Honda FCX Clarity - Fahrbericht

Erstmals hat Hondas Brennstoffzellen-Elektroauto, der FCX Clarity, den Weg nach Österreich geschafft. Wir konnten mit dem Auto der Zukunft schon eine Runde drehen.

02.12.2010 In den USA wird der FCX Clarity auch schon von Privatleuten gefahren, in Europa passt derzeit die Infrastruktur nicht, schon gar nicht in Österreich. Hier gibt es gerade einmal zwei Wasserstoff-Tankstellen, die für den Betrieb der Brennstoffzelle notwendig sind. Der umweltschonende Antrieb des FCX Clarity stößt lediglich Wasserdampf aus und ist dabei recht komplex in der Umsetzung. Die Brennstoffzelle erzeugt aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom, mit dem die Lithium-Ionen-Batterie des FCX Clarity gespeist wird. Aus dieser Batterie wiederum wird der 100 kW starke Elektromotor bedient, der das Fahrzeug antreibt. So hat der FCX Clarity mit 4,2 kg komprimiertem Wasserstoff (350 bar) eine Reichweite von rund 460 Kilometern. Der FCX Clarity hat auch alle amerikanischen und japanischen Crashtests mit Bravour bestanden. Beim Fahren unterscheidet sich der Brennstoffzellen-Honda kaum von einem anderen Elektroauto. Schon vom Start weg steht ein maximales Drehmoment von 256 Nm zur Vergügung, welches dem immerhin 1.625 kg schweren Honda zu ordentlicher Beschleunigung verhilft.

So gut wie jeder Hersteller arbeitet fleißig an Autos mit alternativen Antriebsquellen. Honda forscht schon rund 20 Jahre an neuen Möglichkeiten der Fortbewegung. Der japanische Hersteller versteift sich dabei aber nicht auf nur eine Lösung, im Hause Honda gibt es gleich drei Antriebsarten für die Zukunft. Benzin-Hybrid-Fahrzeuge, reine Elektroautos und mit dem FCX Clarity auch ein Auto mit Brennstoffzelle und Elektromotor.

Das erste Brennstoffzellen-Auto von Honda wurde bereits im Jahr 1999 präsentiert, war aber ein reiner Versuchsträger. Erst im Jahr 2005 gingen erste Exemplare in den USA auch an den Endkunden. Im Jahr 2008 präsentierte Honda mit dem FCX Clarity dann die nächste Evolutionsstufe seines Brenstoffzellen-Autos. Der FCX Clarity wurde im Vergleich zu seinen Vorgängern schon als Brennstoffzellen-Elektroauto konzipiert, was in puncto Unterbringung der Brennstoffzelle, Antrieb und Raumergonomie viele Vorteile gebracht hat.

Bei einer ersten Ausfahrt konnten wir uns schon von den Vorzügen dieser Antriebsart überzeugen. Der rund 483 cm lange FCX Clarity wirkt auf den ersten Blick wie ein etwas größerer Insight. Der futuristische Innenraum, der sehr viel Platz bietet, zeigt auch gleich, dass dieses Auto schon einen Blick in die Zukunft geben möchte.

Die Bedienung ist dabei sehr einfach, das Brenstoffzellen-Auto ist per Knopfdruck zu starten und verfügt über ein Automatikgetriebe. In der riesigen Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer ist die Brennstoffzelle sicher untergebracht. Diese Position wurde gewählt, da dies bei einem Crash der sicherste Platz ist.

Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h limitiert, was für den nordamerikanischen Markt mehr als ausreichend ist. Auch beim Handling merkt man, dass der Honda auf den US-Geschmack abgestimmt ist, das Fahrwerk ist sehr weich und ganz auf Komfort ausgelegt.

So muss man auch nicht auf Luxus verzichten, der Honda FCX Clarity verfügt über alle Annehmlichkeiten einer normalen Limousine. Von getrennt regelbarer Klimaautomatik, über Tempomat bis zum Navigationssystem ist alles erhältlich. Im Zentral angeordneten Display im Armaturenbrett wird der Fahrer mit allen wichtigen Infos zur Brennstoffzelle und dem Elektromotor versorgt.

Der FCX Clarity macht schon nach einer kurzen Runde Lust auf mehr. Die Idee und die Umsetzung sind von Honda schon sehr gut gelöst, und in den nächsten Jahren wird es hier sicher noch weitere Fortschritte geben. Einzig die Infrastruktur muss noch nachziehen, damit die Brennstoffzelle auch hier in Österreich eine Chance hat.

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