Kia Venga - Fahrbericht

Mit dem Venga präsentiert Kia einen üppig ausgestatteten, pfiffigen Minivan, der darüber hinaus noch mit 7-Jahres-Garantie punkten kann.

Mit dem Venga steigt Kia ab Jänner in das Segment der Mini-Vans ein und will dort Fahrzeugen wie dem Opel Meriva oder dem Renault Modus Konkurrenz machen. Den kleinen, aber geräumigen Fahrzeugen werden für die nächsten Jahre europaweit steigende Absatzzahlen prognostiziert. Der Venga will mit einem vergleichsweise sportlichen Design, einem variablen Innenraum und einer siebenjährigen Garantie punkten.

"Venga" kommt aus dem Spanischen und kann mit "Los geht's" oder "Komm" übersetzt werden. Wer sich von dieser Aufforderung angesprochen fühlt, kann zwischen insgesamt fünf Motorvarianten wählen. Ab 15.990 Euro geht's gut ausgestattet los. Dabei wird der Basis-Benziner, ein 1,4-Liter-Motor mit 90 PS, nicht unbedingt das Volumenmodell werden. Mit dem Basismotor und der Basisausstattung "cool" wird der Venga für 15.990 Euro angeboten, Klimaanlage und Radio sind da bereits enthalten.

Da der Mini-Van wohl vor allem als Stadtauto zum Einsatz kommt, benötigt man den größeren Benziner mit 125 PS nicht wirklich. Die drei Diesel mit 75, 90 oder 115 PS sind nicht nur etwas für Vielfahrer, der Aufpreis gegenüber den Benzinern hält sich in Grenzen. Minus: Die doch recht laute Geräuschkulisse. Plus: Alle Motoren sind mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet. Formal kann der Venga durchaus überzeugen. Seine Karosserie mit der nach hinten deutlich ansteigenden Gürtelinie wirkt frisch und modern, auch wenn die Fondpassagiere dadurch etwas wenig Licht abbekommen. Im Innenraum dominiert Hartplastik, das allerdings routiniert verarbeitet wurde.

Ein Plus ist die um 13 Zentimeter verschiebbare Rückbank, die entweder den hinten Mitfahrenden mehr Fußraum gewährt oder den mit 314 Litern in der Grundkonfiguration eher schmalen Gepäckraum auf bis zu 440 Liter (570 inkl. Fach im Gepäckraumboden) erweitert. Wer dann auch noch die Rücksitzlehnen umklappt, kann bis zu 1.253 Liter im Venga verstauen.

Der Venga fährt sich unaufgeregt und souverän. Man merkt dem Fahrzeug jederzeit an, dass es im europäischen Entwicklungszentrum von Kia/Hyundai in Rüsselsheim entwickelt wurde. Produziert wird das Modell in Tschechien. Das hat für die Käufer einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Wie auf alle in Europa hergestellten Modelle, gewährt Kia auch auf den Venga eine siebenjährige Garantie, die sich aus fünf Jahren Vollgarantie und zwei weiteren Jahren Anschlussgarantie zusammensetzt.

Das mag in Zeiten knapper Kassen für so manchen nach finanzieller Sicherheit strebenden Autofahrer ein nicht zu unterschätzendes Argument sein. Nicht zu unterschätzen sind auch Komfort- und Sicherheits-Ausstattung: alle Modelle verfügen über eine Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorne, ein CD-Radio und - besonders vorbildlich - über ABS, ESP sowie einen Berganfahr-Assistenten. Einem Erfolg des Kia Venga scheint jedenfalls nichts im Wege zu stehen.

mid/ec

Kommentare