Der neue Jaguar XJ - Modelljahr 2008

Jaguar präsentiert die Luxuslimousine XJ zum Modelljahr 2008 in aufgefrischter Form

Die Neuauflage des Marken-Flaggschiffs debütiert auf dem Genfer Autosalon und profitiert vor allem an der Frontpartie von einem dezenten, aber wirkungsvollen Facelift. Insgesamt wirkt der in fortschrittlicher Aluminium-Monocoque-Bauweise gefertigte Jaguar XJ nun noch selbstbewusster und sportlicher. Zugleich wird der Aufenthalt im stilvollen Interieur noch angenehmer: Dank neu geformter Vordersitzlehnen genießen Fondpassagiere zusätzliche Beinfreiheit; zudem sind die Sitze nun auch kühlbar. Die Markteinführung der aktualisierten XJ-Baureihe ist für das dritte Quartal 2007 geplant.

Mit der Einführung der komplett in Aluminium gefertigten Luxuslimousine XJ setzte Jaguar 2003 neue Standards im Karosseriebau. Das Aluminium-Monocoque-Chassis ist 60 Prozent verwindungssteifer und 40 Prozent leichter als das in konventioneller Stahlbauweise hergestellte Vorgängermodell des XJ. Die in der Luft- und Raumfahrt erprobten Niet- und Klebetechniken führen dazu, dass ein Jaguar XJ mit langem Radstand weniger Kilo auf die Waage bringt als die meisten Klassenkonkurrenten mit normalem Radstand. Das geringere Gewicht setzt der XJ in zügigere Beschleunigung, kürzere Bremswege und agileres Handling um.

Ein betont athletischer und kraftvoller Auftritt sowie eine charakterstarke Frontpartie waren primäre Ziele der beauftragten Jaguar-Designer. Folge: Das kräftigere Erscheinungsbild unterstreicht nun auch optisch das unter der Haut schlummernde Leistungs- und Technik-Potenzial. Der neue Frontstoßfänger mit klassischem Maschengittereinsatz macht die größeren Ambitionen des neuen XJ besonders deutlich. Dazu Jaguar-Designdirektor Ian Callum: "Jeder Jaguar muss ein ausdrucksstarkes Gesicht haben. Taucht er formatfüllend im Rückspiegel auf, darf beim Betrachter nicht der geringste Zweifel über die Markenzugehörigkeit aufkommen. Mit der neuen Frontpartie erfüllt der XJ diese Vorgabe nun perfekt."

Im unteren Stoßfängerteil haben die Designer nun zusammen drei Kühllufteinlässe integriert. Dabei wird die zentrale, leicht trapezförmige Öffnung von zwei kleineren Schächten an den Außenseiten flankiert, in die auch die Nebelscheinwerfer integriert sind. Chromzierstreifen sorgen für zusätzliche Akzente. Die hinter den vorderen Radkästen angebrachten seitlichen Entlüftungsschlitze (mit Aluminiumfinish beim XJR) hat Jaguar erstmals am Sportwagen Jaguar XK sowie in der Sonderserie "Limited Edition" des bisherigen XJR eingeführt. Neu sind auch die Außenspiegelgehäuse mit integrierten seitlichen Blinkereinheiten. Auch am Heck sorgen ein neu geformter Stoßfänger, eine Spoilerlippe, eine über die gesamte Breite des Kofferraumdeckels gezogene Chromzierleiste und geänderte Auspuffblenden für ein frisches Erscheinungsbild.

Im Innenraum freuen sich die vorne sitzenden XJ-Passagiere über eine Sitzheizung , die um eine optionale Kühlfunktion ergänzt werden kann. Perforierte Polster ermöglichen den Austritt der durch Kanäle innerhalb der Ledersitze nach außen geförderten Warm- oder Kaltluft. Dank geänderter Lehnen und Kissen der Vordersitze erhalten die Fondpassagiere zudem mehr Bewegungsfreiheit für Füße und Beine.

