75 Jahre Jaguar : Rückblick und Sondermodelle

Jaguar feiert seinen 75-jährigen Geburtstag mit einer Fülle von Sondermodellen. Vom XF Grace und XF Pace bis zum streng limitierten XKR 75 reicht die Palette.

Die Wurzeln von Jaguar gehen eigentlich bis ins Jahr 1922 zurück, als Sir William Lyons die Swallow Sidecars Company gründete, die sich auf den Bau von Motorrädern mit Seitenwagen spezialisierte. Doch Anfang der 1930er Jahre wollte Lyons auch ins Automobil-Business einsteigen und wendete sich bezüglich Namensfindung an seine Werbeagentur. Seine Wahl fiel dann auf den Namen "Jaguar", und 1935 wurde mit dem SS 100 der erste Wagen dieses Namens präsentiert. Der damals 445 Pfund teure Sportwagen sorgte schon bei der Präsentation für Aufsehen, da er nur halb so teuer war wie andere Sportautos.

Als erstes Nachkriegsmodell sorgte dann der XK120 wieder für Furore, war er doch mit einer Höchstge- schwindigkeit von 213 km/h das schnellste Serienauto seiner Zeit. Mit dem Mk II kam im Jahr 1959 die schnellste Serienlimousine zur Modellpalette hinzu. Der 3,8 Liter V6 hatte 220 PS und war über 200 km/h schnell. Ein besonderes Highlight in der Geschichte von Jaguar war aber sicher der E-Type, der ab 1961 zur Ikone der britischen Sportwagen wurde. Als Coupe und Cabrio war er nicht nur beim Landadel beliebt, sondern wurde auch gerne in Filmen eingesetzt.

Für alle, die mehr auf Komfort setzten, hatte Jaguar dann ab 1968 den XJ im Programm, der von einem 4,2 Liter 6-Zylinder-Motor angetrieben wurde. Im Jahr 1971 gab es erstmals für den E-Type und XJ auch einen 12-Zylinder-Motor, der in puncto Leistung und Laufruhe wieder neue Maßstäbe setzte. Während der E-Type 1974 vom XJS abgelöst wurde, konnte sich der XJ mit wenigen Facelifts bis in die Mitte der 80er Jahre retten.

Vor allem in den letzten Jahren wurde die Modellpalette rundum erneuert, und Jaguar setzt auf eine ganz neue Designlinie. Zum Jubiläum gibt es jetzt auch eine Reihe von Sondermodellen. Das exklusivste ist dabei sicher der XKR 75, der auf 75 Stück limitiert ist. Die Leistung des XKR 75 wurde auf 530 PS erhöht, und auch das Drehmoment ist um 30 Nm auf 655 Nm gestiegen. Somit erledigt der schnelle Jaguar den Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden. Auch die Höchstgeschwindigkeit wurde erhöht, der XKR 75 wird erst bei 280 km/h abgeriegelt, statt bei 250 km/h wie die anderen Modelle. Zusätzlich wurde das Fahrwerk tiefer gelegt und ein spezieller Sportauspuff mit größeren Endrohren eingebaut.

Wer möchte, kann seinen XKR 75 auch mit einem 75-Schriftzug, der vom vorderen Stoßfänger bis zum hinteren Radhauskasten reicht, versehen lassen. Der XKR 75 wurde auch mit dem, für alle anderen XKR ebenfalls erhältlichen, "Black Pack" ausgerüstet, welches schwarze 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, vergrößerten Front- und Heckspoiler sowie weitere in Schwarz gehaltene Exterieur-Details enthält. Wenn man einen XKR 75 in seiner Garage begrüßen möchte, muss man sehr schnell sein und über 149.822 Euro verfügen.

Günstiger kommt da der normale XKR, der um 127.700 Euro zu haben ist. Wer sich noch das "Black Pack" gönnt, wird um weitere 5.498 Euro erleichtert.
Zusätzlich gibt es auch noch das Speed Pack, hier wird der Jaguar auch erst bei 280 km/h abgeriegelt, und es ist auch das Styling-Paket mit größerem Front- und Heckspoiler integriert. Der Preis liegt hier bei 8.074 Euro. Black und Speed Pack können auch kombiniert werden, dann sind 10.412 Euro fällig.

Aber auch der XF feiert die 75 Jahre Jaguar mit zwei Sondermodellen, dem "Pace" für die sportlich orientierten Fahrer und dem "Grace" für die Komfort-Verwöhnten. Der XF Pace hat den 3.0D mit 275 PS und als Zusatzausstattung ein Aerodynamik Paket mit LED-Tagfahrleuchten im Stoßfänger, Sportinterieur-Paket, das Dynamik-Paket mit adaptiver Fahrwerksregelung und 20" Leichtmetallfelgen, Metallic-Lack, ein DVD-Navigationssystem, das Sicht-Paket mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und ein Interieur aus dunklem Eichenholz mit Intarsie "75 Jahre". Für 77.450 Euro kann man den XF 3.0D Pace dann sein Eigen nennen.

Etwas günstiger ist der XF Grace, der sich mit dem 240 PS Dieselmotor begnügen muss und auf 76.350 Euro kommt. Dafür sind dann das Bowers & Wilkins-Soundsystem, ein Schiebedach, das Sportinterieur-Paket mit elektrisch verstellbaren Sitzen des XFR, ein Toter-Winkel-Warnsystem, Metallic-Lack, 19" Leichtmetallfelgen, DVD-Navi, beheizbares Lenkrad, das Sicht-Paket, seitliche Luft-Kiemen in Chrom und das Holz-Interieur in schwarzem Klavierlack-Finish mit Intarsie "75 Jahre" mit dabei. Beide Modelle sind ab sofort bei allen Jaguar Händlern erhältlich.

                                 

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