Ford Mustang Mach-E – Fahrbericht

Ab Ende Juni startet der neue Ford Mustang Mach-E auch in Österreich, wir haben schon jetzt eine erste Testfahrt mit dem Elektro-SUV unternommen.

Mit dem Mustang Mach-E bringt Ford jetzt auch sein erstes Großserien-Elektroauto in Österreich auf den Markt.

Für den Beginn einer neuen Ära hat man einen traditionsreichen Namen gewählt, der zeigen soll, dass Ford die DNA des Mustangs auf einen Elektro-SUV transferiert hat.

Optisch ist der Spagat schon einmal sehr gut gelungen, egal von welcher Seite man den Mustang Mach-E betrachtet, die optische Nähe zum klassischen Coupé ist deutlich zu erkennen.

Der Innenraum zeigt sich jedoch in einem ganz eigenen Stil und hat keinerlei Anleihen an den klassischen Mustang.

Ford setzt auf einen 10,2“-Breitband-Digitaltacho hinter dem Lenkrad und einen 15,5“-Tochscreen auf der Mittelkonsole. Der im Hochformat platzierte Touchscreen verfügt über eine sehr schöne Darstellung, und man kann viele Funktionen aufrufen.

Ein optisches Highlight ist der große Chrom-Drehregler für die Lautstärke, der im Touchscreen mittig unten integriert ist.

Auch beim Platzangebot zeigt sich der SUV deutlich großzügiger als sein Namensvetter mit zwei Türen. Trotz sportlicher Linienführung hat man auch in der zweiten Reihe noch genug Platz.

Viel Platz

Das Kofferraumvolumen reicht von 402 bis 1.420 Litern, zusätzlich steht noch unter der Fronthaube der „Frunk“ mit 100 Litern Stauraum zur Verfügung.

Die Kunden haben zudem die Wahl zwischen Front- oder Allradantrieb und zwei Batteriegrößen. Das 48.900,- Euro teure Basismodell verfügt über eine 75,7 kWh große Batterie und eine Leistung von 269 PS (198 kW).

Damit sprintet man in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Version mit Heckantrieb und 98,7 kWh großer Batterie verfügt über eine Leistung von 290 PS (216 kW), benötigt für den Paradesprint durch das höhere Gewicht aber 6,2 Sekunden.

Wählt man den Mustang Mach-E mit Allradantrieb, hat man bei der kleinen Batterie ebenfalls eine Leistung von 269 PS (198 kW), muss aber mit einem Preis von 55.000,- Euro rechnen.

Sportliche Fahrleistungen

Durch die bessere Traktion sprintet man aber in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Topmodell ist der 64.200,- Euro teure Mustang Mach-E mit Allradantrieb und großer Batterie, er verfügt über eine Leistung von 346 PS (258 kW).

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h vergehen hier nur 5,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei allen Modellen auf 180 km/h elektronisch begrenzt.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir schon die Topversion mit 346 PS näher kennenlernen. Etwas ungewöhnlich lassen sich die Türen öffnen, hierfür ist im Rahmen ein Knopf zu betätigen, der die Türen elektrisch freigibt.

Der Innenraum wirkt auf jeden Fall sehr modern und hochwertig, man findet sich aber auch schnell zurecht. Der Fahrer findet einen sehr angenehmen Mix aus klassischen Schalthebeln rund ums Lenkrad und moderner Touchscreen-Technik für viele Einstellungen vor.

Viel Kraft vom Start weg

Schon vom Start weg liefert der Elektro-SUV viel Schubkraft, immerhin stehen 580 Nm Drehmoment zur Verfügung. Dennoch kann man die Geschwindigkeit mit viel Feingefühl dosieren und auch im innerstädtischen Stau damit angenehm vorankommen.

Durch die Rekuperation bremst der Mustang Mach-E auch fast automatisch bis zum Stillstand ab, man muss das Bremspedal bei vorausschauender Fahrweise nur sehr selten betätigen.

Dank des niedrigen Schwerpunkts liegt der amerikanische Stromer perfekt auf der Straße und vermittelt so auch jederzeit einen guten Kontakt zur Fahrbahn.

Große Reichweite

Zur großen Überraschung ist der Stromverbrauch sehr gering, die vom Werk angegebenen 18,7 kWh pro 100 Kilometer sind bei sachter Fahrweise durchaus realisierbar. Damit steht beim Topmodell einer Reichweite von bis zu 540 Kilometern nichts im Wege.

Wir sind bei unserer Testfahrt auf eine Reichweite von über 460 Kilometer gekommen, womit der Elektro-Mustang den V8-Benziner durchaus übertrumpft.

Mit dem Mustang Mach-E hat Ford auf jeden Fall ein wahres Highlight am Elektroautomarkt im Programm. Er hebt sich durch die Mustang-Gene deutlich von der Konkurrenz ab und bietet auch ein breit gefächertes Spektrum an Konfigurationsmöglichkeiten, die für jeden Bedarf die passende Lösung haben.