Der neue Ford Mondeo - Fahrbericht

Der Ford Mondeo wurde optisch sanft aufgefrischt, technisch kräftg aufgewertet und mit zwei neuen Spitzenmotorisierungen der Kategorie plus 200 PS versehen.

Der Ford Mondeo ließ einen Schönheitschirurgen an sich heran, und zwar einen talentierten. Einen solchen erkennt man nämlich am stimmigen Gesamtergebnis ohne grob veränderte Einzelheiten. Und genau so lief es beim europäischen Top-Ford: Außen vergrößerte man den unteren Kühlergill und konturierte die Motorhaube stärker. Hinten gibt es eine neue Heckklappe mit integriertem Spoiler - so man den Vier- oder Fünftürer bestellt hat. Inklusive Kombi sind das nach wie vor die drei Karosserievarianten der Wahl. Mehr LED-Lämpchen kommen ebenfalls zum Einsatz: Vorne in Form von Tagfahrleuchten (bei der Topausstattung "Titanium"), hinten bei den Rück- und Bremslichtern und sogar innen, als Deckenbeleuchtung. Neu im Innenraum sind auch die nunmehr elegant geschwungene Mittelkonsole sowie die neu designten Türverkleidungen.

Unter der Haube finden sich beim Mondeo zwei neue Topmotorisierungen: eine 240 PS starke Variante des "EcoBoost"-Turbobenziners sowie ein 200 PS starker Turbodiesel mit Common-Rail-Technik und 2,2 Liter Hubraum. Somit sind drei Turbobenziner zu haben, mit 163, 203 und eben 240 PS. Die bisherige Spitzenmotorisierung, ein 203 PS starker 2,3-Liter-Vierzylinder, entfällt. Nach unten abgerundet wird die Ottomotoren-Palette des neuen Mondeo durch zwei Vierzylinder mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum, die 88 kW (120 PS) und 108 kW (145 PS) leisten. Beim Zweiliter-Aggregat handelt es sich um eine Flexifuel-Variante, die außer mit konventionellem Super-Kraftstoff auch mit Bioethanol betrieben werden kann.

Dieselseitig steigt man wie gewohnt bei 115 PS ein, darüber gibt es 140- und 163-PS-Varianten des Zweiliter-Aggregats. Ab 140 PS ist der Mondeo wahlweise mit Automatik erhältlich, und zwar mit der neuen, sechsgängigen Doppelkupplungsvariante. Das Fahrwerk wurde ebenfalls feinabgestimmt und an die neuen Räder/Reifenkombinationen bis 19 Zoll angepasst.

Weitere technische Neuentwicklungen sind das Energie-Rückgewinnungs-System der Lichtmaschine sowie der variable Kühlerlufteinlass. Bei jenem können Kühleinlassöffnungen bei Nichtbedarf geschlossen werden, was die Aerodynamik verbessert und somit den Verbrauch senkt. Gegen Aufpreis sind nunmehr Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalte-Warner, Müdigkeitswarner und automatisches Fernlicht zu haben. Ebenso, wie der bereits aus Galaxy und S-Max bekannte Toter-Winkel-Assistent (ein aufleuchtendes Warnlämpchen im Außenspiegel, falls man gerade überholt wird). Die bestellbaren Ausstattungsvarianten heißen ab sofort "Ambiente", "Trend" und "Titanium". Was bedeutet, dass die legendäre Topausstattung "Ghia" wegfällt. Sie stand bis dato als elegant-konservative Variante neben der nobel-sportlichen "Titanium"-Version. Zum Ausgleich ist letztere nun auch in hellen Stoff- bzw. Lederfarben erhältlich.

Obwohl der Mondeo bereits als "Ambiente", unter anderem mit Klimaanlage, Knieairbag und Multifunktionslenkrad, solide ausgestattet ist, greifen die Kunden hierzulande am liebsten zur Topausstattung. Selbige vereint satte 75 Prozent der Bestellungen auf sich. Noch satterer Zustimmung, nämlich zu 94 Prozent erfreuen sich die Dieselaggregate, an vorderster Front agiert hierbei die 140-PS-Variante. Somit ergibt sich als prognostiziert meistverkauftes Modell der 140-PS-Diesel in "Titanium"-Ausstattung um 32.100 Euro. Der Mondeo-Einstiegspreis (für den 120-PS-Benziner als "Ambiente") lautet: 25.500 Euro. Die Markteinführung erfolgt am 22. Oktober, der 200-PS-Diesel wird etwas später, nämlich im November, nachgereicht. Als Einstiegs-Zuckerl gibt es ein Ausstattungspaket, genannt "Businesspaket light" mit Tempomat, Einparkhilfe und CD-Radio um 390 Euro anstatt der Einzelpreise von immerhin 1.000 Euro. Sowie eine Eintauschprämie von satten 3.000 Euro, egal, in welchem Zustand sich das Eintauschobjekt auch befinden mag.

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