das Beste aus zwei Welten, zum einen den günstigen Preis eines Kompaktautos und zum anderen die höhere Sitzposition aus dem SUV-Segment. Der Einstieg in die Welt des Focus Active beginnt mit dem 1,0 Liter-EcoBoost-Motor mit 125 PS, der ab 25.800 Euro als 5-Türer und ab 27.300 Euro als Traveller erhältlich ist. Im Leasing ist der 5-Türer aber zum Aktionspreis von 19.790 Euro verfügbar.

Ebenfalls einen Aktionspreis gibt es für den frisch gelifteten Edge, der in der sportlichen ST-Line-Ausstattung ab 49.990 Euro zu haben ist. Im Preis enthalten sind dabei schon der neue 2,0 EcoBlue-Motor mit 238 PS, Allradantrieb und eine 8-Gang-Automatik. Auf den 190 PS starken Basis-Benziner verzichtet Ford im Zuge des Facelifts, die einzige mögliche Motorisierung bleibt der 238 PS starke Dieselmotor. Bei der Ausstattung kann man neben dem ST-Line noch den Vignale wählen, der noch luxuriöser ausgestattet ist.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon den Edge Vignale sowie den Focus Active 2,0 EcoBlue 150 PS Traveller näher kennen lernen. Den Start haben wir mit dem Focus Active gemacht, dem auch der Offroad-Look ausgesprochen gut passt. Der neue Focus hat schon in unserem Test in den normalen Versionen überzeugen können, kein Wunder also, dass nun auch der starke Diesel mit 150 PS im Focus Active unseren Gefallen gefunden hat.

Das Triebwerk ist für alle, die Fahrspaß und Effizienz verbinden möchten, eine perfekte Wahl. Die Kraft wird noch eindrucksvoller als beim 120 PS Diesel zur Verfügung gestellt. In nur 8,5 Sekunden sprintet man von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Sehr fein schalten lässt sich dabei das manuelle 6-Gang-Getriebe, das ebenfalls gut zum Charakter des Fahrzeugs passt. Wer es komfortabler möchte, kann aber auch eine 8-Gang-Automatik wählen.

Der Innenraum zeigt sich in der Active-Ausstattung sehr elegant und mit spezifischen Zierelementen und einem speziellen Stoffbezug der Sitze. Zudem verfügt der Focus Active noch über zwei zusätzliche Fahrmodi. Neben Normal,- Sport- und Eco-Fahrmodi, die in allen Focus serienmäßig an Bord sind, gibt es im Active noch die Modi "Schnee/Nässe" und "Schlechtwege".

Damit soll man auch abseits befestigter Straßen auch ohne Allradantrieb noch gut voran kommen. Die Systeme werden dabei so angepasst, dass man auf dem jeweiligen Untergrund eine perfekte Traktion hat. Die etwas erhöhte Bodenfreiheit sorgt zusätzlich für ein besseres Vorankommen abseits der Straßen und ermöglicht zudem auf allen Wegen einen besseren Überblick über das Verkehrsgeschehen.

Noch eine Nummer höher sitzt es sich im Ford Edge, der im Zuge der Modellpflege nicht nur außen mehr Dynamik und einen neuen Look zeigt. Auch der Innenraum präsentiert sich leicht verändert, am auffälligsten ist dabei das "eShifter" genannte Drehrad für die Wahl der Fahrstufe der 8-Gang-Automatik, das den bisherigen Wahlhebel ersetzt.

In der Vignale-Ausstattung zeigt sich der Edge dabei so luxuriös wie man es im Premium-Segment erwartet. Feinste Ledersitze mit Klimatisierung fehlen ebenso wenig wie der "Ford CoPilot360" oder das "FordPass Connect"-System, welches über die FordPass App einen Zugriff auf Fahrzeug- und Fahrzeugdaten via Smartphone ermöglicht. Via App kann man prüfen, wieviel Treibstoff noch im Tank ist, sich eine Navi-Route ans Navi des Fahrzeug senden, das Fahrzeug öffnen und schließen und sogar auch den Motor starten.

Gleich geblieben ist der vorzügliche Fahrkomfort, den der Edge in jeder Situation bietet. Der 238 PS starke Dieselmotor passt sehr gut zum großen SUV. Die Kraft wird der komfortablen Abstimmung entsprechend eher zurückhaltend geliefert, dennoch sprintet man in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ist bis zu 216 km/h schnell unterwegs. Zu den Pluspunkten zählen neben der luxuriösen Ausstattung auch das Platzangebot und die vielen praktischen Ablagen im Innenraum.

Beide Ford-Neuheiten haben bei unserer ersten Ausfahrt auf jeden Fall überzeugen können. Während der Focus Active die erschwingliche Alternative zu einem SUV darstellt, besticht der Edge mit seinem Komfort und Premium-Feeling sowie dem neuen, noch sportlicheren Design.