Das luxuriöse Interieur des Jaguar XJ besticht einerseits durch Gediegenheit und Sitzkomfort auf höchstem Niveau, betont aber auch den intuitiven Einsatz modernster Multimedia- und Kommunikationssysteme . So werden das Audio- und Navigationssystem sowie die Bluetooth-Schnittstelle des Mobiltelefons durch einen 7 Zoll großen Touchscreen-Monitor oder die Sprachsteuerung "JaguarVoice" geregelt. Die drahtlose Bluetooth-Verbindung ermöglicht nun die Verbindung von maximal fünf Handys mit der im Auto integrierten Telefonanlage.

Laminierte Front- und Seitenscheiben machen das XJ-Interieur zu einem Raum der Ruhe. Gegenüber herkömmlichem Verbundglas senkt die Verglasungstechnik die Fahr- und Motorgeräusche um bis zu 5 dB(A). Die Laufruhe steigern auch die exklusiv im XJ 2,7D eingesetzten aktiven Motorlager. Sie absorbieren mit Hilfe einer Steuerelektronik 90 Prozent der Motorvibrationen im Leerlauf. 

Auch der aktualisierte Jaguar XJ verfügt über zahlreiche aktive und passive Sicherheitssysteme. Die radargestützte Geschwindigkeitsregelung ACC (Active Cruise Control) passt bei Annäherung an einen langsameren Vordermann die Geschwindigkeit ohne Zutun des Fahrers automatisch an. Ist die Situation bereinigt, beschleunigt das optional erhältliche ACC den Jaguar XJ wieder zügig auf die zuvor eingestellte Geschwindigkeit hoch. Das Insassenerkennungssystem A.R.T.S. arbeitet mit Ultraschallsensorik und löst die Airbags jeweils nur mit der Energie aus, die der Schwere des Aufpralls angemessen ist. Die Sensorik misst dazu den Abstand des Piloten vom Lenkrad und das Gewicht des Beifahrers und erkennt auch, ob die Sicherheitsgurte überhaupt angelegt sind. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der ebenfalls blitzschnell errechneten Aufprallheftigkeit erfolgt dann die Auslösung der Airbags.

Seit dem Verkaufsstart hat Jaguar die XJ-Palette um die Version mit langem Radstand sowie neue Motoren wie den 4,2-l-V8 mit Kompressor und den 2,7-l-Biturbo-Diesel ergänzt. Aber auch die adaptive Fahrwerksregelung CATS (Computer Active Technology Suspension) zählt zu den Technik-Highlights. CATS passt mit Hilfe von Sensoren und einer Steuerelektronik die Dämpferkennung automatisch der jeweiligen Fahrsituation an. Die serienmäßige Luftfederung des XJ bewirkt zugleich einen automatischen Niveauausgleich. Ab einer Geschwindigkeit von 160 km/h senkt das System zur Verbesserung von Aerodynamik, Fahrzeugstabilität und Wirtschaftlichkeit das Karosserieniveau automatisch um 15 Millimeter ab.

Fünf hochmoderne Motoren sorgen im modellgepflegten Jaguar XJ für standesgemäßen Vortrieb. Mit 152 kW (207 PS) bietet der von zwei Turboladern beatmete 2,7-l-Dieselmotor eine optimale Mischung aus Leistung und Wirtschaftlichkeit. Der 3,0-l-V6-Benziner mit 175 kW (238 PS) sowie der 3,5-l-V8 (190 kW / 258 PS) vereinen Kraft und hohe Laufkultur. Die beiden 4,2-l-V8-Aggregate stellen dagegen jenen unwiderstehlichen Zug zur Schau, der den Jaguar in fünf bis sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h  sprinten lässt. In der Saugversion entwickelt der V8 exakt 219 kW / 298 PS, im XJR sind es dank Kompressor-Aufladung 291 kW / 395 PS. Die für alle XJ-Modelle obligatorische Sechsgangautomatik von ZF glänzt mit schnellen und dabei sanften Gangwechseln.

Infos: Genfer Autosalon 2007

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