Lexus LS 600h kommt mit LED-Abblendlicht

Sondergenehmigung der EU

Lexus will sein Flaggschiff LS 600 ab Mitte 2007 mit LED-Abblendlicht auf den Markt bringen. Die Nachricht wäre wenig sensationell, wenn die Japaner nicht eine Sondergenehmigung von der EU erhalten hätten, die innovative und energiesparende Technik zu verbauen. Auch andere Hersteller haben vergleichbare Entwicklungen in der Schublade, scheiterten damit aber an den langsam mahlenden Mühlen in Brüssel.

LEDs werden bereits von diversen Herstellern eingesetzt - in der Regel aber nur für Funktionen wie dem Tagfahrlicht oder in den Blinkern. Auch die deutschen forschen fleißig, haben aber noch kein LED-Abblendlicht im Programm. Grund ist nicht die Unzulänglichkeit der deutschen Autobauer und Zulieferer, sondern die europäische Gesetzgebung. Dr. Karl Manz vom Lichttechnischen Institut in Karlsruhe erklärte das ausgesprochen komplizierte Prozedere , bis eine technische Neuheit durch die Mühlen der Gesetzgebung läuft:

Wenn nur ein Land gegen eine Neuerung Einwände erhebt, scheitert das Verfahren. Das führt inzwischen dazu, dass die Amerikaner bei der Entwicklung und der Umsetzung der neuen Technologie einen Vorsprung haben. Dr. Wolfgang Huhn, bei Audi Leiter der Entwicklung "Licht und Sicht", bringt es auf den Punkt. "Wir werden abgehängt durch die europäische Bürokratie. Das ist inzwischen zu einem Selbstläufer geworden." Audi kooperiert mit dem Lichtspezialisten Hella in der Entwicklung neuer Scheinwerfer.

Die Genehmigung der Japaner gilt zunächst für drei Jahre und nur für das Abblendlicht. Andere Lichtquellen werden auf herkömmliche Weise - also mit Glühlampen oder Gasentladungssystemen (Xenon) bestückt.

auto-reporter

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