Vorstellung Range Rover Evoque eD4: Erster Range mit Frontantrieb

Seit einigen Wochen mischt der Range Rover Evoque den Markt der kompakten Premium-SUVs auf. Jetzt gibt es den Evoque auch mit Frontantrieb.

Mit seinem dynamischen Design und schickem, qualitativ anspruchsvollem Interieur steht er in bester Tradition zu seinem großen Bruder, dem Luxusliner Range Rover, ist aber erheblich preiswerter und dank einer völlig neuen Design-Philosophie deutlich moderner. Noch mehr irritieren dürfte eingefleischte Range-Anhänger jedoch eine weitere Neuerung. Mit der Modellversion eD4 präsentieren die britischen Geländewagenspezialisten jetzt das erste Fahrzeug in ihrer Geschichte, das ausschließlich über die Vorderräder angetrieben wird.

Der mit einem 110 kW/150 PS starken, hochmodernen 2,2-Liter-Turbodiesel motorisierte Evoque eD4 will als Alternative all jene Kunden ansprechen, die weniger Wert auf höchste Geländetauglichkeit legen, die aber daneben auf keinen Fall auf die zahlreichen Vorteile des Evoque verzichten wollen. Und dies zu einem Einstiegspreis von 33.100 Euro. Zwar dürften die meisten Käufer durch das Ordern einiger optionaler Extras letztendlich noch einige Tausend Euro mehr auf die Theke des Händlers legen, doch wird davon das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis nicht berührt.

Fahrwerk komplett neu abgestimmt

Die Rover-Ingenieure stimmten das Fahrwerk des um 75 Kilo leichteren Fronttrieblers komplett neu ab und haben einen guten Job gemacht. Auf der Straße überzeugt der eD4 durch Dynamik, Agilität und sportliches Handling, wozu neben modernen Assistenzsystemen unter anderem auch die fortschrittliche elektrische Servolenkung beiträgt. Doch auch im Gelände zeigt der Fronttriebler erstaunliche Fähigkeiten, die Otto Normalverbraucher wohl nie erfahren wird.

Bei der Fahrt über Schotter und Steine schluckt der dreh- freudige Turbodiesel natürlich beträchtlich, zeigt sich auf Asphalt aber als äußerst effizient. Im kombi- nierten Messzyklus bleibt der ausschließlich als dreitüriges Coupé angebotene eD4 mit 4,9 Litern auf 100 Kilometern unter der Grenze von fünf Liter Diesel. Und das entspricht 129 g/km CO2.

Im markant gestylten Innenraum herrscht eine fast kühle, dennoch wohltuende Atmosphäre. Haptik und Verarbeitung der wertigen Materialien sind stimmig, die Schalensitze äußerst bequem, und die Bedienung erfolgt intuitiv. Neben einem zentralen 8-Zoll-Touchscreen, Audio und Bluetooth sowie einem Surround-Kamareasystem mit fünf Digitalkameras, Einparkassistent und einer elektrisch betätigten Heckklappe für den 1.445 Liter fassenden Stauraum dürfen bei dieser Zielgruppe natürlich auch etliche digitale Spielereien wie berührungslos reagierende Schalter für die Kartenleselampen in der Dachkonsole nicht fehlen.

Akzeptieren Range-Fans den Fronttriebler?

Der Evoque eD4 ist unterm Strich für denjenigen, der aus geografischen oder anderen Gründen keinen Allradantrieb benötigt, aber dennoch britischem Flair oder auch nur der höheren Sitzposition anhängt, ein rundum gelungenes Auto. Doch selbst die Marketingstrategen in Schwalbach halten sich bei der Beantwortung der spannendsten Frage zurück: Wie viele Käufer werden sich für den eben für Range Rover bislang untypischen eD4 entscheiden? In ein paar Monaten werden wir es wissen. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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