Land Rover Defender : Modell 2007

Kräftiger neuer Motor, neues Getriebe und neuer Innenraum

Ein höheres Leistungsvermögen im Gelände, besserer Fahrkomfort auf der Straße sowie mehr Kraft und Kultiviertheit: Mit diesen Optimierungen bringt Land Rover seinen legendären Defender im Modelljahr 2007 an den Start. Neben einer neuen Antriebstechnik ist es vor allem die neue Anmutung des Innenraums - mit komplett neuem Armaturenbrett und neuer Sitzlandschaft - die bisherige und zukünftige Defender-Kunden überzeugen soll. Die Weltpremiere des neuen Land Rover Defender MY07 wird am 28. September 2006 auf der Paris Motor Show stattfinden. Die Markteinführung in Österreich erfolgt im Frühjahr 2007.

Das neue 2,4-l-Common-Rail-Triebwerk des Defender nutzt die lange Erfahrung, den der Land Rover-Mutterkonzern Ford bei Dieselmotoren besitzt. Im Hinblick auf Laufruhe und Durchzugsstärke repräsentiert der neue Vierzylinder-Turbodiesel bedeutende Fortschritte. Mit einem Drehmoment-Maximum von 360 Nm, das schon bei 2000 Touren anliegt, stellt das neue Defender-Triebwerk über den gesamten Drehzahlbereich mehr Drehmoment bereit als das bisherige Aggregat. So sind zum Beispiel zwischen 1500 und 2700/min immer über 315 Nm abrufbar.

Die Höchstleistung des 2,4-l-Motors liegt bei 90 kW (122 PS), wobei auch hier über 90 Prozent der Leistung im wichtigen Drehzahlbereich zwischen 2200 und 4350 Umdrehungen anliegt. Auf dem europäischen Markt erfüllt der neue Diesel selbstverständlich die Euro-4-Abgasnorm. Als Weltauto bietet Land Rover den Defender daneben aber auch mit einer anderen Motorabstimmung an, die schwefelhaltigeren Diesel schwankender Qualität toleriert.

Das neu entwickelte Sechsgang-Schaltgetriebe bietet eine deutlich größere Gangspreizung als bisher. Der kürzer übersetzte erste Gang senkt die Kriechgeschwindigkeit und macht auf diese Weise - im Verbund mit der höheren Drehmomentabgabe des Motors - das Gespannfahren auf und abseits der Straßen noch einfacher. Der Drehmomentzuwachs verbessert außerdem die Beschleunigung in den einzelnen Gängen und erlaubt im Vergleich zum bisherigen Getriebe eine 20 Prozent längere Übersetzung des neuen sechsten Gangs . Folge: ein Plus an Laufruhe, Komfort und Wirtschaftlichkeit. Dem Komfort dienen darüber hinaus geschliffene Verzahnungen des Getriebes, während niedrigere Kupplungs- und Gangwechsellasten den Alltagsbetrieb mit dem Defender erleichtern.

Im Gegensatz zum Antrieb wurden die Modifikationen am charakteristischen Erscheinungsbild des Defender auf ein Minimum beschränkt. Lediglich ein neues Profil der Motorhaube weist von außen auf den Modelljahrgang 2007 hin.

Das übersichtliche und bedienungsfreundliche neue Armaturenbrett des Allradklassikers besteht nun aus einem einteiligen großen Formteil. Die aus dem Land Rover Discovery übernommenen Instrumente liefern dem Fahrer klare Informationen, während Details wie die LED-Instrumentenbeleuchtung für hohe Zuverlässigkeit bürgen. Die Ergonomie wurde an vielen Stellen des Innenraums optimiert: zum Beispiel mit einem neuen Haltegriff an der Beifahrerseite, der dem Passagier im harten Offroad-Einsatz festen Halt mit beiden Händen ermöglicht.

Hochwertiger präsentieren sich auch die Unterhaltungssysteme des Defender. Zum ersten Mal besitzt er weit oben montierte Hochtöner, die im Verbund mit dem neuen Lautsprechersystem für einen besonders reinen Klang sorgen. Ein zusätzlicher Eingang am Audiosystem erlaubt sogar den Anschluss von MP3-Playern und anderen Geräten.

Ein wichtiger Bestandteil des veränderten Armaturenbretts ist das von Grund auf neu entwickelte Heizungs- und Lüftungssystem . Neue Aluminiumlamellen und ein Rippen-Wärmetauscher steigern die Leistungsfähigkeit der Anlage beträchtlich: So gelangt jetzt rund 50 Prozent mehr Luft in die Passagierkabine. Bei kaltem Wetter erwärmt die Heizung den Innenraum 40 Prozent schneller als zuvor und erreicht eine um 12 Grad Celsius höhere Innentemperatur. Die neue Klimaanlage wiederum kühlt die Kabine in der Hälfte der Zeit, die die frühere Einheit benötigt hat und kann es im Inneren des Defender um 7 Grad kühler machen. Dem Komfort dienen zudem zusätzliche Luftauslässe, die die Seitenscheiben bei feuchtem Klima beschlagfrei halten.

Auch die Sitze im neuen Land Rover Defender wurden umfassenden Optimierungen unterzogen. Neu gestaltete, höhere Sitze geben dem Rücken mehr Halt und erlaubten eine ergonomischere Anordnung der Kopfstützen. Robuste und komfortable Plätze mit viel Unterstützung befinden sich auch in der zweiten Reihe. Die Versionen 110 Station Wagon und 130 Crew Cab bieten hier drei Passagieren auf einer neuen, asymmetrisch geteilt umklappbaren Sitzbank Platz. Ein Federmechanismus erleichtert das Umklappen, sodass auch große und sperrige Güter problemlos in den Defender eingeladen werden können.

Die zweite Reihe des Defender 90 Station Wagon besteht hingegen aus zwei großen und nach vorn gerichteten Einzelsitzen. Diese üppiger als frühere Lösungen dimensionierten und komfortableren Sitze sind ebenfalls in der dritten Reihe der Variante 110 Station Wagon lieferbar. Passagiere erreichen die Plätze der dritten Reihe entweder durch die Hecktür oder nach dem Umklappen der mittleren Sitze. Werden die hintersten Plätze nicht benötigt, klappt man sie einfach zusammen und an die Kofferraumseiten.

Das einzigartige Design des Land Rover Defender blieb bei der jüngsten Modifikation fast unangetastet wie auch die sehr breite Modellauswahl. Das Defender-Chassis liefert Land Rover mit drei unterschiedlichen Radständen sowie als Standard- oder Schwerlastausführung für besonders hohe Beanspruchung. Bereits von der Haupt-Montagelinie rollen 14 verschiedene Aufbauvarianten: vom Pickup über Soft-Tops und Crew Cabs bis zum Station Wagon.

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