Ktm x bow vorne(Bildquelle: KTM)
Ktm x bow seite(Bildquelle: KTM)
Ktm x bow hinten(Bildquelle: KTM)

KTM

KTM X-Bow : Erstes Auto der Firmengeschichte

Weltpremiere einer Mischung aus Auto und Motorrad

Europas zweitgrößter Motorradhersteller KTM stellt mit dem X-Bow nun erstmals in seiner Firmengeschichte ein Automobil auf die Straße. Durch den Einsatz modernster Materialien und eine intelligente Fahrzeug-Konstruktion gelang es KTM, das Gewicht des Sportwagens mit rund 700 Kilogramm extrem niedrig zu halten, was spektakuläre Fahrwerte und jede Menge Fahrspaß verspricht.

Das Design des KTM X-Bow stammt unverkennbar aus dem Hause Kiska , das seit rund 15 Jahren auch für die Gestaltung der Motorräder verantwortlich zeichnet. Mit schwarz und orange kommen die Modefarben von KTM natürlich auch beim ersten Sportwagen der Marke zum Einsatz. Die leichtfüßige, optische Präsenz des X-Bow wird durch schwebend wirkende Abdeckungen an der Karosserie , feingliedrige Räder und transparente Bereiche, die einen Durchblick auf die Fahrzeugtechnik ermöglichen, hervorgerufen. So wurden beispielsweise Teile der Federung und Dämpfung sichtbar gemacht. Die technische Eleganz des Karbon-Chassis wurde als Gestaltungsmittel in das grafische Konzept eingebunden. Sinnbild für den Leichtbau sind auch die beiden Außenspiegel, die an doppelt geführten, dünnen Streben befestigt sind. Die puristische Geisteshaltung des X-Bow kommt wiederum durch einfache, aber markante Scheinwerfer und Heckleuchten zum Ausdruck. Geprägt wird die Heckansicht aber vor allem vom mächtigen Diffusor und dem zentralen Schalldämpfer.  

Ktm x bow seite(Bildquelle: KTM)

Kernstück des KTM X-Bow ist das Kohlefaser-Monocoque . Diese Hitech-Lösung war bislang ausschließlich den höchsten Klassen im Motorsport und elitären Straßensportwagen vorbehalten. Für den Antrieb sicherte sich KTM die Zusammenarbeit mit Audi . Der vom Ingolstädter Unternehmen beigestellte Vierzylinder aus Vollaluminium verfügt über FSI-Direkteinspritzung, Hochdruck-Einspritzventile, Turboaufladung, eine stufenlos verstellbare Einlass-Nockenwelle und zwei Ausgleichswellen und ist eine ideale Ergänzung zum schlanken Fahrzeugkonzept.

Die Basisversion des X-Bow soll rund 220 PS leisten, eine zweite Version mit 300 PS ist ebenfalls geplant. Im Zusammenspiel mit einem ausgefeilten aerodynamischen Konzept und einem motorsportlich orientierten Fahrwerk kann es der X-Bow mit weit leistungsstärkeren Sportwagen jederzeit aufnehmen. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll unter vier Sekunden betragen . Serienmäßig kommt ein manuelles Sechsganggetriebe von Audi zum Einsatz, optional soll auch das Direktschaltgetriebe DSG angeboten werden.

Um möglichst hohe Kurvengeschwindigkeiten zu ermöglichen, wurde der Motor zwecks optimaler Gewichtsverteilung zwischen den Achsen platziert und das Fahrwerk mit hochwertigen Feder- und Dämpferelementen versehen. Ein optionales Sperrdifferential für die Hinterachse sorgt für eine weitere Verbesserung der Traktion bei sehr sportlicher Fahrweise. Für optimale Verzögerungswerte sorgen Bremsen von Brembo.

Ktm x bow hinten(Bildquelle: KTM)

Eine bewusste Entscheidung von KTM ist der Verzicht auf jegliche elektronische Fahrhilfen . Um das Leichtgewicht-Konzept zu ermöglichen, fehlen beim X-Bow auch zahlreiche Komfortmerkmale wie z.B. ein Soundsystem oder eine Klimaanlage. Auch die Servolenkung wurde wegen des geringen Fahrzeuggewichts eingespart; das Karbon-Chassis und die Vierpunkt-Sicherheitsgurte machen den Einsatz von Airbags überflüssig. Und sogar die Türen sucht man - aufgrund der abfallenden Seitenlinie auf Höhe der Sitze - vergeblich . Der KTM X-Bow richtet sich eindeutig an Kunden, die sich ein beeindruckendes Sportgerät mit filterlosem Fahrvergnügen zulegen wollen.

KTM wird seinen neuen X-Bow auf dem Genfer Automobilsalon im März 2007 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die erste Vorserie soll nicht mehr als 100 Stück umfassen, beim italienischen Rennwagen-Spezialisten Dallara gefertigt werden und in der Basisversion rund 40.000 Euro kosten.

Setzt der Erfolg erwartungsgemäß ein, startet KTM 2008 mit der Kleinserienproduktion in Österreich , wobei jährlich rund 500 Fahrzeuge gebaut werden. Der gesamte Vertrieb (Vorserie und Kleinserie) erfolgt direkt durch KTM, wobei ein Händlernetz mit ein bis zwei Standorten pro Land geplant ist. Im Gespräch sind dabei neben Österreich und der Schweiz auch Deutschland, Finnland, Griechenland, Großbritannien, die Niederlande und Portugal.

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