Der neue Ford Ranger - Fahrbericht

Im Juni geht der neue Ford Ranger auch in Österreich an den Start. Wir konnten schon jetzt erste Fahreindrücke mit dem Pick-Up sammeln.

Ford hat eine lange Tradition im Pick-Up-Segment, die bis 1917 zurück reicht. Statt reine Lastesel sind die modernen Pick-Ups aber schon viel mehr Lifestyle-Autos geworden, welche die alten Qualitäten beibehalten haben.

Bestes Beispiel dafür ist der komplett neu entwickelte Ford Ranger, der Ladequalität und PKW-Komfort auf einen Nenner bringt. Vorbei sind die Zeiten der Krückstock-Handbremse und des spartanischen Innenraums mit LKW-Feeling.

Ganz im Stil der Marke präsentiert sich der neue Ranger im "Ford kinetic Design" und wirkt schon auf den ersten Blick sehr hochwertig und modern. Auch der Innenraum erfreut sich eines modischen Designs und ist auf PKW-Niveau angesiedelt, was Ausstattung und Bequemlichkeit anbelangt.

Mit einem 5-Sterne-Rating beim EuroNCAP Crashtest schneidet der Ranger auch bei der Sicherheit hervorragend ab und übertrifft seine Konkurrenten teilweise erheblich. Mit 81% erhielt der Ranger zudem die beste Note für den Fußgängerschutz, die bislang vergeben wurde.

In Österreich gibt es den neuen Ford Ranger in drei Karosserievarianten (Einzelkabine, Superkabine und Doppelkabine), vier Ausstattungsversionen (XL, XLT, Limited und Wildtrak) und mit zwei verschiedenen Dieselmotoren, wobei der 2,2 Liter Duratorq in zwei Leistungsstufen erhältlich ist.

Preislich startet der neue Ford Ranger als XL mit Einzelkabine bei 21.400 Euro netto. Angetrieben wird er dabei vom 2,2 Liter TDCi mit 125 PS (92 kW), der über ein maximales Drehmoment von 320 Nm verfügt.

Serienmäßig verfügt der Ranger dabei schon über den neuen Allradantrieb, der bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h zugeschaltet werden kann. Für extremes Gelände gibt es dann am Drehknopf für den Allradantrieb die Stellung "4L", welche mit ihrer Untersetzung den Ranger auch durch schwieriges Gelände leitet.

Mit an Bord sind auch ein Berganfahrassistent, eine Bergabfahrhilfe, ein Notbremsassistent, ESP, ABS, eine Anhängerstabilisierung, 7 Airbags, ein Audiosystem, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel und elektrische Fensterheber vorne.

Ausschließlich mit Doppelkabine sind die drei höheren Ausstattungslinien XLT, Limited und Wildtrak erhältlich. Der XLT kommt serienmäßig schon mit dem 2,2 Liter TDCi mit 150 PS (110 kW) auf den Markt und ist auch mit einem Automatikgetriebe kombinierbar.

Zum Preis von 27.400 Euro exkl. bzw. 32.880 Euro inkl. Steuern gibt es im XLT unter anderem auch eine Klimaanlage, eine beheizbare Frontscheibe, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, 16"-Alufelgen, Tempomat sowie Regen- und Lichtsensor.

Wer sich für den mindestens 29.400 Euro (exkl. Ust, 35.280 Euro inkl. Ust) teuren Limited entscheidet, kann sich zusätzlich noch über ein hochwertigeres Audiosystem mit 4,2"-Multifunktionsdisplay, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch anklappbare Außenspiegel, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, Ledersitze, das Park-Pilot-System hinten sowie 17"-Alufelgen freuen.

Das Topmodell, der Wildtrak, steht ab 32.900 Euro exkl Ust. (39.480 Euro inkl. Ust.) beim Händler und hat den 3,2 Liter TDCi mit 200 PS (147 kW) unter der Haube, sowie zusätzlich noch das Ford-Navigationssystem mit 5"-Monitor, eine Dachreling, 18"-Leichtmetallfelgen, eine Rückfahrkamera und Teilledersitze im Wildtrak-Dekor an Bord.

Bei einer ersten Ausfahrt haben wir den 150 PS starken Diesel in Kombination mit der Limited-Ausstattung gewählt. Der auf 535,9 cm gewachsene Pick-Up vermittelt das gleiche Ambiente wie die PKW-Modelle von Ford. Sportlich gestaltete Armaturen und eine gute Übersichtlichkeit kennzeichnen das Cockpit des Ranger.

Mit den bequemen Ledersitzen, Mittelarmlehne vorne und einer getrennt regelbaren Klimaautomatik hat man zudem jede Menge Luxus an Bord. Leider ist das schöne Lederlenkrad nur in der Höhe und nicht in der Länge verstellbar, was den positiven Gesamteindruck etwas trübt.

Ordentlich Kraft liefert der 2,2 Liter Dieselmotor, dessen 150 PS ausreichen, um den mindestens 2,2 Tonnen schweren Pick-Up in 11,8 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 km/h zu befördern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h.

Mit einer Nutzlast von 970 kg zeigt der Ranger aber auch seine Ladequalität, die er dank dem Allradantrieb auch abseits befestigter Straßen unter Beweis stellen kann. Selbst bei sehr schlammigen Straßen, großen Steigungen und tiefen Wasserdurchfahrten bleibt der Ranger ein verlässlicher Partner. Mit bis zu 800 mm Watttiefe und 28 Grad Böschungswinkel vorne wie hinten, lassen sich schon ordentliche Offroad-Passagen meistern, wie der Ranger auch bei unserer Testfahrt eindrucksvoll bewiesen hat.

Die Bergabfahrhilfe regelt dann auch vollautomatisch die Geschwindigkeit bei Bergabfahrten, der Fahrer muss sich so nur noch aufs Lenken konzentrieren.

Doch auch auf befestigten Straßen macht der Ranger eine gute Figur und kann mit PKW-ähnlichem Fahrkomfort die Passagiere verwöhnen. Selbst Federung und Fahrwerk haben ihren Nutzfahrzeugcharakter verloren und machen den neuen Ranger nicht mehr nur zum Liebling der Fuhrparkleiter, sondern lassen ihn auch für freizeitorientierte Familien zur SUV-Alternative werden.

Ab Juni 2012 kann der Ranger beim Händler näher begutachtet werden. Wer sich für das Topmodell entscheidet, sollte jedoch schon mit bis zu 9 Monaten Lieferzeit rechnen, da die Nachfrage für den neuen Ford Ranger sehr groß ist.

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