Honda CR-V 1,6 i-DTEC - Fahrbericht

Ab 19. Oktober gibt es auch den Honda CR-V mit dem neuen 120 PS Dieselmotor. Auf einer ersten Ausfahrt konnten wir schon erfahren, ob die Kombination passt.

Nach dem Civic bekommt nun auch der CR-V den neuen 1,6 Liter i-DTEC Dieselmotor mit einer Leistung von 120 PS (88 kW). Der neue Motor kann im Vergleich zum bewährten 2,2 Liter Dieselmotor mit einem niedrigeren Gewicht und einer um 40% gesenkten Reibung auftrumpfen. Damit soll er sowohl bei Fahrspaß als auch Effizienz im großen CR-V überzeugen können.

Die Techniker haben das neue Aggregat aber nicht nur einfach in den CR-V verpflanzt, sondern gleich das ganze Auto auf die neue Motorisierung hin abgestimmt.

Neben der Fahrwerksoptimierung kommen auch andere Bremsen, geänderte Stoßdämpfer und eine Fülle an weiteren kleinen Adaptierungen zum Einsatz.

Das Gewicht des Antriebsstrangs konnte um ganze 116 Kilogramm reduziert werden, wodurch der CR-V auch mit dem kleinen Diesel gute Fahrleistungen bringen soll.

Während der 2,2 Liter-Diesel ausschließlich mit Allradantrieb angeboten wird, gibt es den 1,6 Liter-Diesel vorab nur mit Frontantrieb, wodurch Honda vor allem neue Kunden ansprechen möchte.

Durch den Wegfall des Allradantriebs, das niedrigere Gewicht und den sparsameren Motor kommt der neue CR-V 1,6 i-DTEC auf einen Durchschnittsverbrauch von nur 4,5 Liter, dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 119 g/km.

Auf einer ersten Testrunde konnten wir schon prüfen, ob der neue Motor tatsächlich zum 457 cm langen und noch immer rund 1,6 Tonnen schweren SUV passt.

Schon nach den ersten Metern waren wir positiv überrascht. Der neue 1,6 Liter-Diesel liefert schon vom Start weg viel Durchzugskraft. Sein maximales Drehmoment von 300 Nm liefert er bei 2.000 U/Min, doch schon darunter ist nichts von einem Turboloch zu spüren.

Vor allem im Stadtbetrieb überzeugt der Diesel mit sehr ansprechenden Fahrleistungen, und selbst auf Tempo 100 sprintet der CR-V 1,6 i-DTEC in 11,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 182 km/h.

Ruft man die Leistung des Dieselmotors ab, ist das Motorgeräusch im Vergleich zum 2,2 Liter-Diesel etwas rauer, dennoch kann er mit einer sehr guten Geräuschdämmung aufwarten.

Das manuelle 6-Gang-Getriebe lässt sich sehr leicht schalten, wobei die Gänge etwas länger ausgelegt sind, was ein schaltfaules Fahren unterstützt. Gleitet man im 5. Gang bei Tempo 70 dahin, merkt man gar nicht, dass man in einem Diesel unterwegs ist, so leise ist es dann im Innenraum.

Gleich wie bei allen anderen CR-V Modellen ist das großzügige Platzangebot inklusive dem 589 Liter großen Kofferraum, der sich auf bis zu 1.669 Liter erweitern lässt und so auch schon kleinen Vans Konkurrenz macht.

Bei unserer ersten Ausfahrt hat die Kombination aus kleinem Diesel und kompaktem SUV durchaus gefallen. Für alle, die einen vernünftigen Mix aus Effizienz, günstigem Unterhalt und Fahrspaß möchten und mit dem Frontantrieb das Auslangen finden, ist der kleine Diesel eine gute Wahl.

Erhältlich ist der CR-V mit dem 1,6 Liter Diesel ab 19. Oktober 2013. Zur Wahl stehen dabei drei Ausstattungslinien, das günstigste Modell, der CR-V 1,6 i-DTEC Comfort, kommt auf 27.470 Euro.

Mit an Bord sind dann schon eine Berganfahrhilfe, TSA (Trailer Stability Assist), ein Tempomat, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, eine 2-Zonen-Klimaautomatik und 17"-Leichtmetallfelgen.

Wer die gehobene Ausstattungslinie Elegance möchte, muss mit 30.100 Euro kalkulieren, bekommt dann aber unter anderem auch noch einen Regensensor, eine Einparkhilfe vorne und hinten, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, eine Rückfahrkamera, elektrisch anklappbare Außenspiegel und noch einiges mehr.

Das Topmodell, der CR-V Lifestyle, kommt auf 33.500 Euro und hat dann noch ein aktives Kurvenlicht, den Fernlichtassistent, eine Ambientebeleuchtung, ein Digitalradio, 18"-Leichtmetallfelgen und hinten abgedunkelte Seitenscheiben.

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